IWF warnt vor rasanter Geldentwertung – Die Lüge von den steigenden Leitzinsen

QuinceMedia / Alexas_Fotos / Pixabay.com / crash-news.com

Zitat von www.welt.de:

Sehr sanft und vorsichtig versuchen die Währungshüter, die Unternehmen und Investoren von den Minizinsen zu entwöhnen. Sind sie zu forsch, gefährden sie das Wachstum.

[…]

Ausgerechnet die großzügige Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump könnte laut Einschätzung der Experten aus Washington dafür sorgen, dass die Notenbanken ihren Kurs schlagartig ändern müssen.

[…]

Problematisch sieht der IWF auch die US-Staatsverschuldung. […] Die Staatsverschuldung springt von 108 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 117 Prozent.

Kommentar von crash-news.com:

Der Dollar ist das Rückgrat des globalen Finanzsystems. Sinkt das Vertrauen in den Greenback, beispielsweise durch die stark steigende US-Staatsverschuldung, müssen die Leitzinsen hoch, um die Anleger bei der Stange zu halten. Das zwingt die anderen Länder ebenfalls zu Zinsanhebungen, eine verheerende Kettenreaktion bis zum Crash beginnt. Ein möglicher Schuldiger ist immerhin bereits ausgemacht.

Es gibt nur zwei Wege, um die historisch hohen Schuldenberge von Konzernen und Regierungen abzubauen:

  1. per Geldentwertung, sprich Inflation
  2. per Crash bzw. Währungsreform

Wer die Geschichte der Neuzeit studiert, wird schnell feststellen: Es gab noch niemals eine Regierung, welche die eigene Staatsverschuldung tatsächlich tilgte. Das Prinzip “Demokratie” lässt das systembedingt auch gar nicht zu, denn die Parteienwirtschaft sorgt stets dafür, sich mittels teurer Wahlgeschenke an der Macht zu halten.

Für Schuldenabbau ist daher gar kein Geld vorhanden, sondern ganz im Gegenteil: Die Schuldenberge wachsen überall mit jeder neuen Legislaturperiode immer höher. Bestenfalls gibt es mal eine vermeintliche Nullrunde, doch Politiker, die Schulden zurückzahlen, müssen erst noch erfunden werden. Außerdem “halten” solche Volksvertreter naturgemäß maximal eine Amtsperiode lang.

Weil unser Geldsystem im Kern ein unmögliches System ist, da es durch nichts gedecktes Geld aus dünner Luft schöpft, dieses gegen reale Werte verleiht und darauf Zinsen fordert, hat es ein natürliches Ablaufdatum. Zwar kennt keiner so genau diesen Termin, aber vor etwa zehn Jahren, während der letzten schweren Wirtschafts- und Finanzkrise 2008, standen wir ganz kurz vor diesem Ereignis.

Nur mittels raffinierter Tricks, Null- und Negativzinsen sowie weit geöffneten Geldschleusen, welche das Tilgungsproblem nach hinten verschoben, konnte der finale Crash gerade so verhindert werden. Doch die Lebensuhr des Finanzsystems tickt weiter und immer lauter ihrem Ende entgegen, denn die seither in Umlauf gebrachten Billionengelder lösen eines Tages eine verheerende Flutwelle aus.

Bisher sammelte sich dieses Geld vornehmlich an den Börsen und führte zu einem Rekordhoch nach dem anderen. Substanziell sind die meisten der dahinterstehenden Firmen aber überhaupt nicht gewachsen. Die im Konsumentenmarkt bislang noch weitgehend ausgebliebene starke Teuerung offenbart sich deshalb im Wesentlichen in den exorbitant gestiegenen Aktienpreisen. Das kann sich jedoch jeden Moment ändern.

Versuchen die Zentralbanken nämlich, den gezogenen Stöpsel für die Flutung der Märkte mit frischen Geldern wieder reinzustopfen, könnte die als “Wirtschaftswachstum” fehlinterpretierte Börsenrallye urplötzlich stoppen, die Indizes zusammenbrechen und das viele Geld zurück in den direkten Umlauf fließen lassen. Eine gefährlich hohe Inflation aller realen Güter wäre die Folge, welcher die Zentralbänker bloß noch mit Hilfe deutlich anziehender Leitzinsen Herr werden könnten.

Steigen die Zinsen allerdings zu stark, speziell die der Fed in den USA, würde das wie ein Magnet die Dollars aus der ganzen Welt dorthin saugen und an den Absaugstellen bedrohliche finanzielle Engpässe entstehen lassen. Also müssten die Zentralbanken anderer Länder ihrerseits ebenfalls die Zinsen anheben, was sich relativ schnell hochschaukeln und schon bei einem kaum nennenswerten Zinsniveau zu massenhaften Firmenpleiten und in kurzfristiger Folge auch zu entsprechenden Staatspleiten führen würde.

Um das zu verhindern, müssen die Geldschleusen in diesem Moment umso weiter geöffnet werden, was natürlich keines der Probleme löst, dafür jedoch eine Hyperinflation auslöst. Damit stünde das System definitiv und unrettbar vor seinem Ende, der große, nein, der größte Crash aller Zeiten hätte begonnen.

Wenn der IWF in seinem Stabilitätsbericht daher davon spricht, “auf eine zu heftige Veränderung der Geldpolitik” seien “die wenigsten vorbereitet, ist das Unsinn oder zumindest nur die halbe Wahrheit. Es hat weniger damit zu tun, ob Unternehmen und Investoren auf steigende Zinsen mental vorbereitet sind, weil sie das womöglich irgendwie überraschen oder überrumpeln könnte.

Nicht die fehlende psychologische Vorbereitung der Marktteilnehmer ist es, vor welchem sich der Internationale Währungsfonds fürchtet, sondern davor, dass die meisten hochverschuldeten Unternehmen und die extrem stark verschuldeten Staaten steigende Zinsen schlichtweg nicht überleben können. Daher werden sie alles dafür tun, um die Leitzinsen unten zu belassen. Bloß: Das wird nicht funktionieren.

Wann es rummst, wissen wir nicht, vermutlich nicht einmal die “Experten” vom IWF und den Zentralbanken. Vielen von ihnen scheint es sogar an essentiellem Verständnis über das Wesen unseres Geldsystems zu mangeln. Stattdessen wähnen sie sich in allmächtiger Position, die Welt mit ihren keynesianischen Methoden dauerhaft steuern zu können.

Immerhin haben sie bereits einen Schuldigen ausgemacht, sollte es zum Schlimmsten kommen: Donald Trump trage mutmaßlich für alles die Verantwortung wegen seiner “großzügigen Wirtschaftspolitik”. Weil er die unerträglich hohen Steuern der Kommunisten senkte und viele bürokratische Hürden beseitigte, sei er also schuld, wenn es knallt. Natürlich.

Allerdings ist eines klar: Sobald der große Crash die gesamte Welt in einem höchstwahrscheinlich sehr unerwarteten Augenblick überrollt und alles im völligen Chaos versinkt, interessiert es garantiert niemanden mehr, wer angeblich daran Schuld haben soll. Dann geht es bloß noch ums nackte Überleben. Schon bald in “diesem Kino”.

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