Polizeiliche Logik: Kriminalität legalisieren, denn sie gehört zur Gesellschaft dazu

Xenia Kehnen / pixelio.de

Zitat von www.zeit.de:

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert die Legalisierung von Cannabis. […] “Es gab in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Gesellschaft ohne Drogenkonsum, das muss man schlicht akzeptieren. Cannabis, so meine Prognose, wird in Deutschland nicht mehr allzu lange verboten sein.”

[…]

Das derzeitige Rechtssystem würde Menschen stigmatisieren und kriminelle Karrieren erst befördern, begründete Schulz seinen Vorstoß. Es gebe bessere Möglichkeiten in der Drogenpolitik, als vor allem auf Repression zu setzen, sagte der BDK-Chef. Dazu gehöre, zu lernen, mit einem verantwortungsvollen Drogenkonsum umzugehen

Kommentar von crash-news.com:

Wer die Kontrolle über einen aufgeweichten, überall zu brechen drohenden Deich oder Damm verliert, wird irgendwann damit anfangen, die Anwohner vor der unausweichlichen Flut zu warnen. Anscheinend steht es um die Drogenkriminalität in unserer Bananenrepublik inzwischen genauso verheerend, denn der Bund Deutscher Kriminalbeamter BDK empfiehlt jetzt allen Ernstes, Cannabis zu legalisieren.

Weder Beamte noch Gewerkschafter sind gemeinhin für ihre besonders überragende Intelligenz bekannt. Insofern verwundert dieser neuerliche absurde Vorstoß des BDK natürlich in keinster Weise:

Weil “die Prohibition von Cannabis historisch betrachtet willkürlich erfolgt” sei und es “in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Gesellschaft ohne Drogenkonsum” gab, sollte das Verbot von Cannabis aufgehoben werden. Lediglich im Straßenverkehr wollen die Damen und Herren Kriminalbeamte die Hirne der Bürger einigermaßen nüchtern sehen.

Es sei ihrer Meinung nach sowieso vielmehr besser, “zu lernen, mit einem verantwortungsvollen Drogenkonsum umzugehen”. Schließlich würde das “derzeitige Rechtssystem Menschen stigmatisieren und kriminelle Karrieren erst befördern”, so der BDK.

Ja, das ist wirklich eine ungeheuerliche Ungerechtigkeit, dass Kriminelle durch ihr Verhalten “stigmatisiert” und – zumindest noch gelegentlich – dafür sogar bestraft werden. Das gilt freilich nicht für jeden in diesem Land gleichermaßen, wie wir wissen.

Mit derselben Begründung könnten die Kriminalbeamten zudem auch fordern, die Strafverfolgung gegenüber anderen Gesetzesverstößen einzustellen, so wie sich selbst unsere eigene Regierung bekanntlich schon lange nicht mehr um die Einhaltung geltender Gesetze schert und dafür – bisher – nicht belangt wird.

Um bei der fragwürdigen Argumentation dieses augenscheinlich äußerst dubiosen Kriminalvereins zu bleiben: In der Historie der Menschheit gab es noch nie eine Gesellschaft ohne Kriminalität. Das hielt die Völker und Kulturen dennoch nicht davon ab, sich trotzdem stets dagegen zu wehren, mittels Gesetzen Richtlinien einzuführen und durch Bestrafung von Vergehen, Recht und Ordnung durchzusetzen.

Wo will der BDK denn bitteschön künftig die neuen Grenzen für unerwünschte Kriminalität ziehen? Welche Art von Drogen sollen weiterhin verboten bleiben und mit welcher Begründung? Warum sollten beispielsweise Kokser und Heroin-Junkies schlechter gestellt werden als Kiffer?

In Zeiten der krankhaften “Nichtdiskriminierung” würde es nach der Legalisierung von Cannabis keine zwei Tage dauern, bis der erste Antrag auf Straffreiheit von Kokainkonsum beim “Verfassungsgericht” läge.

Aber denken wir den Vorstoß des Bunds Deutscher Kriminalbeamter doch einmal konsequent zu Ende: Was ist eigentlich mit Diebstahl, mit Raub, Vergewaltigung, Mord und Totschlag? Sollte das nach diesem Maßstab nicht ebenso legalisiert werden, da diese Dinge seit jeher zu jeder Gesellschaft dazugehörten und die Täter durch unser Rechtssystem bloß einer Stigmatisierung ausgesetzt sind?

Wie schon bei der “Ehe für Alle” zeigt sich auch hier, wohin derlei Irrsinn zwangsläufig führt: Wer anfängt, natürliche und sinnvolle Grenzen niederzureißen und durch völlig willkürliche Limitierungen ersetzt, wird sich mittelfristig in einer Art gesetzeslosem Sodom und Gomorrha wiederfinden und sich dabei in einer unaufhaltsamen Spirale in Richtung Abgrund verfangen.

Das freilich interessiert die Kiffer von den Grünen und die Kokser der FDP in keinster Weise, welche sich gemeinsam für die Cannabis-Legalisierung aussprechen. Hauptsache, sie alle kommen günstig und legal an den dringend benötigten Stoff, um den von ihnen selbst verursachten kranken Wahnsinn in diesem Land noch irgendwie ertragen zu können, während sich gleichzeitig die Kriminalbeamten über weniger Arbeit freuen.

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