Gefährliche Aussichten: Börsenblasen verdecken gigantisches Schuldenrisiko

Lupo / pixelio.de / crash-news.com

Zitat von www.fr.de:

Einiges spricht dafür, dass die Finanzmärkte im Jahr 2018 eine Korrektur erfahren, die ernste wirtschaftliche Verwerfungen mit sich bringen können. Die wirtschaftliche Euphorie hat viele Akteure der Politik und auf den Finanzmärkten träge und blind vor den wachsenden Risiken gemacht.

[…]

Die Frage ist weniger, ob eine Korrektur stattfinden wird, sondern vielmehr, wann, wo und wie diese vonstatten gehen wird. Eine Korrektur der Märkte, im schlimmsten Fall ein harter Crash, ist für dieses Jahr nicht unwahrscheinlich.

Kommentar von crash-news.com:

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW, Marcel Fratzscher, warnt vor einem unruhigen Jahr, genauer gesagt vor einem möglicherweise “harten Crash”, der uns in 2018 bevorstehen könnte. Seiner Ansicht nach deuten “sämtliche Indikatoren auf eine Blase in vielen Segmenten der Finanzmärkte hin”. Derlei Warnungen sind zwar nicht neu, aber von dieser Seite durchaus ungewohnt.

Ein Börsenrekord jagt derzeit den nächsten. Seit gut einem Jahr ist das insbesondere in den USA zu beobachten. Dass diese Entwicklung dort zu einem nicht unerheblichen Teil einem erfolgreichen Geschäftsmann zu verdanken ist, der Anfang 2017 in die Politik wechselte, will der DIW-Präsident anscheinend nicht wahrhaben. Klar, in seinen Kreisen gilt schließlich die Selbstverpflichtung, Donald Trump stets pauschal und vollumfänglich schlechtzureden.

Auch in der BRD befindet sich der wichtigste Börsenindex DAX in den letzten Jahren – abgesehen von einem kleineren Rücksetzer – konstant in einem beachtlich steilen Aufwärtstrend. Wie Fratzscher jedoch richtig feststellt, spiegelt diese Entwicklung dabei nicht wirklich das Geschehen in der Wirtschaft und den Finanzmärkten wider:

Ausgenommen der deutsche Arbeitsmarkt, welcher allerdings hauptsächlich durch den zusätzlichen und nicht “nachhaltigen” Konsum und die staatlichen Ausgaben für Millionen von Illegalen nur scheinbar blüht, sieht es diesbezüglich in Resteuropa nicht sonderlich rosig aus. Dasselbe gilt für die Finanzpolitik der anderen EU-Länder, die in den vergangenen Jahren im Wesentlichen aus einer gesteigerten Schuldenanhäufung bestand.

Hingegen verfügen Privathaushalte über so gut wie keine zusätzlichen monetären Mittel, da seit dem Kollaps von 2008 in diesem Bereich keine wirkliche Erholung stattfand. Die vermeintliche Beruhigung der Lage auf den Finanzmärkten wurde schließlich bloß dadurch erreicht, dass die EZB fortdauernd gigantische Mengen frischer, durch nichts gedeckte Gelder in Umlauf brachte.

Bei gleichzeitig extrem niedrigen Zinssätzen explodierten zwischenzeitlich auch die Unternehmensschulden. Diese liegen in den Industrieländern mittlerweile bei durchschnittlich über 120%. Was die Banken sich auf diese Weise an faulen Krediten und Zeitbomben in ihre Keller gelegt haben, will jedoch kaum jemand wissen.

Irgendwohin mussten die aus Luft gedruckten Billionensummen natürlich fließen und so haben sie sich hauptsächlich an den Börsen und Immobilienmärkten angesammelt. Solange die Druckerpressen von EZB und Co weiter mit Vollgas rotieren und es immer noch leicht zu täuschende Anleger gibt, wird der Auswärtstrend anhalten.

Doch wehe, das eigentliche Kernproblem des Finanzsystems bricht plötzlich durch: Sobald die Zinsen steigen – etwa weil eine große Zentralbank sie infolge massiver Geldabflüsse drastisch anheben muss – oder eine Großbank aufgrund der Firmenpleite eines ihrer Kunden einen enormen Kreditausfall zu beklagen hat und anschließend die Grätsche macht oder weil es geopolitisch zu einer überraschenden Eskalation irgendwo auf dem Planeten kommt, droht sofort allgemeines Ungemach.

Wenn diese fragilen Blasen – allesamt nur aufgepumpt mit heißer Luft in Form billigen, allein als Schulden erzeugten Geldes – dann in einer Art Kettenreaktion zu platzen beginnen, wird es äußerst ungemütlich für alle Beteiligten. Und beteiligt an dem daraus resultierenden Crash sind natürlich genau diejenigen, die in irgendeiner Weise mit unserem Geldsystem verbunden sind: Also jeder!

Zwar warnen viele kritische Beobachter seit Jahren vor dem großen Knall, aufgrund der expansiven Geldpolitik und anderweitiger Manipulationen konnte das System allerdings weiterhin mehr oder weniger stabil aufrecht erhalten werden. Dass nun auch die Systemkonformen immer öfter solche offenen Warnungen aussprechen, sollte allmählich selbst die größten Ignoranten aufwachen lassen.

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