Wie vor der Weltwirtschaftskrise: Schatten des nächsten Finanzcrashs zeichnen sich ab

fotoART by Thommy Weiss / pixelio.de

Zitat von www.focus.de:

Die Angst vor einem massiven Börseneinbruch und einer großen Krise geht um. Nach den jüngsten Kurssprüngen in den USA, wo der Dow Jones zuletzt sogar die 25.000 Punkte-Marke knackte, hat das so genannte Shiller-KGV so hohe Werte erreicht, wie erst einmal in der Börsengeschichte.

[…]

Aktuell liegt es bei 33,2 Punkten für den US-Aktienmarkt. […] Demnach war das KGV nur selten in den vergangenen 100 Jahren ähnlich extrem bewertet wie heute – und das immer kurz vor einem Crash: Das war erstmals 1929 der Fall. Damals betrug das Shiller-KGV rund 30 – es folgte der tiefe Absturz des Dow Jones und eine Weltwirtschaftskrise.

Kommentar von crash-news.com:

Das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis nach Nobelpreisträger Robert J. Shiller steht aktuell auf einem höheren Wert als kurz vor der Weltwirtschaftskrise von 1929. Der Höchststand aus dem Jahr 1999 wurde zwar bislang nicht erreicht, aber viel fehlt dazu nicht mehr. Die Zeichen stehen also auf Sturm und es ist lediglich eine Frage von Monaten, vielleicht wenigen Jahren, bis der große Knall kommt.

Mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis von Aktien, kurz KGV, wird der Preis des Anteils an einem börsennotierten Unternehmen in Relation zu dem damit erzielten Gewinn gesetzt. Je höher die Zahl, desto mehr sind Anleger bereit, an eine langfristig positive Entwicklung der jeweiligen Firma zu glauben.

Im Falle des speziellen Shiller-KGVs handelt es sich um konjunkturzyklen- und inflationsbereinigte Zahlen, welche relativ genau wiedergeben, was sich an den Märkten abspielt. Durchschnittlich liegt es bei 14,6 Punkten. Somit zeigt der aktuelle Wert von über 33 schon auf den ersten Blick, was hier läuft.

Vor den Krisen der Vergangenheit wurden ähnliche Höchstwerte erreicht, 2007 beispielsweise 28 Punkte, 1999 vor dem Platzen der Dotcom-Blase sogar stattliche 44,2. Ein Vierteljahr später war die Luftblase damals Geschichte, mit schwerwiegenden Folgen für Wirtschaft und Finanzmärkte.

Dass wir uns derzeit wieder in einer solchen Blasenentwicklung befinden, dürfte selbst Unbedarften klar sein. Allein schon der unglaubliche Anstieg des Dow Jones, der binnen 1,5 Jahren von 17.500 auf inzwischen weit über 25.000 Punkte zulegte, sollte von klugen Anlegern als klares Warnzeichen verstanden werden.

Der Deutsche Aktien Index DAX hat zwar keine derartigen Rekorde aufs Parkett gelegt, bewegt sich jedoch ebenfalls in bislang ungekannten Höhen. Diese extrem steile Entwicklung der Aktienmärkte hat jedenfalls nichts mit einem realen Wirtschaftsaufschwung zu tun, sondern nährte sich quasi ausschließlich aus dem billigen und durch nichts gedeckten Nullzinsgeld, was die Notenbanken in den letzten Jahren seit dem Crash 2008 in Billionenhöhe in Umlauf brachten.

Mathematisch betrachtet ist ein weiterer, langfristiger Aufwärtstrend allerdings unmöglich. Der Grund dafür liegt im System: Unser Geld entsteht sprichwörtlich aus dünner Luft und ist stets der Gegenpart von Kredit. Trotz aktueller Minimalzinsen, die bei dieser Geldschöpfung nicht mit entstehen, kann dieses Schneeballsystem daher nicht ewig funktionieren.

Die zugehörigen Schuldenberge von Staaten und Unternehmen explodierten besonders in den vergangenen Jahren und es bedarf jetzt bloß noch eines minimalen Zinsanstiegs, um die großen Schuldner in die Zahlungsunfähigkeit zu treiben.

Kippt hier nur ein einziger wichtiger Dominostein, ist es aus und das gesamte Konstrukt bricht mit lautem Getöse in sich zusammen. Wann das geschieht, weiß niemand. Doch sobald das Spiel beginnt, ist es zu spät, um noch ungeschoren davonzukommen.

Wer bis dahin seine monetären Schäfchen nicht ins Trockene brachte, darf zusehen, wie sie auf der Schlachtbank am Fließband hingerichtet werden. Die weiteren verheerenden Folgen dieses historisch größten Crashs aller Zeiten, kann sich derzeit wahrscheinlich kaum jemand vorstellen, sie werden jedoch jeden Bereich unseres Lebens betreffen und massiv beeinträchtigen.

Seit Jahren warnen viele aufmerksame und kritische Menschen vor diesem Ungemach. Viele hatten schon wesentlich früher mit dem Zusammenbruch gerechnet und sind erstaunt, wie lange das kranke System trotzdem am Leben blieb. Die Frage, ob es einige weitere Jahre lang hält oder lediglich ein paar Monate, vielleicht sogar bloß Wochen, ist kaum zu beantworten.

Einmal aber ist ganz sicher Schluss. Wodurch, wann und wie dieses Ende ausgelöst wird, ist offen. Sobald es jedoch für die Masse völlig unerwartet beginnt, kann niemand mehr die Kettenreaktion stoppen oder sein im Geldsystem geparktes Vermögen retten. Das ist nur möglich, solange das System funktioniert.

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