Gelddrucker wundern sich: Weiterhin niedrige Inflation trotz Billionenflutung

geralt / Jan-Mallander / Pixabay.com / crash-news.com

Zitat von www.wiwo.de:

Bei EZB und Fed rätseln Notenbanker noch darüber, warum die Inflationsraten trotz der stabilen Konjunktur nicht schneller steigen. Unterdessen warnen Analysten bereits vor zu schnell steigenden Preisen.

[…]

Während die Notenbanker noch vor ihrem Inflationspuzzle sitzen, sehen Analysten andere Gefahren. So verweisen etwa die Kapitalmarktexperten der Deutschen Bank in ihrem Ausblick für 2018 explizit auf die Gefahr einer zu schnell steigenden Inflation.

Kommentar von crash-news.com:

Als Mario Draghi im Januar 2015 verkündete, ab März monatlich für 60 Milliarden Euro “Wertpapiere” von Geschäftsbanken zu erwerben, reagierten die Märkte euphorisch. Inzwischen hat die Europäische Zentralbank das Finanzsystem mit rund 2.000 Milliarden zusätzlichen, durch keinerlei Gegenwert gedeckten Euros geflutet, doch die erhoffte Inflation blieb trotzdem aus – angeblich.

Die vermeintliche Euphorie an den Finanzmärkten nach Draghis damaliger Ankündigung war nicht etwa ein echter Wirtschaftsaufschwung oder ein Schwenk in Richtung guter Laune und hervorragender Zukunftsaussichten, sondern im Wesentlichen das schlichte Einpreisen der hiermit einhergehenden Geldentwertung im Voraus.

Ab Januar 2018 nun sollen die Frankfurter Druckerpressen bloß noch mit halber Geschwindigkeit laufen und die Geldflutung auf lächerliche 30 Milliarden pro Monat reduziert werden. Banken und Unternehmen, die in den vergangenen gut zwei Jahren durch die EZB stets einen verlässlichen Abnehmer für ihre faulen Anleihen hatten, dürften darüber wenig erfreut sein.

Diese irre Geldpolitik gehört mittlerweile längst zur Normalität, sodass die Notenbanker sich jetzt offenbar allen Ernstes fragen, warum es trotz der angeblich stabilen wirtschaftlichen Lage nicht zu einer deutlichen Erhöhung der Inflation kommt. Eigentlich könnten sie sich die Antwort selbst geben, aber dazu reichen die paar verkoksten Hirnzellen anscheinend nicht.

Von einer stabilen oder gar florierenden Wirtschaft kann beim besten Willen nicht die Rede sein. Zum einen ist der vermeintliche Aufschwung in der BRD lediglich dem zusätzlichen Konsum durch mehrere Millionen Illegaler angefacht, von der Allgemeinheit wenig nachhaltig auf Pump finanziert, und zum anderen expandieren die Märkte einzig und allein wegen der druckfrischen Milliardengelder der EZB.

Irgendwo müssen diese gigantischen Summen schließlich hin und da sie nicht bei den arbeitenden Bürgern landen – denn aus welchem Grund sollte es Lohnerhöhungen geben, wo fast keine Branche tatsächlich real wächst -, sondern fast ausnahmslos bei Großunternehmen und Banken, gehen diese damit eben an den Börsen spekulieren und jagen die dortigen Preise sinnlos in die Höhe.

Im Ergebnis scheint es, als wachse überall die Wirtschaft stark, weil DAX, Dow Jones und Co einen Rekord nach dem anderen brechen. Und solange diese Unsummen nicht in die Portemonnaies der Bevölkerung fließen, gehen die Konsumgüterpreise – zum Glück – nur sehr langsam nach oben.

Auf derlei triviale Zusammenhänge kann ein völlig abgehobener Notenbanker natürlich niemals kommen und kratzt sich deshalb verwundert seinen Kopf, warum es diese “Diskrepanz zwischen der anziehenden Konjunktur und der gedämpften Inflations- und Lohnentwicklung” gibt. Ja, wirklich sehr seltsam, Mario Draghi und Janet Yellen.

Letztere erklärte gerade erst vor Studenten, dass sie vor einem Rätsel stünde, weshalb die Inflation noch immer so niedrig sei, denn auch die private Notenbank der USA, die Federal Reserve, pumpt seit Jahren Billionen von frischen, durch nichts gedeckten Dollars in die Märkte.

Ob die Frau wohl weiß, wie unser Geldsystem grundsätzlich funktioniert? Kennt sie tatsächlich nicht den Grund, warum die Druckerpressen seit Jahren auf Hochtouren rotieren? Unser Finanzsystem ist ein sprichwörtliches Schneeballsystem. Wächst es nicht kontinuierlich durch stetige neue Kreditvergabe, bricht es unweigerlich in sich zusammen.

Exakt davor fürchten sich die Herrschaften hinter den Kulissen, denn das ist ihr einziges Instrument, um die Welt nach ihrem Willen zu lenken. Das Problem dabei: Exponentielles Wachstum ist hier auf Dauer unmöglich. Dazu kommt, dass die Wirtschaftsleistung nicht synchron mit der sich immer schneller erhöhenden Geldmenge mitwachsen kann.

Aus diesem Dilemma führen im Grunde nur drei Wege:

  1. Ein großer Krieg, der die gesättigte Wirtschaft wieder bei fast Null anfangen lässt.
  2. Ein verheerender Crash, welcher das exponentielle Geldmengenwachstum zurücksetzt.
  3. Eine künstliche stetige Erhöhung der Geldmenge unabhängig von der Realwirtschaft.

Genau Letzteres geschieht seit einigen Jahren in Form des Aufkaufs von Anleihen in Billionenhöhe. Im Vergleich zu den beiden anderen Möglichkeiten ist die auf diesem Weg erkaufte zusätzliche Lebenszeit des Geldsystems allerdings sehr eingeschränkt. Außerdem funktioniert dies nur, wenn die Aufblähung insgesamt erfolgt, also gleichermaßen als eine allgemein spürbare Inflation daherkommt.

Passiert das nicht, läuft das System Gefahr, an einseitiger Überhitzung zu kollabieren. Sobald ein wie auch immer gearteter Auslöser die inzwischen zum Bersten gefüllten Blasen an den Börsen, Anleihe- und Immobilienmärkten zum Platzen bringt, ergießt sich eine Flut an Restkapital über alle anderen Bereiche der Wirtschaft und lässt dadurch schlussendlich die Konsumgüterpreise explodieren, mit weiteren katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft.

Die Situation ist deshalb insgesamt betrachtet völlig verfahren und unrettbar, sie ist schlicht verheerend. Es droht der Verlust aller Ersparnisse aufgrund von Nullzinsen, ebenso jedoch auch durch einen jederzeitigen Börsencrash. Auf der anderen Seite winkt uns bereits die Hyperinflation zu oder es könnte uns sogar ein großer Krieg “überraschen”.

Den Notenbankern fehlen die Instrumente, um das Kind aus dem Brunnen zu holen, weil unser Geldsystem den eingebauten Fehler der zwingend notwendigen exponentiellen Expansion aufweist. Es gibt daher keine Möglichkeit, diese tickende Zeitbombe noch zu entschärfen.

Lediglich jeder Einzelne kann versuchen, seine Ersparnisse aus diesem System herauszuholen und in feuer- sowie crashfeste Werte wie Gold und Silber umzuwandeln. Der diese Welt erwartenden Katastrophe wird er sich dennoch nicht entziehen können, dazu bedarf es eines anderen Auswegs.

Unabhängig davon, ob Draghi, Yellen und all die anderen “Experten” nun wirklich verstehen, wie unser Finanzsystem funktioniert und was sie da treiben, oder ob sie uns bloß großes Theater vorspielen: Wir befinden uns ganz kurz vor dem Ende des Lebenszyklus dieses Geldsystems, welches schon bald in einem spektakulären Feuersturm zusammenbrechen wird.

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