Deutschland ohne Regierung – eine vorübergehende Chance für unser Land?

TobiasGolla / Pixabay.com

Zitat von www.rp-online.de:

Die FDP lässt die Jamaika-Sondierungen in der Nacht zu Montag überraschend platzen. Union und Grüne sagen, die Lindner-Partei habe Angst vor dem Regieren gehabt. Nun bricht für Deutschland etwas Neues an – eine Zeit der Instabilität.

[…]

Dabei seien alle davon ausgegangen, dass weiter verhandelt werde. Es seien schon 95 Prozent aller Themen zum Abschluss gekommen. Die fünf Prozent wären auch noch möglich gewesen, sagen enttäuschte Unterhändler.

Kommentar von crash-news.com:

Vor knapp sechs Jahren endete in Belgien eine 541-tägige Übergangszeit ohne gewählte Regierung. Rund eineinhalb Jahre lang wurde das Land von einer geschäftsführenden Regierung mehr oder weniger in Ruhe gelassen, weil sich die Parteien nach der Wahl nicht auf eine neue Koalition einigen konnten. Droht uns jetzt Ähnliches? Wenn ja, hat Deutschland damit einige Monate des Aufatmens geschenkt bekommen.

Wo ein Politiker nicht im Amt ist, kann er auch nur begrenzten bis gar keinen Schaden anrichten. Solange gibt es nämlich keine Fehlentscheidungen, keine Korruption, keine Lügen, keine neuen finanziellen oder andersartigen Repressalien für die Bürger und kein weiterer Verrat am eigenen Land.

Nachdem die FDP nach wochenlangen Sondierungsgesprächen nun überraschend die Reißleine zog, gibt es vorerst doch keine Jamaika-Regierung in unserer Bananenrepublik. Zwar bleiben Merkel und ihre erbärmliche Junta vorübergehend weiterhin im Amt, da diese Sesselkleberbande wohl kaum freiwillig auf ihre wichtigen Posten und Pöstchen verzichten wird, aber das laufende Selbstvernichtungsprogramm der BRD liegt gleichzeitig mehr oder weniger auf Eis.

Mit dem Satz “Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren” beendete FDP-Chef Christian Lindner den verlogenen Reigen, der unsere “bunte” Republik im Dunst einer drogendampfgetränkten Jamaika-Regierung auf der Schnellspur in Richtung Abgrund geführt hätte. Das war vermutlich die erste gute Entscheidung eines Freien Demokraten seit vielen Jahrzehnten.

Freilich hacken die anderen Krähen jetzt auf ihre gelben Kollegen mit großer Wut ein, insbesondere die grünen “Öko”-Vögel werfen der FDP Angst vor dem Regieren und Verlogenheit vor. Ausgerechnet diese kommunistischen Berufslügner, die noch wenige Stunden zuvor selbst mit billiger Taktik zu punkten versuchten, heben wieder einmal ihren Oberlehrerzeigefinger.

Dabei sind die Grünen nichts anderes als erbärmliche Heuchler, denn erst am Wochenende noch war von deren Seite großspurig die Rede davon, die Sache womöglich selbst abzublasen, da sie angeblich bis an die Schmerzgrenze gegangen seien:

“Wir haben uns an vielen Stellen bewegt, sind bis an die Schmerzgrenze gegangen” […].

Trittin betonte: “Wir werden kein Regierungsbündnis eingehen, bei dem die erste Koalitionskrise im März stattfindet, die zweite im April und die Koalition spätestens in einem Jahr am Ende ist und dann neu gewählt werden muss.”

Weil die Liberalen jetzt tatsächlich Nägel mit Köpfen machen, lassen die Altkommunisten plötzlich das große Jammern vernehmen. Anscheinend waren die eigenen Äußerungen und Drohungen nichts weiter als ein Druckmittel sowie purer Populismus, um sich selbst als die kompromissbereiten, aber hart den Wählerwillen verteidigenden Ökofaschisten zu verkaufen. Diese Rechnung ging – wie das bei solchen Lügen eben üblich ist – zum Glück nicht auf.

In der Tat waren die Beteiligten der Sondierungsrunde darum bemüht, eine gemeinsame Einigung zu finden. Natürlich ging es in Wahrheit nicht um unser Land oder gar um die Wähler, sondern die Aussichten auf zahlreiche schöne Ministerposten und die Versorgung der Heerscharen an Bücklingen und Hintenreinkriechern aus den eigenen Reihen mit vielfältigen staatlichen Versorgungspöstchen waren einfach zu verlockend.

Anders kann die Motivation auch gar nicht gewesen sein, wie sonst würde eine CSU mit den Grünen am selben Strang ziehen wollen und gemeinsam regieren können? Wenn beide Seiten auch nur einen Hauch von Rückgrat besäßen und authentisch ihre Programme verträten, wäre es nicht einmal zu einem ersten Händeschütteln, geschweige denn zu wochenlangen Sitzungen gekommen.

Dieser geplatzte schwarz-gelb-grüne Ringelreigen demonstriert sehr schön, wie es um die politische Kultur in unserem Lande steht. Niemanden dort “oben” interessiert der Volkeswille, jedenfalls nicht mehr ab genau dem Moment, sobald die Wahllokale schließen. Danach beginnt das Geschachere und vier Jahre lang sind diesen “Volksvertretern” die Bürger völlig schnuppe.

Was wird nun passieren? Kommen tatsächlich Neuwahlen? Oder wird die SPD plötzlich wieder umfallen, weil sie erneut Machtluft gewittert hat? Der freundliche Herr Schulz könnte damit womöglich sogar seinen Rauswurf als Parteichef noch abwenden und “dem Land viel Kosten und Wirren ersparen”.

Vielleicht hören wir schon bald solche oder ähnliche Töne, denn sind wir ganz ehrlich: So ein schöner Sessel in einem Ministerium, ein fetter Dienstwagen mit Chauffeur, finanzielle Sicherheit für sich und all seine Parteifreunde sowie die Möglichkeit, bereits im Amt alle Verbindungen soweit vorzubereiten, dass nach dem späteren Abgang ein eleganter Umstieg in die freie Wirtschaft gelingt, wie beispielsweise bei Genosse Schröder, hat natürlich was für sich.

Wenn hierfür weitere vier Jahre Merkel und ihr “wir schaffen das” in Kauf genommen werden müssen, dann ist das eben so. Sie es drum. Was ist schon das bisschen Verrat am eigenen Wähler gegenüber diesen tollen Aussichten? Eben.

Aber warten wir es ab, wie es nun weitergeht. Die selbsternannten Mächtigen werden sicherlich alles dafür tun, um irgendwie ihre Macht zu erhalten und uns ihre sämtlichen Entscheidungen als alternativlos zu verkaufen.

Wir Deutschen haben zumindest etwas Zeit gewonnen, denn sollte es wirklich Neuwahlen geben, vergehen bis dahin einige Monate und auch alle anderen Optionen kosten wochenlange Verzögerungen, bis die Mischpoke im Amt ihren Kriegszug gegen Deutschland wieder fortsetzen kann.

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