Laden Sie noch oder stehen Sie schon? Von „grüner“ Ideologie und Elektroschrott

Jörg Brinckheger / pixelio.de

Zitat von www.n-tv.de:

Was im Süden die herbstlichen, tropischen Wirbelstürme mit der US-amerikanischen Stromversorgung anrichten, erledigen im Norden die winterlichen Blizzards. Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Die Stromversorgung bricht zusammen, Elektroautos bleiben stehen – auch aus physikalischen Gründen.

[…]

Aber noch eine Illusion im Hinblick auf die segensreiche Wirkung der Elektromobilität wurde im Herbst zerstört: dass sie ohne schädliche Nebenwirkung beliebig ausdehnbar sei. Was Makroökonomen von Anfang an beigebracht wird, ist das Paradoxon, dass wenn einer ein E-Auto fährt, das kein Problem darstellt. Sobald aber viele das Gleiche tun, erwachsen daraus neue Probleme.

Kommentar von crash-news.com:

Mit Hilfe der Affäre um die Abgasmanipulationen sowie Dieselfahrverboten aufgrund angeblicher Feinstaubbelastungen soll der aktuell schwer angesagten, aber faktisch unverkäuflichen Elektromobilität gewaltsam der Weg gebahnt werden. Während sich früher der technische Fortschritt von sich aus in der Welt verbreitete, wird er heutzutage mittels ideologischem Zwang durchgesetzt, mit verheerenden Folgen.

Vor etwa 170 Jahren sorgten sich einige New Yorker Lineardenker um die Zukunft der Mobilität in ihrer Stadt. Sie fürchteten künftig meterhohen Pferdemist auf den Straßen, sollte sich der Verkehr genauso weiter entwickeln wie es zu jener Zeit geschah. Doch es kam anders, das Automobil wurde erfunden und das Problem löste sich ganz von allein.

Wie wäre diese Geschichte wohl ausgegangen, hätten in der damaligen US-Metropole heutige Ökofaschisten, Merkelianer oder Eurokraten das Sagen gehabt? Der Rat dieser selbsternannten Weltretter und ihren „Experten“ dürfte vermutlich gewesen sein, schnellstmöglich Gesetze zu erlassen, um Pferde in New York zu verbieten und die Einführung von Sänften, getragen von Sklaven, vorzuschreiben bzw. deren Anschaffung mit Subventionen zu fördern.

Dass New York und die Welt diese Herausforderung zu jener Zeit überhaupt überleben konnten ohne die „Hilfe“ unserer „modernen“, dekadenten und vorschriftsbesessenen Bessermenschen, grenzt sicherlich an ein Wunder. Wirklich? Nun, wohl kaum, genau umgekehrt wird ein Schuh daraus: Nur deswegen, weil es damals keinen Ökofaschismus, keinen Kommunismus und keine CO2-Sekte gab, konnte sich eine neue Technologie von selbst durchsetzen und enormen Fortschritt bringen.

Im Jahr 2017 wollen die selbsternannten Retter des Planeten selbstverständlich nichts mehr dem Zufall oder gar dem freien Markt überlassen. Schließlich herrscht heute der real existierende Sozialismus mitsamt Planwirtschaft und allein die zugehörigen „Experten“ sind in der Lage und dazu berechtigt, zu entscheiden, was gut ist für die Menschheit und was nicht.

Eine ihrer überaus weisen – weil angeblich besonders „nachhaltigen“ – Entscheidungen ist die zügige Zwangsumstellung des Lkw- und Pkw-Verkehrs von Verbrennungsmotoren auf Elektroantrieb. Im Prinzip eine tolle Sache, aber wie immer in sozialistischen Systemen leider nicht ansatzweise bis zu Ende gedacht, wie schon ein einfaches, ganz aktuelles Beispiel beweist:

Vor und nach den jüngsten Wirbelstürmen in der Karibik zeigte sich, wie „überlegen“ Elektroautos in derartigen Situationen sind: Wer beispielsweise in Florida versuchte, vom Südzipfel hinauf in den Nachbarstaat Georgia zu fliehen, hatte dafür nur dann eine Chance, wenn er sich mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf den Weg machte, am besten mit genügend Ersatzkanistern im Gepäck.

Fahrer von Stromern hatten hingegen verloren. Die 600 bis 1.000 Kilometer Entfernung hätten sie bloß mit mehreren Ladestopps geschafft, aber zum einen wären die wenigen vorhandenen Ladestationen völlig überlaufen gewesen und zum anderen machen die Hurrikane während des stundenlangen Aufladens leider keine Pause, sondern nehmen auf ihrer zerstörerischen Route die Batterieautos kurzerhand mit und formen sie um zu Elektroschrott.

Doch selbst dieses Szenario wäre lediglich unter theoretischen Bedingungen denkbar, denn bereits kurz nachdem die ersten starken Winde die Halbinsel erreichten, fiel dort großflächig der Strom aus. Diese Ausfälle bestehen sogar Wochen nach „Irma“, „Harvey“ und Co noch, da in einigen Regionen die Zerstörung einfach zu groß ist. E-Autos aufladen aus der Steckdose? Nach einem Wirbelsturm Fehlanzeige.

Einmal davon abgesehen ist selbst bei ständig vorhandener Stromversorgung der Wirkungsgrad einfach nur lächerlich: Strom wird heute größtenteils durch Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke erzeugt, über lange, verlustreiche Leitungen transportiert und dann wiederum verlustbehaftet in den Auto-Akkus gespeichert.

Die Ökojünger behaupten hier verbissen, das sei allerhöchstens ein temporäres Problem, bis die Stromerzeugung weltweit auf „grün“ umgestellt wäre. Leider kommen diese linken Träume von denselben „Experten“ wie zuvor, die natürlich nicht bedacht haben, dass nachts, wenn die meisten Leute ihre Stromer aufladen wollen, keine Sonne scheint.

Gesetzt den Fall, das Laden bei Nacht würde einfach verboten – in Zeiten des allgemeinen Ökofaschismus überhaupt kein Thema -, das Problem bliebe bestehen, wenngleich aus einem ganz anderen Grund: Um die Stromproduktion bis 2040 weltweit größtenteils auf Photovoltaik umzustellen, müssten Solarmodule mit einer Leistung von rund 7.000 Gigawatt hergestellt und installiert werden.

Für die Produktion von Photovoltaikmodulen werden jedoch große Mengen an Silber benötigt, umgerechnet für diese Leistung etwa zwei Millionen Tonnen. Die jährliche weltweite Produktion des Edelmetalls liegt allerdings bei bescheidenen 26.000 Tonnen. Woher die bis dahin zusätzlich benötigten 65.000 Tonnen Silber pro Jahr kommen sollen, wissen die „Experten“ freilich nicht.

Vielleicht kann das erforderliche Edelmetall ja auf dem Mars gefördert und mittels Elektroraketen zu uns gebracht werden? Aber Spaß beiseite, selbst falls das Silber irgendwie vom Himmel fiele und woher auch immer genügend Strom für die Elektroautos käme, die nächsten Engpässe warten an anderer Stelle.

Zur Herstellung der nur wenige Jahre haltbaren und extrem teuren Akkus wird neben Lithium auch Kobalt benötigt. So würde allein VW für den Einstieg in die größere Batterieproduktion die gesamte Weltjahresproduktion des Elements benötigen. Was das mit den Preisen dieses Rohstoffs anstellt, dürfte klar sein.

Schon jetzt weist die Preisentwicklung bei Lithium steil nach oben. Selbst dieses etwas besser verfügbare Alkalimetall hat seinen Preis allein in den vergangenen beiden Jahren verdreifacht. Ähnliches gilt für Kobalt: Binnen des letzten Jahres stieg dessen Preis auf das Doppelte an.

Nehmen wir zur weiteren Veranschaulichung nun einfach einmal an, diese massiven Engpässe und die daraus resultierenden Preisexplosionen bei Autoakkus sowie die mit der Förderung der Rohstoffe verbundenen enormen Umweltverschmutzungen wären nicht existent. Wäre die Ökokuh wenigstens in diesem theoretischen Modell damit endlich vom Eis?

Mitnichten. Während bereits heute die monetäre Rentabilität des Stromtankens gegenüber Benzin und Diesel pro gefahrenem Kilometer knapp an der Grenze liegt, unabhängig von den wesentlich höheren Anschaffungskosten für Elektroautos, wird sich das in Zukunft drastisch zu Ungunsten der Stromer verschieben.

Fast 40 Milliarden Euro Steuern nimmt der Fiskus nämlich jährlich an Mineralöl- bzw. Energiesteuern aus dem Verkauf von Treibstoffen ein. Sollten jedoch schon in wenigen Jahren Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren verboten sein, wären gigantische Steuerausfälle vorprogrammiert.

Auf diese kann der kommunistische deutsche Staat natürlich nicht verzichten, daher wird er sich das Geld künftig von den Elektroautofahrern holen. Zur Kompensation müsste, umgerechnet auf den Wirkungsgrad, die Steuer auf Ladestrom bei mindestens 16 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Um mit einem Elektroauto dieselbe Strecke zurückzulegen wie mit einem Auto mit Verbrennungsmotor, muss der ökologisch korrekte Autofahrer deshalb wesentlich tiefer in die Tasche greifen als der luftverpestende, altmodische Benzin- oder Dieselfahrer.

Aktuell kostet die Reichweite von 60 Litern Benzin in herkömmlichen Fahrzeugen ca. 78 Euro. Dieselbe Entfernung schlägt beim E-Auto unbesteuert mit etwa 72 Euro zu Buche – selbstverständlich inklusive einiger Zwangsladepausen, da es so große Batterien bisher gar nicht gibt. Mit äquivalent umgerechneter „E-Mineralölsteuer“ kostet diese Entfernung jedoch plötzlich ganze 111 Euro. Das böse und teure Erwachen bei den Stromern kommt also erst dann, wenn unser Land zwangsumgestellt wurde.

All das zeigt, dass diese „grüne“ Ideologie bloß mit enormen Anstrengungen hinsichtlich Propaganda und natürlich Zwang und Gewalt durchgesetzt werden kann, da kein vernünftiger Mensch freiwillig auf eine derartig unausgereifte und offenkundig unwirtschaftliche sowie umweltschädliche bzw. überhaupt unmögliche Technologie umsteigen würde. Das freilich hindert echte Ökofaschisten nicht daran, weiter munter und fröhlich an ihrem linksgrünen Utopia auf Kosten der Allgemeinheit zu basteln.

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2 Kommentare

  1. Eines haben Sie nicht erwähnt, die Infrastruktur bezüglich der Leitungen sind dafür nicht geeignet, wenn in einer 2000 Einwohner (600 bis 800 Fahrzeugen) Ortschaft JEDER sein Elektroauto laden will, wäre es nicht möglich.

  2. Hervorragender Artikel!

    Würde man dieses Thema nicht mit einer solchen Vehemenz und Verbissenheit durchsetzen wollen und wäre es nicht zudem auch noch ernst und traurig genug, könnte man fast darüber ins Schmunzeln geraten.

    Ansonsten glaube auch ich eher daran, daß sich der technische Fortschritt von sich aus in der Welt verbreitet. 

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