Schäubles Crash-Warnung: Schulden- und Liquiditätsspiralen großes Risiko für Weltwirtschaft

fototv / Pixabay.com

Zitat von www.faz.net:

In der Finanzkrise war Wolfgang Schäuble mit seinem harten Sparkurs für viele ein Feindbild. Nun hat er seinen letzten Auftritt unter den europäischen Finanzministern – und geht mit einer eindringlichen Warnung.

[…]

Im Interview warnte Schäuble, dass globale Schulden- und Liquiditätsspiralen ein großes Risiko für die Weltwirtschaft darstellten. Es gebe die Gefahr „neuer Blasen“, ausgelöst durch die Billionen, die Zentralbanken seit der Finanzkrise in die Märkte pumpen.

Kommentar von crash-news.com:

Kurz vor seinem Abschied aus der Bundesregierung äußerte sich Wolfgang Schäuble seltsam offen und ehrlich bezüglich der aktuellen Lage des globalen Finanzsystems: Gigantische Blasen bedrohten die Weltwirtschaft, weil die Zentralbanken seit Jahren die Märkte mit Billionen fluten. Mit seiner Warnung steht er nicht allein, auch ein EZB-Ratsmitglied sieht eine neue Krise herannahen.

Obwohl gerade die Rede ist von Schäubles Abschied, besteht leider keinerlei Grund zum Jubeln, denn der Mann, der gelegentlich 100.000 D-Mark in der Schublade vergisst und trotzdem Finanzminister wurde, tritt zwar von seinem bisherigen Posten ab, wird aber wahrscheinlich weiterhin auf dem politischen Parkett anwesend sein, nämlich als Bundestagspräsident.

Dieser Wechsel motiviert und befähigt den Greis allerdings offensichtlich zu deutlichen Worten, die wir sonst nicht von ihm gewohnt sind. Zwar weiß jeder einigermaßen klar denkende Bürger schon lange, wie es um die Gesundheit des weltweiten Finanzsystems bestellt ist worin dessen elementarer Fehler besteht, doch von Seiten der Politik bekommen wir diesbezüglich nur äußerst selten die Wahrheit zu hören.

Nichtsdestotrotz stellen Schäubles Äußerungen im Wesentlichen Heuchelei dar, denn wenn nicht er, in seiner langjährigen Position als Finanzminister des „reichsten“ EU- und Euro-Landes, wer sonst hätte überhaupt Möglichkeiten gehabt, dem zerstörerischen Treiben der EZB einen Riegel vorzuschieben oder es zumindest in der Öffentlichkeit anzuprangern. Eine Krähe hackt jedoch bekanntlich einer anderen kein Auge aus und daher schwieg er.

Etwas anders scheint das der niederländische Notenbank-Gouverneur Klaas Knot in seiner weiteren Funktion als Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank zu handhaben:

„Im Moment scheinen die Märkte widerstandsfähig zu sein, aber das niedrige Niveau an Volatilität und die Überbewertung bei einer Reihe von Investments machen mich nervös“, sagte Knot. Das Bild ähnele der Zeit vor der Finanzkrise. Was genau eine Marktkorrektur auslösen könnte, ließ es aber offen.

Crash-Warnungen gab es in den vergangenen Jahren durchaus häufig und gelegentlich auch aus berufenem Munde. Meist allerdings trauen sich die Größen der Politik nicht während ihres Mandats, in dieser Richtung etwas zu äußern, da sie die Reaktionen der Märkte fürchten. Nichts wäre schließlich verheerender für ihre politische Karriere als ein durch unvorsichtige Wortwahl ausgelöster Börsen-Kollaps oder Schlimmeres.

Mit oder nach dem Ausscheiden aus ihren Ämtern scheint es diesen Marionetten dann jedoch derart unter den Nägeln zu jucken und zu brennen, dass sie zumindest mit ein wenig Wahrheit herausrücken, vor allem wohl deshalb, um später sagen zu können: „Ich habe es ja gesagt und ich habe davor gewarnt“.

Schäuble und Konsorten glauben anscheinend tatsächlich, sich auf diese Weise aus der Verantwortung ihres korrupten und hochverräterischen Handelns stehlen und vor den persönlichen Konsequenzen schützen zu können. Wenn das mal kein gefährlicher Irrtum ist.

Diese Herrschaften wissen ganz genau, mit was wir es bald zu tun haben: Der größte Finanzcrash aller Zeiten steht vor der Türe und niemand kann ihn langfristig mehr abwenden. Lediglich etwas Zeit konnte bisher mit diversen Aktionen noch herausgeschunden werden, aber eines Tages sind auch diese Möglichkeiten erschöpft.

Im Gegensatz zu den jüngsten Hurrikanen im Atlantik, die allesamt etliche Tage im Voraus angekündigt und deren Routen relativ genau vorherberechnet wurden, gibt es derlei lange Vorwarnzeit für den weltweiten Geldsystemkollaps nicht.

Der Crash wird quasi über Nacht geschehen. Die Banken bleiben daraufhin vom Folgetag an auf unabsehbare Zeit geschlossen, die Börsen genauso und die Finanzminister der Industriestaaten werden sich umgehend in tagelangen Krisensitzungen zusammenfinden, um Blut und Wasser zu schwitzen.

Was wir 2008 und danach erlebten, wird dann schon nach wenigen Tagen um Dimensionen übertroffen. Während sich nach und nach überall Chaos breit macht, erkennen die Menschen ebenfalls allmählich den Ernst der Lage und sehen ihre Lebensersparnisse bedroht. In Wahrheit – und das begreifen die Sparer wohl erst später – sind die Gelder zu diesem Zeitpunkt längst unrettbar verloren.

Wer sein Vermögen in Lebens- und Rentenversicherungen, Spar- und Tagesgeldkonten, Aktien und sonstigen Papierinvestments angelegt hat, sollte sich prinzipiell bereits heute davon verabschieden, denn sobald die Banken erst einmal zu sind, bleibt der Zugriff auf all diese Anlagen verwehrt. Ein Notausstieg ist nicht mehr möglich.

Aufgrund der mit dem Crash einhergehenden Massenpleiten der Geldinstitute werden die Geldhäuser jedoch überhaupt nicht mehr öffnen. Das gesamte rein elektronisch existente Kapital ist somit vernichtet. Nur derjenige, der hier und heute sein Geld aus diesem System herausholt und „feuersicher“ bzw. crashsicher umwandelt, etwa in physische Edelmetalle, kann einigermaßen ungeschoren davonkommen.

Davon freilich sprechen weder Schäuble noch Knot oder andere Vertreter in Politik und Finanzwelt, obwohl sie den wirklichen Zustand des Finanzsystems offenkundig so gut kennen, dass sie sich schon jetzt mittels ihrer vorsichtigen Warnungen wenigstens selbst aus der Verantwortung und Schussline zu stehlen versuchen.

Der Kluge wird deshalb weder Politikern noch seiner Bank vertrauen und schnellstmöglich handeln. Wer hingegen glaubt, alles nähme weiterhin seinen linearen Lauf, dem sei gesagt: Du warst mehrfach und sogar von höchsten Stellen gewarnt!

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on VKEmail this to someonePrint this page

Das könnte Sie auch interessieren:

USA bekennen Farbe: Luftangriff auf Syrien gefordert Das ist neu: Die konkrete Forderung von Luftangriffen gegen Syrien seitens der USA läutet eine weite...
Satiriker im Europaparlament: Günstiger für Steuerzahler als „echte“... Bei der Wahl für das unsinnigste und überflüssigste Parlament auf europäischem Boden im Mai 2014 kon...
Geldflut bahnt sich ihren Weg: Ölpreis nimmt neuen Anlauf nach oben Obwohl der Ölverbrauch weltweit nach seiner Erholung im Anschluss an die Krise 2008 zunächst wieder ...
Aufstand gegen Bankenunion: „Marode Banken müssen pleitegehen“ Was ist geschehen, warum formiert sich plötzlich immer größerer Widerstand gegen die Hochverräter in...

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*