Nach Hurrikan “Maria”: Puerto Rico großteils ohne Strom und fließendes Wasser

WikiImages / Pixabay.com

Zitat von www.spiegel.de:

Eine Woche ist es her, dass Hurrikan “Maria” auf Puerto Rico traf. Noch immer ist fast die komplette Insel ohne Strom, es mangelt an Wasser und Nahrung. Die Lage in den Krankenhäusern ist dramatisch.

[…]

Am Mittwoch sagte Rosselló nun, noch immer hätten 97 Prozent der Inselbewohner keinen Strom. Die Hälfte aller Einwohner habe zudem kein fließendes Wasser. Wer Benzin, Nahrungsmittel oder Bargeld brauche, müsse dafür stundenlang anstehen. Tankstellen und Supermärkte würden ihre Waren rationieren, bei den Banken werde das Bargeld knapp.

Kommentar von crash-news.com:

Vor einer Woche wurde die Karibikinsel Puerto Rico großteils durch den Hurrikan”Maria” verwüstet. Neben 16 Toten und vielen Verletzten gibt es fast nirgendwo mehr Strom, die Wasserversorgung ist stark beeinträchtigt, das Rundfunk-, Telekommunikations- und Mobilfunknetz zum großen Teil ausgefallen und die Versorgung mit Bargeld, Lebensmitteln und Treibstoff massiv eingeschränkt.

Die 3,4 Millionen Einwohner des US-Außengebietes hat der Sturm schwer getroffen. Schon zuvor stand es um die Insel wirtschaftlich betrachtet nicht sonderlich rosig. Wegen gigantischer Schulden drohte Puerto Rico wiederholt, in die Pleite zu stürzen. Die jetzigen Milliardenschäden könnten dem Freistaat nun den endgültigen Kollaps bringen.

Auch befand sich das Stromnetz bereits vor seiner Zerstörung in sehr schlechtem Zustand, was jetzt zusammen mit der Finanzsituation fatale Folgen hat. In einigen Teilen der Insel wird mit der Wiederherstellung der Stromversorgung erst in frühestens vier bis sechs Monaten gerechnet.

Wir hier in der deutschen Bananenrepublik können uns das Ausmaß der Katastrophe wohl kaum annähernd vorstellen. Zwar haben hunderttausende Deutsche ebenfalls schlimme Erfahrungen, etwa mit Hochwasser, hinter sich, aber die betroffenen Menschen konnten sich dabei zumindest, ohne gleich eine halbe Weltreise unternehmen zu müssen, irgendwie aus den Katastrophengebieten in sichere Gefilde zurückziehen.

Zudem gestaltete sich der Wiederaufbau hierzulande relativ einfach, da im restlichen Bundesgebiet die Infrastruktur normal verfügbar war. Auf Puerto Rico allerdings gibt es solche Gebiete derzeit nahezu gar nicht mehr.

Praktisch alle Bürger dort sind persönlich betroffen und stehen jetzt nicht nur allein vor der Aufgabe, ihr halb oder gänzlich zerstörtes Haus wieder aufzubauen, sondern viele haben bereits größte Schwierigkeiten, sich überhaupt mit dem Nötigsten zu versorgen. Ohne Geld und Sprit ist es fast unmöglich, in den ohnehin unter Rationierung betriebenen Supermärkten einzukaufen und ohne Strom wird selbst die einfachste Reparaturaufgabe zur echten Herausforderung.

Wenigstens herrscht vor Ort warmes Tropenklima, weshalb die Themen Winter und Heizung kaum eine Rolle spielen. Durch die sehr gebirgige Oberfläche und das tropische Klima ist zumindest in guten Teilen der Insel für die meisten Menschen irgendwo in der Nähe immer frisches Wasser zu finden. Allerdings kann dieses aufgrund der aktuellen Verschmutzung wohl vorerst eher nicht pur verwendet werden.

Nur die wenigsten Einwohner dürften über entsprechende Filtermöglichkeiten verfügen und ohne Strom ist das notwendige Abkochen gleich nochmals schwieriger, wenn nicht gar unmöglich. Was die Abwassersituation anbetrifft sieht es hier freilich nicht viel anders aus und die zugehörigen Umstände mag sich unsereins besser nicht näher ausmalen.

Können Sie sich vorstellen, einen Stromausfall mitzumachen, der 24 Stunden dauert? Selbst ohne Zerstörung der eigenen Wohnung wäre das für viele Angehörige der heutigen iPhone-Luxus-Dekadenz-Gesellschaft ein absolut unerträgliches Erlebnis – abgesehen vom unerhörten Einzug der AfD in den Bundestag natürlich.

Wir reden hier jedoch nicht von einem eintägigen Stromausfall. Bereits seit sieben Tagen müssen gut drei Millionen Puerto Ricaner ohne Elektrizität auskommen und die meisten werden dieses neue Lebensgefühl noch etliche Monate zu erdulden haben.

An dieser Katastrophe zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es ist, dass jeder für sich selbst bzw. für seine Familie unbedingt in gewissem Umfang vorsorgen sollte. Zwar müssen wir hierzulande zum Glück nicht mit Hurrikanen rechnen, aber es gibt genügend andere Szenarien, die unserer hochtechnisierten “just-in-time”-Gesellschaft das Genick brechen können.

Die sogenannte Energiewende beispielsweise ist eine gefährliche tickende Zeitbombe, mit der wir es bei uns anstatt solcher heftigen Wirbelstürme zu tun haben. Sollte der Zappelstrom eines Tages die Netzbetreiber endgültig überfordern, könnte auch uns ein tage- oder sogar wochenlanger Stromausfall beglücken.

Zwar sind unsere Krankenhäuser, Rechenzentren, Telekommunikationssysteme und anderes größtenteils mit Notstromversorgungen ausgestattet, aber bei leerem Tank bzw. Akku ist dann dort ebenfalls schnell Ende Gelände, weil der Nachschub nicht herangekarrt werden kann, da die allermeisten Tankstellen und Raffinerien ohne Strom gleichfalls keinen Mucks mehr machen.

Niemand von uns mag sich gerne ein solches Szenario konkret ausmalen, und es ist natürlich schwer vorstellbar, da es so etwas noch nie gab, doch ausgeschlossen ist es leider ganz und gar nicht. Sowohl der stetig steigende “Ökostrom”-Anteil als auch ein theoretisch denkbarer Elektromagnetischer Impuls, verursacht durch einen massiven Sonnenwind oder eine von verrückten islamischen Staaten verübte Nuklearexplosion, kommen dafür als Auslöser in Frage.

Darüber hinaus wird gleichermaßen der unausweichliche Finanzcrash ähnliche und ebenfalls sehr ungemütliche Folgen für unser heutiges Leben haben. Im Gegensatz zu einem Hurrikan, der sich etliche Tage lang vorher ankündigt und dessen Route einigermaßen vorhergesagt werden kann, kommt der Kollaps der Finanzmärkte und Börsen höchstwahrscheinlich absolut überraschend und blitzschnell.

Wer auf solcherlei oder ähnliche Katastrophen nicht vorbereitet ist, also weder Wasser vorrätig hat oder filtern kann noch für längere Zeit Lebensmittel eingelagert hat und nicht über die zugehörigen Zubereitungsmöglichkeiten ohne Strom verfügt, hat im Fall der Fälle ganz schnell ein existenzielles Problem.

Sich hier auf den Staat zu verlassen, der uns im Berufsalltag eine vermeintliche Allgegenwärtigkeit und Allmacht vorgaukelt, weil seine Finanz- und Verwaltungsbehörden uns lückenlos überwachen und unaufhörlich gängeln, hat bereits von Anfang an verloren. Auf diese sich im Wesentlichen allein um sich selbst drehenden Institutionen ist alles, bloß kein Verlass im Ernst- und Krisenfall.

Sollten Sie noch immer der Auffassung sein, so etwas wie in Puerto Rico kann hier bei uns ja gar nicht passieren oder Ähnliches wird schon niemals geschehen, dann schauen Sie besser nochmal genau hin, was in der Karibik geschah und überlegen danach ein zweites Mal. Sie stehen, insbesondere als Familienvater, Mutter, Eltern oder Großeltern in der Pflicht, für Ihre Familienangehörigen vorzusorgen, und zwar bevor eine Katastrophe eintritt.

Auf Jedes und Alles kann natürlich niemand eingerichtet sein, aber kluge Menschen sollten zumindest derart vorsorgen, dass sie ein paar Wochen ohne fremde Hilfe grundsätzlich überleben können. Nahrungsmittel, Wasser, Bargeld, Heizung, Verteidigung sind nur einige Stichworte zum Thema Krisenvorsorge. Handeln Sie lieber heute als morgen. Und vergessen Sie dabei nicht das Wichtigste.

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