Immobilienblase bläht sich immer weiter auf – stark steigende Crash-Gefahr

Heike Hering / pixelio.de

Zitat von www.sueddeutsche.de:

Auch im ersten Halbjahr haben die Verkaufssummen für Immobilien neue Rekordwerte erreicht. Die Mieten und Preise steigen vielerorts weiter. Dennoch sprechen viele Gründe dagegen, dass plötzlich eine Blase platzen wird.

[…]

Aus Jahresmieten, Einkünften und der Bautätigkeit ermitteln die Experten, ob die Gefahr einer spekulativen Übertreibung steigt oder fällt. Und, keine Überraschung: Die Gefahr ist im ersten Halbjahr wieder gestiegen.

Kommentar von crash-news.com:

Erneut brachte der Immobilienmarkt im ersten Halbjahr von 2017 einen Umsatzrekord. Niedrige Zinsen, rotierende Druckerpressen der Zentralbank, ungebremste Massenzuwanderung und eine vermeintlich wachsende Wirtschaft treiben die Preise von Häusern und Mieten von Wohnungen in immer schwindelerregendere Höhen. Vor zehn Jahren kollabierte der US-Immobilienmarkt und löste die letzte Krise aus. Kommt das bald wieder?

Selbst sogenannte „Experten“ erkennen die Gefahr, welche von der aktuellen, zweifellos nicht nachhaltigen Expansion im Immobiliensektor ausgeht. Obwohl hierzulande Wohnraum knapp und in Ballungszentren für den Durchschnittsbürger mittlerweile quasi unbezahlbar wurde, ist das zugehörige Wachstum alles andere als gesund.

Der Kommentator der Systempresse allerdings erwartet aus folgenden Gründen trotzdem keine bald platzende Blase wie 2007 in den USA oder später in Spanien:

  1. Die starke deutsche Wirtschaft schaffe insbesondere in den Metropolen Arbeitsplätze. Also muss dort auch gebaut werden, egal zu welchen Preisen.
  2. Das niedrige Zinsniveau treibe den Bau-Boom weiter – solange die Zinsen nicht stiegen.
  3. In Deutschland sei die Kreditvergabe konservativ, Käufer würden nicht wie in Amerika oder Großbritannien gänzlich ohne Eigenkapital bauen.
  4. Der deutsche Immobilienmarkt sei regional sehr inhomogen, bestünde aus einem hohen Anteil von Mietern und stelle deshalb ein stabiles Gebilde dar.

Na dann ist ja alles bestens, oder? Aber schauen wir uns die Punkte einmal der Reihe nach an. Wie „stark“ ist die hiesige Wirtschaft denn tatsächlich? Angesichts von inzwischen zwei Billionen durch nichts gedecktes, von der EZB frisch in die Märkte gepumptes Geld ist es mathematisch logisch, dass die Börsenkurse der Konzerne immer weiter steigen und einen vermeintlich starken, gesunden Eindruck erwecken.

Mit echtem Wachstum und dem Modewort Nachhaltigkeit hat das jedoch rein gar nichts zu tun. Die steigenden Aktienpreise resultieren schlicht und ergreifend aus der stetig weiter verwässerten Einheitswährung, denn irgendwo muss das Geld schließlich hinfließen.

Darüber hinaus läuft unser Export, also der große Einkauf des Auslands, speziell aus der Eurozone, auf Pump. Der TARGET2-Saldo steht nicht umsonst bei 860 Milliarden Euro und zeugt nicht gerade von zahlungsfreudigen oder -fähigen Kunden.

Durch den eskalierenden Diesel-Abgasskandal steht zudem die mit Abstand größte Branche und der wichtigste Stützpfeiler der deutschen Wirtschaft auf der Kippe. Was hier noch droht, ist kaum absehbar und könnte der ach so tollen Made-in-Germany-Ökonomie mittelfristig schwersten Schaden zufügen, auch und ganz besonders durch das inkompetente und selbstvernichtende Verhalten unserer sogenannten Volksvertreter.

Betrachten wir nun den nächsten Punkt. Das historisch niedrige Zinsniveau ist das wesentliche Element der Immobilienblase. Hunderttausende haben sich in den letzten Jahren ein Haus gebaut oder eine Eigentumswohnung gekauft, obwohl sie sich das niemals hätten leisten können, stünden die Zinsen auf einem „normalen“ Niveau.

Bereits der kleinste Zinsanstieg droht, eine Welle an Privatinsolvenzen und sonstigen Pleiten wegen der zu Mondpreisen gekauften Immobilien auszulösen. Selbst 20-jährige Zinsfestschreibungen schützen die Schuldner nicht vor einem solchen Anstieg und den Konsequenzen, da ihre nicht selten zu 100% finanzierten Billigbaubuden dadurch sofort im Marktwert sinken und eine Nachschusspflicht auslösen würden.

Die hierdurch ausgelöste Kettenreaktion – immer mehr Zwangsversteigerungen, somit kontinuierlich weiter fallende Immobilienpreise, hiernach weitere Nachschusspflichten mit noch mehr Pleiten und wiederum Zwangsversteigerungen – würde den Immobilienmarkt binnen kurzer Zeit vollständig implodieren lassen.

Im Zeitraum vor 2007 – inzwischen läuft das aber schon wieder genauso – hatten sich Millionen von Amerikanern ebenfalls diesen Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt. Dabei wussten sie selbst und auch ihre Banken, dass die Sache finanziell nicht gut ausgehen konnte, was sich dann erwartungsgemäß mit lautem, weltweit spürbarem Knall am Ende so einstellte.

Worin nun genau der Unterschied besteht zwischen heutigen deutschen und damaligen amerikanischen Häuslebauern, erklärt der Kommentator nicht. Klar, denn es gibt schließlich keinen. Gleichermaßen wie in den USA sind die meisten neuen Hütten zu 100% finanziert, womit wir auch gleich beim nächsten Punkt angekommen wären, der angeblich „konservativen Kreditvergabe“.

Praktisch jeder von uns kennt in seinem Umfeld irgendwelche Leute, die ihr „Eigenheim“ ganz ohne Eigenkapital finanzierten. Nicht selten deshalb, weil der Kreditnehmer im Staatsdienst steht als Lehrer, Polizist oder sonstiger Beamter, und damit höchstes Kreditvertrauen seitens der Banken genießt.

Doch selbst diese vermeintlich sicheren Schuldner sind nicht vor der bereits genannten Zinserhöhung bzw. anderen Effekten, die ebenso zu einer Abkühlung des Immobilienmarktes und somit fallenden Preisen führen, geschützt. Wer sich ein Haus kauft, ohne es sich eigentlich leisten zu können, ganz egal ob Staatsdiener oder nicht, stellt für seinen Kreditgeber ein nicht zu vernachlässigendes Pleiterisiko dar.

Kommen wir zum letzten Punkt, dem heterogenen deutschen Immobilienmarkt. Es mag zwar sein, dass hierzulande viele Menschen in Miete wohnen und die Finanzierung von Vermietungsobjekten aufgrund der hohen Nachfrage gesichert scheint. Allerdings bedrohen politische Maßnahmen, wie z.B. eine weit unterhalb der offiziellen Inflationsrate liegende Mietpreisbremse, deren Rentabilität.

Genauso stellen politisch motivierte Zwangsenteignungen ein enormes Risiko für den Markt dar. Wegen der immer weiter in die BRD strömenden Massen von Illegalen, die von den Behörden alle irgendwo untergebracht werden müssen, wächst die Gefahr solcher rechtlicher Gewaltmaßnahmen. Somit könnte sich Immobilienbesitz ganz plötzlich zu einer bedrohlichen und teuren Falle für die heute noch so stolzen Hausherren verwandeln.

Angesichts dessen, dass die Wirtschaftsmigranten nachweislich ein gänzlich anderes und wesentlich „kostenintensiveres“ Mieterverhalten an den Tag legen, ihre Mietzahlungen praktisch ausnahmslos auf Kosten der Allgemeinheit erfolgen und damit gigantische Steuererhöhungen und zusätzliche Abgaben – auch und besonders für Immobilieneigentümer – zur Folge haben, ist das vermeintlich sichere Gebilde in Wahrheit eine tickende Zeitbombe.

Im Grunde genommen genügt bereits die kleinste Erschütterung oder ein minimaler Nadelstich, um die deutsche, zum Bersten aufgepumpte Immobilienblase sofort zum Platzen zu bringen. Seltsamerweise lassen sich die meisten Käufer und Investoren selbst von dem wilden und inkompetenten Gefuchtel unserer Politmarionetten mit ihren langen, spitzen Speeren nicht beeindrucken, aber der brutale Lerneffekt ist ihnen dennoch bald sicher.

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2 Kommentare

  1. Wegen der immer weiter in die BRD strömenden Massen, die das Land in den Ruin treiben, ist die Immobilie irgendwann auch nichts mehr wert.
    Wer möchte denn umgeben sein von Kriminalität, Gewalt und Anarchie.
    Nach dem Motto: Rette sich wer kann = verkaufen, so lange es noch möglich ist.
    Auch wenn jetzt die deutsche Wirtschaft noch boomt. Wie lange geht das noch weiter in einem Land mit diesen Sozialbelastungen.

  2. Folgendes sagte ich schon vor einigen Jahren.
    Das „Gated Community“ voll im kommen sein wird. Damit lässt sich irgendwann wahnsinnig Geld damit verdienen. Das wird in Zukunft ein Wirtschaftszweig werden
    mit sehr starkem Pontential. Es wird einige geben die Gated Community schlecht finden aber ob gut oder schlecht, müssen dann die Entscheiden die es betrifft. Also dort wo Gated Community gebaut werden sollte.

    Fahrräder wieder vor der Tür stehen lassen können…..sein Auto nicht abschliesen müssen… usw. usw.

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