US-Handelskrieg gegen Russland: Medwedew kündigt Vergeltungsmaßnahmen an

RonPorter / Pixabay.com

Zitat von www.t-online.de:

Die neuen US-Sanktionen gegen Russland verschärfen das bereits angespannte Verhältnis der beiden Staaten. Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew spricht von einem „Handelskrieg“. Das Land behalte sich weitere Vergeltungsmaßnahmen vor, teilte das Außenministerium mit.

[…]

US-Präsident Donald Trump hatte das Gesetz über die Russland-Sanktionen mit seiner Unterschrift am Mittwoch in Kraft gesetzt. Das Gesetz enthält neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor und gegen Waffenexporteure. Es weitet damit die Strafmaßnahmen wegen der mutmaßlichen russischen Cyberinterventionen im US-Wahlkampf, der Annexion der Krim-Halbinsel im Jahr 2014 und der militärischen Intervention Russlands in Syrien aus.

Kommentar von crash-news.com:

Die Feinde Donald Trumps haben es geschafft, dem neuen US-Präsidenten endlich richtig Sand in sein Umwälzungs- und Sumpf-Austrockungsgetriebe zu schütten. Nachdem Repräsentantenhaus und Senat jeweils mit überwältigender Mehrheit für die Sanktionen gegen Russland stimmten, blieb Trump keine andere Wahl, als diese Quasi-Kriegserklärung zu unterzeichnen. Wird die Lage nun weiter eskalieren?

Monatelange Propagandalügen, die Russen hätten die Wahl in den USA manipuliert und Donald Trump würde angeblich mit dem Kreml unter einer Decke stecken, haben mittlerweile Früchte getragen. Mit 419 zu 3 Stimmen im Repräsentantenhaus und mit 98 zu 2 im Senat stellten Demokraten sowie Republikaner den Neuling im Weißen Haus hinsichtlich dessen Annäherungspolitik an Moskau soeben kalt.

Entgegen seiner Absicht, einen guten Draht zu seinem Kollegen Wladimir Putin aufbauen zu wollen, muss Trump diese bösartige Kröte gezwungenermaßen schlucken. Doch auch die Gegenseite steckt unter ungewolltem Zugzwang. Wenn Putin und Medwedew nicht ihr Gesicht verlieren wollen, sind sie nun ebenfalls genötigt, auf diesen eingeleiteten Handelskrieg mit „Vergeltungsmaßnahmen“ zu reagieren.

Wie es möglich war, neben den „demokratischen“ Trump-Hassern auch die meisten Republikaner auf Linie zu bringen, ist unklar. Dass die Sanktionen jedoch keinen vernunft- und faktenbasierten Hintergrund haben, beweisen schon die unmittelbaren Auswirkungen auf Europa, also die angeblichen „Freunde“ der USA und ihre Nato-Partner.

Selbst die russlandfeindliche deutsche Bundesregierung hatte die US-Pläne im Vorfeld massiv kritisiert, obwohl genau sie es war, welche maßgeblich schon die bisherige Sanktionierung Russlands vorantrieb und damit Milliardenschäden für deutsche und europäische Unternehmen verursachte.

Wenig glaubwürdig – besser gesagt vollkommen lächerlich und verlogen – ist daher jegliches Gejammer Berlins, die geplanten Sanktionen der USA gegenüber den Russen hätten gleichzeitig gravierende Auswirkungen auch für unsere Wirtschaft. Bisher hatten unsere „Volksvertreter“ die vielen verlorenen Arbeitsplätze aufgrund ihrer irren Bestrafungspolitik nämlich seltsamerweise niemanden in den eigenen Reihen interessiert.

Erst recht unglaubwürdig macht sich die Bundesregierung samt dem Brüsseler Zentralkomitee, wenn sie nun sogar von Gegenmaßnahmen sprechen. Hatten diese Leute denn nicht stets damit argumentiert, Moskau müsse wegen der „unrechtmäßigen“ obwohl rein demokratischen „Annexion“ der Krim-Halbinsel sowie der Unterstützung der syrischen Regierung im Bürgerkrieg bestraft werden?

Mit exakt dieser Begründung – plus dem unbewiesenen Märchen der angeblichen Wahlbeeinflussung – haben die Amerikaner jetzt ihre Bestrafungs-Sanktionen beschlossen. Warum also ertönt aus der Berliner Schwafelbude plötzlich so lautes Geschrei deswegen, wenn die USA einfach genau das tun, was die Eurokraten und Bundespolitiker in der Vergangenheit bereits genauso gemacht haben?

Wäre die Argumentation bezüglich der Ukraine, Syrien oder auch hinsichtlich der lächerlichen Behauptung einer Wahlmanipulation tatsächlich ehrlich gemeint, müssten die Europäer eigentlich froh sein über das, was Donald Trump gerade gezwungenermaßen unterzeichnen musste. Ihr heuchlerisches Gebaren entlarvt die kriminelle Bande namens Bundesregierung jedoch zweifelsfrei.

Im Übrigen sollte die US-Entscheidung nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ein Handelskrieg mag zwar vordergründig zunächst harmlos erscheinen, aber nicht umsonst steckt das Wort „Krieg“ in diesem Begriff. Länder und Regierungen, denen aufgrund erzwungener wirtschaftlicher Sanktionen der Kollaps droht, könnte am Ende bloß noch eine Option bleiben und diese lautet militärische Vergeltung.

Ganz besonders dann, wenn die auferlegten Maßnahmen allesamt auf reiner Willkür und politischem Kalkül basieren. Andererseits sollte niemand glauben, dieser Schritt wäre jetzt aus politischer Unfähigkeit heraus getan worden, wie es beim Handeln der Berliner „Volksvertreter“ durchaus zutrifft.

Die dunklen Mächte in den USA, welche nach wie vor die meisten Fäden ziehen – abgesehen vom neu besetzten Weißen Haus – arbeiten bekanntlich seit Jahren an einer Eskalation der Situation im Nahen Osten und hatten bislang erfolglos versucht, die Russen zum Erstschlag oder militärischen Gegenreaktionen zu reizen.

Dass mit dem neuen Beschluss auch Kollateralschäden einhergehen, wie etwa negative wirtschaftliche Auswirkungen auf europäische Unternehmen, belegt diese Annahme, da die Hintermänner nun offensichtlich ohne Rücksicht auf Verluste den Sack endgültig zuzumachen versuchen. Somit gibt es augenscheinlich kein Zurück mehr.

Mit den jetzt beschlossenen Sanktionen könnte sich deshalb die bisher stets besonnene Reaktion Russlands notgedrungen ins Gegenteil verkehren. Nicht bloß, weil Putin und sein Ministerpräsident vor ihren Bürgern Stärke zeigen wollen oder müssen, sondern weil handfeste wirtschaftliche Nachteile sowie schwere finanzielle Einbußen aus einem gestörten Öl- und Gasgeschäft die Stabilität im eigenen Land bedrohen.

Interessant ist dieses Szenario übrigens für Beobachter biblischer Prophetie. Laut Hesekiel Kapitel 38 und 39 kommt es nach der Wiedergründung des Staates Israel zu einem großen Krieg im Nahen Osten, der von einer Koalition aus Russland, dem Iran, der Türkei und einigen nordafrikanischen Staaten gegen Israel geführt wird. Der Konflikt ist auch bekannt als „Gog-Magog-Krieg“.

Die engen Verbindungen zwischen Moskau und Teheran gibt es bekanntlich schon länger, aber seit Kurzem hat sich diesen auch Ankara samt seinem Sultan angeschlossen. Eigentlich hat Russland sogar gute Beziehungen zu Jerusalem, doch seitdem Israel seine gigantischen Gasfelder im Mittelmeer entdeckte und damit Europa versorgen möchte, vermuten manche, dies könnte die Russen irgendwann zum militärischen Handeln zwingen.

Mit den US-Sanktionen zusammen – deren Schwerpunkt natürlich ebenfalls im Bereich Öl und Gas liegt – kommt da also mächtig Druck auf den Moskauer Kessel, dem selbst ein vernünftiger, geduldiger und kluger Präsident Putin nicht dauerhaft wird standhalten können.

Indem Medwedew den Handelskrieg als „gefährlich“ bezeichnet und von Vergeltungsmaßnahmen spricht, sehen wir bereits, wohin die Reise geht. Wann aus reiner wirtschaftlicher Sanktionierung der Einsatz von Waffengewalt resultiert, wissen wir heute nicht, aber die Wahrscheinlichkeit genau dafür hat sich jedenfalls soeben drastisch erhöht.

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on VKEmail this to someonePrint this page

Ein Kommentar

  1. D. Trump hätte DOCH eine Wahl gehabt. Er hätte zwar kein Veto einlegen, aber er hätte seine Unterschrift verweigern köonnen. Er müsste sich ans Volk wenden (nicht via Twitter) und versuchen, so Druck auf die „Regierung“ zu machen. Paul Craig Roberts schreibt das auf seiner Website.

    Trump hat es zwar seh schwer, allerdings fehlt ihm auch strategisches Denken ud Handeln. Er lässt sich treiben wohin die Elite ihn haben will.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*