Jetzt wird es teuer für die „grünen“ Häusledämmer: Muss die Styroporfassade wieder runter?

Myriams-Fotos / Pixabay.com

Zitat von www.faz.net:

Die Feuerwehren fordern einen schärferen Brandschutz für Polystyrol-gedämmte Fassaden. […] Die Profis verlangen darin einen Brandriegel aus nichtbrennbarem Material in jedem Stockwerk und nicht mehr nur in jedem zweiten. Zudem müssten bewegliche Brandlasten, also etwa Mülltonnen „eingehaust“ werden, um ein Überspringen eines Brandes auf die Fassaden zu verhindern. Ist das nicht möglich, sollte man das gesamte Erdgeschoss mit nicht brennbaren Dämmmaterialien verkleiden.

[…]

Die Entsorgung von alten Styroporplatten ist noch immer nicht gelöst.

[…]

Die Forderung der Feuerwehr geht noch weiter. […] Mit anderen Worten: Die alte Styropordämmung muss ab, eine neue, nicht brennbare, drauf.

Kommentar von crash-news.com:

Für die „Rettung des Klimas“ geht die Politik inzwischen sprichwörtlich über Leichen. Die Feuerwehren wissen das schon länger, spätestens seit dem Hochhausbrand in London weiß es jedoch wirklich jeder. Jetzt beginnt daher plötzlich eine Debatte über die Sicherheit Polystyrol-gedämmter Gebäude. Baubranche und Dämmhersteller beschwichtigen, doch am Ende könnte es für viele Hausbesitzer richtig teuer werden.

Offiziell gilt der am häufigsten – weil gleichzeitig auch am billigsten – verwendete Fassadendämmstoff Styropor als „schwer entflammbar“. Diese Bezeichnung täuscht allerdings über die Tatsache hinweg, dass dieses auf Erdöl basierende Produkt trotzdem lichterloh brennt, wenn es einmal Feuer gefangen hat.

Die schwere Entflammbarkeit schützt im Grunde genommen lediglich vor üblen Streichen, Hausfassaden im Vorbeigehen mit dem Feuerzeug anzuzünden. Steht jedoch eine brennende Papiermülltonne oder ein Elektroauto mit explodierenden Akkus vor dem Haus, nützt diese vermeintliche Brandhemmung rein gar nichts.

Dass der Dämmwahnsinn lebensgefährlich ist, hat der Deutsche Feuerwehrverband zufälligerweise bereits zwei Tage vor der Londoner Katastrophe in einem Positionspapier bekanntgegeben. Eine Statistik der Frankfurter Feuerwehr belegt beispielsweise über 90 Brandfälle mit elf Toten und 124 Verletzten infolge von Dämmfassadenbränden.

Diese Menschen wären heute ohne den Öko- und Klimawahn höchstwahrscheinlich noch am Leben, doch sie wurden Opfer der angeblichen „Klimarettung“ von Angela Merkel und das, obwohl diese Leute nicht einmal in den eigentlichen Brandwohnungen lebten, sondern sie das sich per Dämmung ausbreitete Feuer in anderen Geschossen erreichte.

Insofern ist die Forderung der Feuerwehren absolut richtig, anstatt schwer entflammbaren nur noch gänzlich unbrennbare Materialien zu nutzen. Ohne das Inferno in Großbritannien hätte dieses Positionspapier sicherlich kaum Beachtung gefunden, aber nun sieht die Sache auf einmal ganz anders aus.

Offenbar haben die 79 Toten in London jetzt viele Leute wachgerüttelt, sodass plötzlich die richtigen Fragen gestellt werden. Geändert hat das an den längst bekannten Fakten zum Thema Fassadendämmung natürlich nichts:

  • Eine Dämmung hat in Wahrheit einen kaum messbaren Nutzen, vor allem bei Altbauten, die durch mehr notwendiges Lüften die vermeintlich eingesparte Heizenergie gleich wieder zum Fenster hinauspusten. Laut einer Studie verbrauchen gedämmte Gebäude sogar mehr Energie als ungedämmte.
  • Stattdessen sorgt die luftdichte Verpackung von Häusern praktisch zwingend für Schimmelbefall und übermäßige Feuchte bis hin zur Zerstörung der Bausubstanz.
  • Fast immer muss zeitgleich zur Dämmung eine teure Lüftungsanlage installiert werden, was die angeblichen Energieeinsparungen sofort wieder zunichte macht.
  • Den meisten Hauseigentümern ist es sowieso unmöglich, die Rentabilität oder Amortisation ihrer Dämmmaßnahme überhaupt zu überprüfen, da in der Regel zusammen mit der Verpackung des Gebäudes auch gleich eine neue, sparsame Heizungsanlage angeschafft wird.
  • Die Bewohner solcher hauptsächlich mit Styropor gedämmten Häuser befinden sich quasi ständig in Lebensgefahr wegen der potenziellen Brennbarkeit der meisten Dämmfassaden.
  • Obwohl sich Wärmedämmverbundsysteme selbst über etliche Jahrzehnte hinweg nicht rechnen, beträgt ihre Lebensdauer nur etwa 15 Jahre. Danach muss in der Regel die Bausubstanz aufwendig saniert und das alte Dämmmaterial teuer entsorgt werden.
  • Diese Entsorgung ist derzeit noch gar nicht endgültig geklärt. Nach einem Schnellschuss des Gesetzgebers im Herbst 2016 zog Berlin sein entsprechendes Gesetz kurzfristig wieder zurück. Das verabschiedete Verbot zur Verbrennung von Polystyrol-Dämmstoffen, welche mit dem Flammschutzmittel HBCD versetzt sind und als „gefährlicher Abfall“ gelten, brachte nämlich die gesamte Branche zum Stillstand.
  • Doch nicht allein bei der Entsorgung ist dieses spezielle Styropor hochgiftig für die Umwelt, auch nach außen schadet es ihr. Um ein Vermosen der gedämmten Fassaden zu verhindern, müssen Putz und Farbe mit auswaschbaren Fungiziden und Pestiziden versetzt und regelmäßig erneuert werden. Dieser giftige Schutz gegen Algen gelangt somit über den Regen ins Grundwasser.

Zu all diesen unter stolzen und „grünen“ Häusledämmern meist unbekannten Tatsachen gesellt sich nun womöglich weiteres Ungemach: Sollte die Forderung des Deutschen Feuerwehrverbands auf der Bauministerkonferenz Ende November 2017 auf offene Ohren stoßen, könnte es sogar richtig teuer werden für alle Styropordämmkunden.

Der nachträgliche Einbau zusätzlicher Brandriegel, der teilweise oder gar vollständige Austausch der Dämmung würde horrende Kosten für die Hausherren produzieren. Damit rückt die fiktive Idee, durch das Dämmen Energie und Geld zu sparen, endgültig in unerreichbare Ferne. Aber den echten Ökofritzen dürfte das sowieso egal sein, denn diese dämmen schließlich allein aus purer ideologischer Überzeugung und wegen ihres Glaubens an die Klima-Sekte.

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2 Kommentare

  1. Tja ! die armen Häuslebauer die dann in die Schuldenfallen geraten können.
    Haben diese dann Mitleid verdient ?! Meine Meinung: man kauft sich kein Haus auf Pump. Es gibt zwei schöne Sprüche die wahrscheinlich niemanden mehr bekannt sind, und die meisten leider darauf nicht ihr Leben aufbauen wollen.

    – Schuster bleib bei deinen Leisten –
    – Lass uns lieber mal kleine brötchen backen –

  2. Es sind nur die Spekulationen.
    Inzwischen haben fast alle neugebaute Häuser mind. seit 20 Jahren nur Styropor- oder ähliches Wärmedämmung, dazu kamen noch so viele Altbauten, die auf gleiche Weise saniert wurden.
    Und die Umrüstungung auf „nichtbrennbare“ Dämmung mach wohl eher keiner.

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