Notlügen gegen den Brexit: Versuchte Abschreckung weiterer EU-Austrittskandidaten

CristianFerronato / Pixabay.com

Zitat von www.tagesspiegel.de:

Kommt es zu einem harten Brexit mit Importzöllen und einem dauerhaft schwachen Pfund, könnten in der deutschen Autoindustrie bis zu 20.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

[…]

Ob es tatsächlich zu einem harten Ausstieg der Briten aus der EU kommt, ist noch offen. Die Unsicherheit zeigt allerdings bereits wirtschaftliche Wirkung.

Kommentar von crash-news.com:

20.000 Arbeitsplätze allein in der deutschen Automobilindustrie seinen angeblich durch den Brexit gefährdet, behaupten „Experten“. Ebenso wie bestimmte Kreise auch ein halbes Jahr nach der Wahl von Donald Trump nicht damit aufhören, gegen den neuen US-Präsidenten zu hetzen, scheinen dieselben Leute es mit dem Brexit zu handhaben. Der Austritt ist zwar beschlossene Sache, doch nun gilt es, potenzielle Nachahmer abzuschrecken.

Anstatt die Briten nach ihrem durchaus demokratischen Votum fair zu behandeln und die Entscheidung des Souveräns zu respektieren, hat die selbsternannte politische „Elite“ der EU seit der Abstimmung heute vor genau einem Jahr nichts unversucht gelassen, um diesen für sie katastrophalen Entscheid zu beschießen.

Zunächst wurden Milliardenzahlungen zur Strafe für den Austritt gefordert, dann wurde der Beschluss selbst wiederholt in Frage gestellt. Nun mit Beginn der konkreten Verhandlungen werden plötzlich Befürchtungen laut, die Wirtschaft auf der Insel sowie in der Union würden darunter schwersten Schaden nehmen. Zehntausende von Arbeitsplätzen seien gefährdet und überhaupt, es müsse kurzfristig mit dem unmittelbaren Weltuntergang gerechnet werden.

So soll der Brexit allein in der deutschen Automobilindustrie 20.000 Stellen gefährden, weil die Briten ab 2019 nicht mehr so viele Neuwagen aus der BRD importieren würden. Steigende Kosten, Zölle, Währungsabwertung und sonstige Erschwernisse seien der Grund dafür.

Offenbar verfügen diese „Experten“ über fantastische Glaskugeln, aus denen sie diese Schreckensszenarien herauslesen können. Und das, obwohl die Verhandlungen über die Rahmenbedingungen des Austritts gerade erst begonnen haben.

Die Wahrheit ist jedoch eine ganz andere: Alles ist verhandelbar, sofern der Betreffende es will und es sich erlauben kann. Großbritannien will und kann. Die EU-Staaten hingegen können nicht, weil es sie nicht ohne Erlaubnis der Despoten in Brüssel „dürfen“. Wer hier wohl in Wirklichkeit in der besseren Verhandlungsposition sitzt?

So lässt die Prognose der „Autoexperten“ also die wichtigsten Faktoren gänzlich unberücksichtigt. Betrachten wir einmal die Vergangenheit: Inwiefern ging es den Ländern durch ihre Mitgliedschaft in der EU denn tatsächlich wirtschaftlich besser?

Für die BRD gab es praktisch keine Verbesserung. Im Gegenteil, der Euro war ein Teuro und die Löhne stagnieren seit Jahren im EU-Vergleich. Auch ohne EU war unser Land seit jeher stark, besonders in der Exportwirtschaft. Die einzigen, die kurzfristig von ihrem Beitritt in die Europäische Union sowie in die Eurozone profitierten, waren anfangs die Südländer, danach der Osten und zwar jeweils als verlängerte billigere Werkbänke.

Doch damit ist längst Schluss. Im slowakischen Volkswagen-Werk wird gerade gestreikt, um Lohnerhöhungen von 16% durchzusetzen und wie „toll“ es den Griechen, Portugiesen, Spaniern und genauso den Italienern heute wirtschaftlich geht, hat sich sicherlich inzwischen herumgesprochen – von der gefährlichen Flutung mit moslemischen Invasoren einmal ganz abgesehen.

Darüber hinaus hat Großbritannien den Vorteil, dass sie nicht in der Währungsunion waren und somit das Pfund entsprechend auf- oder abwerten können, damit die eigene Wirtschaft im weltweiten Vergleich mithalten kann. Dasselbe gilt für etwaige Zölle, die auf Importe aus der BRD kommen könnten – oder eben auch nicht.

Indem sich die Briten künftig ohne die tausenden von absurden Auflagen aus Brüssel ihre Wirtschaft frei gestalten können und nicht den kommunistischen Forderungen der EU-Diktatur Genüge leisten müssen, steht ihnen bei klugem Verhalten das genaue Gegenteil der zentralistischen EU-Wirtschaft bevor: Wachstum.

Selbst an die Vorgaben hinsichtlich der Klima-Lüge müssen sie sich bald nicht mehr halten. Nach dem verheerenden Hochhausbrand in London dürfte das Thema Wärmedämmung und „Klimaschutz“ dort jetzt sowieso auf der roten Liste stehen. Ohne die CO2-Sektenvorschriften könnte die Wirtschaft endlich wieder richtig durchatmen – theoretisch zumindest.

Es hängt schlicht und ergreifend davon ab, was Theresa May und ihre Regierung aus dieser sich bietenden Chance machen. Sie wären jedenfalls extrem dumm, wenn sie die fürchterlichen EU-Richtlinien und den sonstigen Aberglauben aus Brüssel weiterhin beibehalten anstatt die neue Freiheit vollumfänglich auszunutzen.

Um diese „Gefahr“ wissen natürlich auch all die Verantwortungsträger und Profiteure der EU. Umso mehr ist ihnen deshalb jetzt daran gelegen, den Brexit als möglichst katastrophale, teure und wirtschaftlich verheerende Entscheidung hinzustellen, damit sämtliche potenziellen Nachahmer bereits im Vorfeld abgeschreckt werden.

Ob das gelingt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diejenigen, denen es wirtschaftlich immer schlechter geht, haben nicht nur keine wirkliche Lust, weiterhin in der EUdSSR zu bleiben, sie haben auch kaum etwas zu verlieren, wenn sie die Reißleine ziehen und aussteigen.

Zumindest was die jeweiligen Bürger betrifft. So dürfte es innerhalb der Bevölkerung Griechenlands ganz allgemein keine sonderlich große Zustimmung zu einem weiteren Verbleib in der Eurozone sowie der EU selbst geben, da die Menschen dort stetig tiefer im Schuldensumpf feststecken. Die griechischen Politiker hingegen schrecken vor einem Ausstieg vor allem deswegen zurück, weil dieser ihre politische Karriere blitzartig beenden könnte.

Schließlich entfielen bei einem Grexit die regelmäßigen Milliardenschenkungen, was zu einem – vorübergehenden – Totalkollaps der Wirtschaft und noch prekäreren Zuständen im Lande führen würde. An eine Wiederwahl wäre dann definitiv nicht zu denken.

Diejenigen, denen es nicht wirklich schlecht geht, haben dagegen die freie Wahl, denn sie könnten sich durchaus ohne große Verwerfungen aus der Union verabschieden. So forderte etwa Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Klaus erst neulich den Austritt seines Landes, nachdem die EU-Kommission die „widerspenstigen“ Oststaaten jetzt gewaltsam dazu zwingen will, „Flüchtlinge“ aufzunehmen.

Sollten die Brüsseler Diktatoren tatsächlich ihre angedrohten und gerade beschlossenen Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn, Polen und Tschechien in die Tat umsetzen, wird in den drei Ländern unter Garantie kurzfristig damit begonnen, über einen EU-Austritt nachzudenken und diesen womöglich per Volksabstimmung in Gang zu setzen.

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