Vermögenswerte als Schutz vor Inflation? Was sind denn echte Vermögenswerte?

Esther Stosch / pixelio.de

Zitat von www.faz.net:

Damit ist man als Anleger zwischen zwei Risiken eingeklemmt: Bleibt man im Bargeld, droht Wertvernichtung durch herkömmliche Inflation. Flieht man in die Vermögensmärkte, droht ein Kauf zu überteuerten Preisen inklusive anschließendem Kurssturz, der das Fluchtgeld vernichtet.

[…]

 

Kommentar von crash-news.com:

Gemäß offiziellen Verlautbarungen des Bundespropagandaministeriums betrug die Inflationsrate im April 2017 1,9%. Sie lag damit praktisch auf dem von der EZB gewollten Niveau, um die Massen umfassend, aber nur langsam und für sie fast unmerklich zu enteignen und das System vor dem mathematisch unausweichlichen Kollaps einer explodierenden Exponentialfunktion zu bewahren. Wie kann hierbei das eigene Vermögen geschützt werden?

Der Autor des Artikels ist Professor für Volkswirtschaftslehre an einer süddeutschen Hochschule und zeigt auf, dass Inflation heute nicht mehr so abläuft wie in den vergangenen Jahrhunderten. Zum einen wüssten die Menschen heutzutage Bescheid um die Inflationsgefahr und zum anderen hätten sie einfache Möglichkeiten, ihnen auszuweichen.

Im Hinblick auf die Erfahrungen der verheerenden Hyperinflationen während des 20. Jahrhunderts und der immer noch bei vielen Leuten eingeimpften Angst vor dem schnellen Wertverlust des Geldes und der eigenen Ersparnisse mag der Mann zwar Recht haben, aber die von ihm genannte Behauptung, heute seien die Anleger besser aufgeklärt und würden deshalb in Vermögens- statt Konsumgüter investieren, ist Unsinn, wie er selbst beweist.

Insbesondere bezieht er sich dabei auf Immobilien, deren Preise in den letzten Jahren auf unglaubliche Niveaus anstiegen und nach wie vor weiter steigen. Diese Blase ist extrem gefährlich und sie wird platzen, sobald die Zinsen auch nur einen Millimeter nach oben gehen.

Der Irrtum des Professors liegt jedoch in seiner Annahme, Immobilien seien keine Konsumgüter. Und ob sie das sind, sogar extrem kostspielige. Wer sich ein Haus oder eine Wohnung kauft und selbst darin wohnt, Renovierungen, Erweiterungen oder Umbauten durchführt, legt in keinster Weise sein Geld an, selbst wenn das immer wieder behauptet wird.

Genauso wie jeder andere Gebrauchsgegenstand, ob Waschmaschine oder Auto, nutzt sich eine Immobilie ab, muss regelmäßig gewartet und instandgesetzt werden, was einen erheblichen zusätzlichen finanziellen Aufwand bedeutet. Grund- und sonstige Immobiliensteuern nagen gleichermaßen an der „Investition“. Ein Vermögenszuwachs findet hierbei definitiv nicht statt.

Es erscheint lediglich so, weil die Kaufpreise für diese Objekte über Jahre hinweg immer weiter anstiegen und so der Eindruck erweckt wurde, als erhöhe sich dabei auch der Wert von Wohnungen und Häusern. Dieser Anstieg resultierte jedoch in erster Linie aus der Nullzinspolitik der EZB, was viele dazu verleitete, sich vermeintlich günstig zu verschulden und mit dem Kauf bzw. Bau eines Eigenheims gleichzeitig die eigenen Ersparnisse vor den Null- und Negativzinsen zu retten.

Wer hingegen Immobilien kauft, um sie zu vermieten, betreibt schlicht ein Geschäft und keine Vermögensanlage. Dieses Geschäft kann, wie die derzeitige katastrophale Selbstvernichtungspolitik beweist, gehörig ins Auge gehen. Mit Immobilien zu handeln hat natürlich genauso wenig mit Vermögensinvestitionen zum Schutz vor Inflation zu tun.

Im Hinblick auf eine akute galoppierende Konsumgüterinflation hat der Herr Professor teilweise Recht. Davon kann derzeit noch nicht die Rede sein, abgesehen von den von ihm fälschlicherweise als „Vermögenswerten“ eingestuften Immobilien, Kunst, Antiquitäten und Luxusgegenständen. Eine Preisexplosion bei lebensnotwendigen Gütern blieb uns bislang zum Glück erspart, wenn wir das Thema der horrenden Strom- und Energiekosten einmal links liegenlassen.

Zwar droht hier keine unmittelbare Gefahr, da die Löhne und Gehälter der Massen seit Jahren aufgrund der Globalisierung so gut wie keine Bewegung nach oben vollziehen, was in den Hyperinflationen der Geschichte hingegen der Fall war. Wer allerdings glaubt, die Milliarden und Abermilliarden an monatlich frisch gedrucktem und durch nichts gedecktem EZB-Geld wirke sich nicht irgendwann auch auf diese Bereiche aus, der täuscht sich gewaltig.

Solange die Börsen steigen – und das tun sie genau deshalb, weil dieses zusätzliche Geld ja irgendwohin fließen muss – mag die Lage vermeintlich ruhig sein, doch wehe, die Masse erkennt plötzlich, dass der Kaiser nackt und das angebliche Wirtschaftswachstum lediglich das Ergebnis der steigenden Indizes aufgrund der expansiven Gelddruckerei ist.

Krachen die Börsen zusammen, verlieren insbesondere die Kleinanleger ihr darin geparktes Vermögen, da die institutionellen Anleger wohl überwiegend rechtzeitig den Absprung schaffen und ihre Investitionen abziehen werden. Das dabei freiwerdende Geld sucht sich anschließend neue Wege und genau dann wird es gefährlich im Hinblick auf drastische Inflationsauswirkungen in allen Lebensbereichen.

Der Hochschulprofessor glaubt, es genüge, in die von ihm irrtümlich als Vermögenswerte bezeichneten Anlagen jeweils rechtzeitig ein- und ebenso rechtzeitig wieder auszusteigen, um dann den Erlös für den Kauf von Konsumgütern einzusetzen. Das ist jedoch keine Anlageempfehlung, sondern schlicht eine Anleitung zum alternativlosen Konsum und damit nichts weiter als ein schlechter Witz.

Gold und Silber als echte, intrinsische Vermögenswerte und als einzige Möglichkeit, sich vor der schleichenden sowie der galoppierenden Inflation und staatlichen Enteignung zu schützen, erwähnt er mit keinem Wort – abgesehen von der historischen Betrachtung der Edelmetalle. Auf der anderen Seite: Wen wundert diese systemische Blindheit solcher Leute überhaupt noch?

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