Kriegsgeflüster immer lauter: Großbritannien denkt an nuklearen Präventivschlag

geralt / Pixabay.com

Zitat von de.sputniknews.com:

Die Erklärung des britischen Verteidigungsministers Michael Fallon, Großbritannien wäre im Notfall zu einem atomaren Präventivschlag bereit, bedarf Franz Klinzewitsch, dem Ersten Vizechef des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat (Parlamentsoberhaus), zufolge einer harten Antwort.

[…]

Zuvor hatte Fallon in einem Interview des Senders BBC Four erklärt, Premierministerin Theresa May wäre bereit, „in äußerstem Fall“ ballistische Trident-Raketen einzusetzen, selbst wenn Großbritannien selbst nicht mit Atomwaffen angegriffen werde.

Kommentar von crash-news.com:

Obwohl es sich wahrscheinlich in erster Linie um Wahlkampftöne handelt, sind die Drohungen des britischen Verteidigungsministers keine leeren Worthülsen. Wer damit prahlt, im Ernstfall den roten Knopf zu drücken und die nukleare Option zu wählen, selbst wenn er „bloß“ auf herkömmliche Weise angegriffen würde, hat zumindest ein Kriegsszenario im Hinterkopf. Die Frage ist: Womit rechnet die Regierung in London tatsächlich?

Auch in der BRD nimmt der Wahlkampf langsam Fahrt auf, doch abgesehen von den nicht vorhandenen deutschen Atomwaffen käme wohl keiner der amtierenden Volksverräter ernsthaft auf die Idee, über mögliche Gegen- oder Präventivschläge öffentlich zu diskutieren. Zumal mit unserer von einer Medizinerin geführten, genderkorrekten Kita-Besenstiel-Armee sowieso kein Sandkastenstreit, geschweige denn gar ein Krieg zu gewinnen wäre.

Selbst im sehr hart geführten US-Wahlkampf wurde nicht mit derartigen Drohungen hantiert, was angesichts der zahlreichen aktiven Kriegsinvolvierungen der selbsternannten Supermacht noch nicht einmal einen unpassenden Anschein gehabt hätte.

Allerdings hat sich die geopolitische Situation auch erst in den vergangenen wenigen Monaten stark verschoben. Urplötzlich wird uns weisgemacht, dass Nordkorea die größte Bedrohung des Planeten darstellt, genauer gesagt der kleine Dicke, der dort an der Macht sitzt. Anscheinend möchte hier jemand endlich wieder etwas Größeres vom Zaun brechen, um damit die Geschäfte des militärisch-industriellen Komplexes anzukurbeln.

Außerdem gibt es zwei weitere Probleme für die noch amtierende „Elite“ des Westens: Zum einen wäre da ihre kontinuierlich schwindende Macht und das Entgleiten der Zügel, die Welt in Richtung ihrer „Neuen Weltordnung“ zu treiben, zum anderen steht parallel China bereit, die USA als Platzhirsch in Sachen Weltherrschaft unfreiwillig abzulösen.

Zeit also für ein kleines Ablenkungs- und Machtrettungsmanöver. Hierbei scheinen die Briten ebenfalls mit von der Partie zu sein und da kann dann im Eifer des Wahlkampfgefechts schnell mal ein bisschen zuviel mit internem Wissen geprahlt werden.

Wie sich die Lage in Nordkorea entwickelt, wissen wir derzeit nicht, es zeichnet sich jedoch ab, dass tatsächlich alle Optionen offen sind. Nur warum das Ganze so urplötzlich aus heiterem Himmel eskaliert, erscheint auf den ersten Blick unverständlich.

Derzeit stationieren die USA ihr „Terminal High Altitude Area Defense“-System, kurz THAAD, in Südkorea. Was da in Wahrheit nebenbei sonst noch alles an Waffensystemen aufgestellt wird, sagt uns das US-Militär selbstverständlich nicht, aber angeblich soll es lediglich die südliche Halbinsel vor dem „verrückten“ Kim im Norden schützen.

Zufälligerweise liegt jedoch China ganz in der Nähe, also genau diejenige Macht, die sich anmaßt, dem tiefen Staat in Washington mittelfristig den Rang abzulaufen, unter anderem etwa durch seine Bemühungen, die Weltmeere durch neue Flugzeugträger beherrschen zu wollen. Dieser unverschämten Entwicklung will die „Elite“ sicherlich nicht weiter tatenlos zuschauen.

Ohne einen eskalierenden Konflikt vor Ort wäre die Stationierung umfangreicher militärischer „Verteidigungssysteme“ allerdings ziemlich schwierig zu begründen und könnte ebenso schon wie die Aufstellung eines US-Raketenschilds in Osteuropa für großen Unmut sorgen. Denn selbstverständlich dienen die Patriot-Raketen in Polen nicht dem Schutz vor der angeblichen Bedrohung Europas durch den Iran, sondern sollen Russland verteidigungsunfähig machen.

So kann die chinesische Regierung jetzt zwar eine gewisse „Besorgnis“ über die US-Maßnahmen in Südkorea äußern, aber wer wollte den Südkoreaner allen Ernstes ihr Recht auf Selbstverteidigung mit Hilfe ihrer Freunde aus Amerika gegenüber dem unberechenbaren Norden absprechen?

Es könnte daher durchaus sein, dass wir derzeit lediglich ein taktisches Schauspiel erleben, was allein dazu dient, nicht mehr bloß Russland, sondern auch China militärisch schachmatt zu setzen. Andererseits ist genauso eine weitere Eskalation denkbar, in deren Verlauf die USA – und mit ihnen im Gefolge ebenfalls Großbritannien – Pjöngjang samt Kim Jong-un auf eindrückliche Weise nuklear einäschern, um der Welt und allen ambitionierten Möchtegernherrschern klar zu demonstrieren, wer nach wie vor unangefochtener Chef auf dem Planeten ist und es weiterhin bleiben möchte.

Nebenbei sind Kriegsgerüchte nicht nur praktisch, um die Bevölkerung in Zeiten des Wahlkampfs vor „unklugen“, voreiligen Entscheidungen und einem Regierungswechsel „zu bewahren“ und aufgrund der Kriegsangst in Schach zu halten, sondern sie zeigen uns gleichermaßen, in welch vielversprechenden Zeiten wir leben:

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muß geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen. Dies alles ist der Anfang der Wehen. Matthäus 24,6-8

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on VKEmail this to someonePrint this page

Das könnte Sie auch interessieren:

Neue Tabakrichtlinie: EUdSSR verbietet Schokoladen-Zigaretten Draußen ist es herbstlich kalt und trüb, doch wer die Entscheidungen der Eurokraten verfolgt, dem st...
Wegen Gewalt: Polizei fordert getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen Gerade erst hatte der Papst bei seinem USA-Besuch den Islam dadurch legitimiert, dass er dem Koran d...
CSU: Raus mit den Pleitestaaten aus dem Euro Wie ein Elefant im Porzellanladen trampelt die CSU populistisch durch die Gegend. Hauptsache, es kön...
Niedrige Zinsen richtig nutzen? Wenn die Schuldenfalle zuschnappt! Wann gab es denn schon einmal eine derartig günstige Gelegenheit, sich ohne Not zu verschulden und d...

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*