Mit exponentiellem Schuldenwachstum in Richtung Crash – Der große Knall ist unausweichlich

Wilhelmine Wulff / pixelio.de / crash-news.com

Zitat von www.focus.de:

Weltweit versuchen Notenbanken, mit billigen Krediten die Wirtschaft anzukurbeln. In den USA ändert sich gerade die Lage, die Zinsen steigen. Das dürfte schon bald zu einem Wirtschafts-Debakel führen, meint ein US-Finanzblogger. Die überschuldeten Haushalte könnten ihre Kredite nicht mehr bedienen.

[…]

Finanziell überforderte Konsumenten würden Banken in Brand legen. Der Staat werde darauf mit „Kriegsrecht“ reagieren, malt Snyder aus. […] Politiker hätten über Jahre die Blase immer mehr aufgebläht. Deshalb werde die Krise „besonders schmerzhaft.“

Kommentar von crash-news.com:

Immer wieder erscheinen selbst in der Systempresse Warnungen vor einem drohenden Finanzkollaps epischen Ausmaßes. Die beschriebenen Horrorszenarien und Hintergründe ähneln sich dabei meist, doch sowohl Medien als auch Leser scheinen die Thematik eher als Lückenfüller und Adrenalinkick zu betrachten und weniger als unausweichliche Tatsache. Der große Crash wird jedoch kommen und selbst die schlimmsten Prognosen übertreffen.

Weil sie das Geldsystem nicht verstehen, sind die meisten Menschen und selbst große Teile sogenannter „Experten“ nicht in der Lage, die Zusammenhänge zwischen Zinsen, Schulden, Wirtschaft und dem am Ende mathematisch zwangsläufig resultierenden Zusammenbruch zu begreifen. Für genau diese Klientel bricht die kommende Katastrophe daher dann völlig unerwartet und überraschend über die Welt herein.

Der Grund, warum so viele arglose Bürger auf Kettenbriefe oder Schneeballsysteme, auch gerne schönredend „Network-Marketing“ genannt, hereinfallen, ist ein mangelhaftes Mathematikverständnis. Da wird den Interessenten in Verkaufsvorträgen etwa vorgerechnet, wieviel Geld sie damit verdienen könnten, wenn sie nur zehn Kunden werben würden, die wiederum jeweils zehn eigene Kunden gewinnen müssten, von denen dann ebenfalls wieder jeder zehn Dumme finden soll. Mit jeder weiteren Ebene wüchsen so die Gewinne immer schneller.

Heraus kommen dabei vermeintlich gigantische Verdienstmöglichkeiten, welche nicht bloß in der Realität nie erreicht werden, sondern schon rein rechnerisch quasi unmöglich sind. Bereits in der achten Ebene dieser Kalkulation würden 100 Millionen Teilnehmer benötigt, mehr als alle Einwohner in der BRD, und in Ebene zehn stattliche zehn Milliarden – so viele Menschen gibt es gar nicht.

Warum so viele sich an dieser Stelle dennoch blenden und zum Mitmachen begeistern lassen, hängt sicherlich zunächst einmal im Wesentlichen mit der Gier der Leute zusammen. Der Hauptgrund dürfte allerdings das völlig fehlende Verständnis exponentieller Zusammenhänge sein.

Machen Sie einmal die Probe aufs Exempel mit Ihren Mitmenschen: Bieten Sie an, demjenigen 10.000 Euro bar auf die Hand auszuzahlen, dem es gelingt, ein Schachbrett mit Reiskörnern nach einer bestimmten Regel zu belegen, nämlich auf jedes Feld immer doppelt so viele wie auf das vorherige: Auf das erste Feld kommt ein Korn, auf das zweite 2, das dritte vier, das vierte acht, das fünfte 16 usw.

Wer von den Mitspielern sich nichtsahnend tatsächlich auf das vermeintlich lukrative Angebot einlässt, wird sicherlich vom Ergebnis verblüfft, wenn nicht gar ernüchtert sein. Danach ist bei diesen Leuten wahrscheinlich die Grundlage vorhanden, den schönen Schein der vermeintlich unschlagbaren Multilevel-Marketing-Systeme erstmals nüchtern zu betrachten und als Betrug zu entlarven.

Außerdem lassen sie sich dann vielleicht sogar den Fehler  bzw. die eingebaute Sollbruchstelle des Finanzsystems erklären: Den Zins. Erst mit diesem mathematischen Grundverständnis sind die Menschen in der Lage, die grundsätzliche Unmöglichkeit unseres Schuldgeldsystems zu verstehen, dass aus Luft geschöpfte Kredite samt Zinsen niemals zurückgezahlt werden können.

Wann die Schuldenblasen in der Realität kollabieren steht freilich auf einem anderen Blatt. 2008 konnte der große Crash gerade noch einmal verhindert und seither mit diversen Tricks immer weiter hinausgezögert werden. Irgendwann jedoch ist Schluss mit dem Spielchen. Entweder, weil von der Hochfinanz absichtlich der Knopf gedrückt wird oder weil durch ein bestimmtes Ereignis schlagartig das Vertrauen in unser Geld verschwindet.

Insbesondere die Erhöhung der Leitzinsen bedeutet eine extreme Crash-Gefahr, da die völlig überschuldeten Staaten bloß aufgrund der extrem niedrigen Zinsen überhaupt noch in der Lage sind, ihre Schulden zu bedienen, sprich die fälligen Zinsen zu begleichen – von Tilgung ist hier selbstverständlich keine Rede. Stiegen etwa die Zinsen für Bundesanleihen nur auf etwas über 6%, wäre der böse Rollstuhlfahrer bzw. die BRD umgehend zahlungsfähig.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Zinsen können gar nicht mehr nennenswert geschweige denn auf frühere Höchststände steigen, da das fragile System sonst sofort kollabiert. Gleichzeitig geht mit den Null- und Negativzinsen heute allerdings eine drastische Enteignung der Sparer einher, weil die parallel stattfindende grenzenlose Gelddruckerei die Kaufkraft unserer Währung kontinuierlich verwässert.

Insofern sind die regelmäßigen Crash-Warnungen weitaus ernster zu nehmen, als es die Masse glaubt. Diese wähnt sich im vermeintlich ewig weitergehenden Aufschwung von Aktien und Wirtschaft und schuldet kräftig auf, solange es irgendwie möglich ist.

Das böse Erwachen wird insbesondere all jene treffen, die zum einen ihre Ersparnisse in irgendwelchen Papier-„Werten“ wie Sparkonten, Festgeld, Fonds, Lebens- und Rentenversicherungen sowie Aktien angelegt haben und zum anderen ein Leben auf Pump führen, also Haus, Auto, Möbel, Handy und Fernseher mit Krediten finanzieren.

Wehe, wenn die Geldsystem- bzw. Schuldenblase platzt. Und das wird sie mit mathematischer Präzision. Danach kommt jede Rettung für das eigene Sparvermögen und die Schulden zu spät.

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Ein Kommentar

  1. „Der große Knall ist unausweichlich“ – ja,ja, dass stimmt…
    seit dem Jahre 2008, und zwar jede Woche und jeden Monat – crash kommt morgen!
    Bald feiern wir 10-jähriges Jubileum, nicht war?

Antworten

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