Die Zeichen stehen auf Gold – Garant für Reichtum oder bloß Schutz vor Totalverlust?

fielperson / Pixabay.com

Zitat von www.handelsblatt.com:

Der Preisanstieg des gelben Edelmetalls stärkt den Gold-Optimisten den Rücken. Die positiv eingestellten Experten erwarten eine höhere Inflation – und als Folge einen Goldpreis so hoch wie vor sechs Jahren.

[…]

Der Edelmetallhändler Degussa hat bereits vorgerechnet, dass etwa ein deutscher Anleger bereits mit negativen Realzinsen von minus drei Prozent zu kämpfen hat. So eine hohe Entwertung von Zinsanlagen ist in der historischen Rückschau einmalig.

Kommentar von crash-news.com:

Die einen werten Börsencharts aus und lesen daraus die Kurs-Zukunft, andere betrachten die Inflations- und Gelddruckentwicklung, um den künftigen Preis von Gold vorauszusagen. Genaues wissen beide Gruppen in Wahrheit nicht, da insbesondere der Handelspreis des gelben Edelmetalls im Fokus von Kursmanipulationen steht. Doch eines ist sicher: Der Moment, welcher die fatale Papiergeldentwertung einleitet, kommt garantiert.

Stellen Sie sich vor, Sie wohnen in einem Mehrfamilienhaus, welches durch einen verheerenden Brand völlig zerstört wurde. Das Leid der Bewohner ist anschließend groß, aber der Schock wurde weitaus größer, als Ihre Nachbarn plötzlich erkannten, was außer neben ihrem Mobiliar sonst noch verbrannte:

Die eine Familie hortete nämlich ihre gesamten Ersparnisse als Bargeld, gut versteckt in der Matratze. Außer Asche blieb von den bedruckten Baumwollfetzen allerdings nichts mehr übrig. Eigentlich wollten sie auf diese Weise den Null- und Negativzinsen entkommen – jetzt wurden sie jedoch praktisch über Nacht sehr unsanft und überraschend enteignet.

Nicht viel besser erging es dem Rentner im Haus, der eine enorm große und wertvolle Briefmarkensammlung sein Eigen nannte. Alles weg, alles verbrannt. Dabei hatte er etliche sehr seltene Exemplare, die er regelmäßig verkaufte, um davon leben zu können. Wie es nun mit der Minimalrente weitergehen soll, weiß er noch nicht.

Zum Glück waren Sie so klug und haben Ihre Rücklagen in feuerfester Form aufbewahrt. Zwar sind manche der Gold- und Silbermünzen angeschmolzen und verbogen, doch bis auf die Einschmelzkosten haben Sie keine größere Katastrophe zu befürchten.

Auch wenn dieses Beispiel vielleicht nicht ganz der Realität entspricht, im Grund genommen verwahren die allermeisten Sparer ihre Vermögen dennoch auf diese grob fahrlässige Art und Weise: Als brennbares Papier. Zwar mögen sie davon überzeugt sein, ihre Giro-, Festgeld- und Tagesgeldkonten seien feuerfest und ihr Aktiendepot könne ebenfalls unmöglich vernichtet werden, aber der gerade beschriebene Brand ist durchaus genauso im übertragenen Sinne zu verstehen.

Kollabiert nämlich die eigene Bank oder der Lebensversicherer geht überraschend pleite, werden die Gesichter schnell lang. Bis die Einlagensicherung tatsächlich greift, vergehen etliche, sehr unsichere Tage und womöglich Wochen. Lagen die Guthaben oberhalb von 100.000 Euro – bei Altersvorsorge nicht unbedingt unüblich – ist der über dieser Grenze liegende Betrag sogar unwiederbringlich verloren.

War die Insolvenz  der Bank hingegen Teil des unausweichlich bevorstehenden Finanzkollapses, wird es nichts aus der Einlagensicherung geben, da diese lediglich für Kleinstpleiten einzelner Institute ausgelegt ist, sozusagen zur allgemeinen Beruhigung der Sparschafe.

Für Lebens- und Rentenversicherungen gilt ähnliches: Auch wenn sie vermeintlich „sicher“ sein sollen, diese Anlagegelder stecken zum allergrößten Teil in Staatsanleihen und Aktien. Beide gelten, wie die Titanic, als „unsinkbar“ und werden, sobald der große Tag plötzlich da ist, für Erstaunen und Schrecken bei den arglosen Anlegern sorgen.

Die einzige verlässliche Möglichkeit, seine Ersparnisse und Altersvorsorge von derlei Risiken auszunehmen, ist die Umwandlung in Edelmetalle. Zwar muss hierbei für eine sichere Aufbewahrung gesorgt werden, doch im Gegensatz zum blanken Vertrauen in die Versprechungen von Banken und Sparkassen kann hier jeder selbst entscheiden, was er zum Schutz seines Vermögens unternehmen möchte.

Der jedoch wesentlichste Punkt dabei: Gold und Silber bergen kein Ausfallrisiko einer Gegenpartei, sie sind sozusagen doppelt feuerfest. Während niemand mit Sicherheit weiß, ob der Euro auch in vier Wochen, vier Monaten oder vier Jahren noch existiert und als Zahlungsmittel akzeptiert wird, besteht diese Unsicherheit bei Edelmetallen nicht. Diese haben sich über tausende von Jahren als Zahlungsmittel sowie zur Wertaufbewahrung behauptet und blieben währenddessen immer wertstabil.

Medien und „Experten“ beschreiben zwar gelegentlich, insbesondere bei steigenden Preisen, Gold und Silber als alternative Anlage, betrachten sie zumeist allerdings ausschließlich unter dem Aspekt der Spekulations- und Gewinnaussichten im Hinblick auf Reichtum. Diese Fehleinschätzung rührt daher, dass der „Werterhalt“ sämtlicher anderer auf Währungen basierenden Ersparnisse nur dadurch erfolgen kann, indem die jeweiligen Beträge stetig anwachsen.

Zinsen sollen die allgegenwärtige Inflation ausgleichen, was an sich schon sehr klar aufzeigt, wie wenig werthaltig unser Geld in Wahrheit ist. Kein Wunder, es handelt sich schließlich immer bloß um Kredit. Verstünden die Massen heute diese einfachen Zusammenhänge, wären die Konten morgen leer, die Goldhändler reich und die Banken pleite, denn Gold benötigt dieses zwanghafte Wachstum zum Werterhalt nicht.

Wie klug ist es dann wohl, weiterhin darauf zu spekulieren, dass die Mehrheit der Menschen das infame Spielchen nicht versteht, was hier gespielt wird? Oder auf die dünne Hoffnung „die werden einen Zusammenbruch sicher nicht einfach zulassen“? Oder auf den Trugschluss „alles wird so weitergehen wie bisher“?

Der kluge Bürger sorgt hingegen lieber selbst und eigenverantwortlich vor und macht sein Vermögen „feuersicher“. Besser noch heute als morgen, denn ab dem Tag, an dem alle Medien über den Crash sowie einen plötzlichen, gigantischen Goldpreisanstieg berichten, wird es nämlich zum einen kein Gold mehr zu kaufen geben und zum anderen kein Zugriff auf Sparkonten mehr möglich sein.

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