Plötzlich war das Lohnplus wieder weg – Inflation vernichtet unseren Wohlstand nachhaltig

Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Zitat von www.augsburger-allgemeine.de:

Viele Bürger konnten sich zuletzt über ein Plus auf dem Konto freuen. Doch weil gleichzeitig Benzin, Heizöl und Gemüse teurer werden, haben sie nicht viel davon.

[…]

Der Anstieg der Reallöhne verlangsamte sich spürbar, berichtet das Statistische Bundesamt. So kletterten die Löhne im Zeitraum Oktober bis Dezember zwar deutlich um 2,3 Prozent, abzüglich der Inflation blieb aber nur noch ein realer Verdienstzuwachs von 1,1 Prozent.

Kommentar von crash-news.com:

Kaum steigt die offizielle Inflationsrate ist auch schon der angebliche, minimale Lohnzuwachs, von dem Politik und Medien regelmäßig schwadronieren, unmittelbar dahin. Diejenigen, welche seit Jahren ohne jegliches Einkommensplus auskommen müssen – also die Bevölkerungsmehrheit -, spüren den Lochfraß im Portemonnaie nun noch stärker. Und Besserung ist leider keine in Sicht.

Laut Statistischem Bundesamt – das hinsichtlich irgendwelcher staatlichen Aufschwungs-Propaganda natürlich völlig unverdächtig erscheint – seien die Reallöhne im vergangenen Jahr im Durchschnitt um 1,8% gestiegen. Doch selbst diese niedrige Zahl kommt nur dadurch zustande, indem von einer Quasi-Nullinflation ausgegangen wird bei gleichzeitig ganz schwachem Lohnanstieg.

Das Problem dabei: Der Regierung ist selbstverständlich daran gelegen, immer und überall beste Statistiken zu präsentieren. Wir kennen das aus dem Bereich der Kriminalität. Was dort in Form einer angeblich nicht existenten überproportionalen Ausländerkriminalität massiv geschönt und zurechtgetürkt wird, läuft freilich in ganz ähnlicher Weise auch in Sachen Inflation.

Durch das Weglassen, Herausrechnen oder Geringgewichten der größten Preistreiber aus dem Warenkorb, welcher für die Berechnung des Verbraucherpreisindex verwendet und nach einer beliebigen Gewichtigkeit gefüllt wird, ergibt sich dann tatsächlich eine vermeintlich geringe Inflationsrate.

Diese willkürliche Zusammenstellung bildet allerdings kaum die Realität der meisten Niedrigverdiener ab, weswegen vielen Bürgern die staatliche Inflationspropaganda auch sofort als solche auffällt. Da etwa der Stromverbrauch einer wohlhabenden und einer eher einkommensschwachen Familie im Grunde genommen fast gleich ist, die Preise für Elektrizität aber seit Jahren kontinuierlich und immer häufiger nach oben klettern, spürt insbesondere die zweite Gruppe diesen finanziellen Druck enorm.

In unmittelbarem Zusammenhang mit der Teuerungsrate steht zudem die Verbraucherstimmung bzw. die Konsumlaune. Diese sinkt laut Gesellschaft für Konsumforschung gerade aufgrund der in 2017 deutlich angestiegenen Inflation. Und das ausgerechnet in einem wichtigen Wahljahr.

Da in den letzten Monaten vor allem die Kraftstoff- und Strompreise der größte Preistreiber waren, wird die Riege der sozialistischen „Volksvertreter“, die gerne wiedergewählt werden will, neben der Idee, unterschiedliche Strompreise je nach Einkommensverhältnissen einzuführen, wohl demnächst noch weitere „tolle“ Vorschläge und Pläne in dieser Richtung präsentieren. Vielleicht wird ja z.B. die Elektroauto-Subvention nochmals erhöht oder es gibt sogar kostenlose Stromer für alle unseren neuen Dauergäste?

An Dreistigkeit für die zugehörige Propaganda mangelt es den staatlichen Zahlenfälschern jedenfalls nicht. So behauptet die Gesellschaft für Konsumforschung etwa, die Verbraucher seien eigentlich „im Großen und Ganzen zuversichtlich“. In der jüngeren Vergangenheit sei allerdings die „Verunsicherung über die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump“ ein großes Thema gewesen.

Wirklich erstaunlich, an was der Neue im Weißen Haus so alles schuld sein soll. Dass hierzulande irgendwelche Fehler seitens unserer eigenen Politik begangen worden sein könnten, wird offenkundig nicht einmal ansatzweise in Erwägung gezogen.

Weil sich unabhängig von diesem politischen Geplänkel und der zugehörigen Manipulation jedoch nichts am Kernproblem unseres Geldsystems geändert hat, sondern die Crash-Uhr weiterhin sehr laut tickt, gibt es für verständige Menschen keine Veranlassung zur Annahme, es wäre jetzt wieder Zeit zum Aufatmen.

Es bleibt vielmehr dabei: Wer seine Ersparnisse und sein Vermögen in beliebiger Form in diesem System verwahrt, spielt leichtfertig mit der Gefahr eines Totalverlusts. Nicht nur fressen heimliche Inflation, Null- und Negativzinsen die eigenen Rücklagen allmählich und nachhaltig auf, gleichzeitig hat die Regierung hierdurch eine jederzeitige Zugriffsmöglichkeit, um im Falle einer kleinen oder großen Finanzkatastrophe sich dieser Gelder ohne Scham zu bemächtigen und sie der „Solidargemeinschaft“ zur Verfügung zu stellen, sprich, sie zu vernichten.

Fallen Sie deshalb bloß nicht auf die vielfältige staatliche Propaganda herein, halten Sie Ihr Erspartes lieber in edelmetallischer Form in eigenen Händen und warten Sie geduldig ab, was geschieht, denn die größte Vermögensumverteilung und -vernichtung aller Zeiten hat noch nicht begonnen. Sie kommt allerdings völlig überraschend und wird die meisten auf dem falschen Fuße erwischen und ins Armenhaus befördern.

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