Kampf gegen unerwünschte „Falschmeldungen“: Gesichtsbuch auf der Suche nach Zensoren

Alexander Klaus / pixelio.de

Zitat von www.spiegel.de:

Vor einem Monat kündigte Facebook ein großes Projekt in Deutschland gegen die Verbreitung von Falschmeldungen auf dem Portal an. Als erster Partner wurde das kleine Recherchebüro Correctiv präsentiert, schnell sollten weitere Kooperationen mit Medien beschlossen werden.

[…]

In Deutschland hat die Bundesregierung Facebook mit Bußgeldern gedroht, wenn die Firma nicht entschieden gegen Verleumdungen und andere strafbare Inhalte auf der Plattform vorgeht. Hierzulande fürchtet die Politik bei den anstehenden Wahlkämpfen Desinformationskampagnen, die speziell für die Verbreitung in sozialen Netzwerken entworfen werden.

Kommentar von crash-news.com:

Autoritäre Regimes fürchten nichts mehr als informierte, organisierte Bürger und unternehmen alles nur Erdenkliche, um die Untertanen unterwürfig, dumm und folgsam zu halten. Naturgemäß funktioniert derlei Vorhaben allein mittels drastischer Maßnahmen, wie wir sie insbesondere von sämtlichen sozialistischen Staaten kennen. Wenn hierzulande jetzt gegen sogenannte „fake news“ vorgegangen wird, lässt das tief blicken.

„Die Amerikaner sind nie auf dem Mond gelandet“, „der Terror vom 11. September 2001 war CIA-hausgemacht“ und „Flüchtlinge sind krimineller als Autochthone“ gehören zu den typischen Beispielen angeblicher Falschmeldungen. Offiziell gilt jeweils das genaue Gegenteil als Wahrheit, obwohl die Meinungen zu diesen Aussagen extrem umstritten sind.

Will hier nun jemand einen offiziellen Maßstab ansetzen, um den tatsächlichen Wahrheitsgehalt zu ermitteln, müssen einfach nur die Fakten betrachtet werden. Doch das funktioniert nicht immer so, wie wir das erwarten würden.

Gerade diese drei Beispiele stehen sinnbildlich für politisch motivierte „fake news“, welche die Bürger brav als solche erkennen sollen. Dabei wären Mondlandung, 9/11 und Flüchtlingskriminalität ganz leicht auf ihre Richtigkeit hin überprüfbar, sofern wirklich ein ehrliches Ergebnis im Fokus stünde. Eine Tatsachenprüfung findet hier jedoch bewusst nicht statt, da jeweils bestimmte Kreise dies aufgrund des zu erwartenden Resultats nicht wünschen.

Dort, wo hingegen so gut wie keine objektive Begutachtung einer aufgestellten Behauptung möglich ist, will die Politik ihren geplanten „Kampf gegen Falschmeldungen“ umso stärker durchziehen. Wie das konkret funktionieren soll, bleibt natürlich offen, obwohl die eigentliche und sehr gefährliche Problematik schnell sichtbar wird:

Behauptet ein Gesichtsbuchnutzer etwa, er sei von einem „Flüchtling“ angegriffen oder bestohlen worden und die Polizei hätte sich anschließend geweigert, die Anzeige überhaupt auch nur aufzunehmen, könnte ein sogenanntes „Recherche“-Team hier lediglich bei der zuständigen Dienststelle anfragen und müsste sich dann mit dem klar absehbaren Dementi abfinden.

Was wäre das Ergebnis? Niemand wüsste, ob die Behauptung nun stimmt oder frei erfunden wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würden die Facebook-Zensoren in diesem Fall vorsichtshalber einen massiven Löschangriff fahren, da die aufgestellte Aussage vom zugehörigen Autor nicht belegt und gleichzeitig der Vorfall von der Behörde geleugnet wurde.

Dieses einfache Beispiel zeigt bereits, wie schwierig und problematisch das geplante Unterfangen an sich ist. Nicht nur fehlt hier ganz klar eine tatsächlich objektive Institution, sondern genauso deren Unbefangenheit bei der entscheidenden Frage: Wer bestimmt also schlussendlich, was „fake news“ sind und was nicht?

Richtig „lustig“ stellt sich diese problematische Situation dar, wenn hierbei auch noch der Bock zum Gärtner gemacht wird. Facebook hat sich nämlich für seinen „Kampf gegen Falschnachrichten“ ausgerechnet die für eine infame Propaganda-„Recherche“ bekannte linke Truppe Correctiv ausgesucht, die etwa zum Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs MH17 über der Ukraine bereits mit Unwahrheiten glänzte.

Weil diese dubiose Klitsche jedoch so klein ist und außerdem der Anschein von seriöser Überprüfung erweckt werden soll, sucht das Gesichtsbuch noch nach mindestens einem weiteren Zensor. ARD und ZDF lehnten seine Anfrage ab, Bild und Welt ebenso wie der Spiegel, n-tv und dpa.

Zugesagt hat angeblich der Focus, nicht abgeneigt ist ebenfalls die Zeit. Beide Blätter sind freilich nicht unbedingt als Leuchttürme für neutrale, aufrichtige und unvoreingenommene Berichterstattung bekannt, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Sie eignen sich bestimmt perfekt als „Gärtner“ in der vermeintlich so arg von Falschmeldungen geplagten Facebook-Onlinewelt.

Die anderen Medien dürften wohl in erster Linie deshalb ihre Zusammenarbeit verweigern, weil sie als Hauptproduzenten von politisch motivierten „fake news“ natürlich wenig Interesse an der Entlarvung ihrer eigenen Lügen haben und sich sicherlich nicht selbst zensieren möchten. Allerdings steckt hierbei weniger ein schlechtes Gewissen als Grund dahinter, sondern vielmehr der Gedanke von Ineffizienz.

Vielleicht spekulieren diese Propaganda-Verbreiter aber auch schlicht darauf, dass die Bundesregierung in Kürze sowieso ihr eigenes Wahrheitsministerium eröffnet, was ihnen diese äußerst unpopuläre Arbeit abnimmt. Selbstverständlich wird sich das Berliner Regime mittelfristig nicht auf die Selbstzensur von Facebook und Co verlassen, schließlich geht es um ihr politisches Überleben in unserer Bananenrepublik.

Hierbei stören unbequeme Wahrheiten natürlich bloß und müssen deshalb umgehend, allumfassend und rigoros beseitigt werden, insbesondere vor der kommenden Wahl. Für nicht von der Regierung autorisierte und verbreitete „fake news“ gelten dann bewährte Diktatur-Maßstäbe und -Maßnahmen.

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