Frankreich liebäugelt mit der Rückkehr zum Franc – Ist der Euro bald Geschichte?

moritz320 / Pixabay.com

Zitat von www.handelsblatt.com:

Die Partei Front National in Frankreich will es, die PVV in den Niederlanden will es, und die Fünf-Sterne-Bewegung in Italien will es auch: Die Abkehr vom Euro und die Wiedereinführung nationaler Währungen. Das macht Anleger zunehmend nervös.

[…]

Le Pen selbst sagte am selben Tag wie ihr Wirtschaftsberater Muret, gegenüber dem Euro solle der neue Franc eins zu eins umgestellt werden. Gegenüber einer Deutschen Mark sollte der Franc aber rum 22 Prozent abwerten. Dabei sagte sie aber auch, Frankreich würde seine neuen Schulden eins zu eins zurückzahlen.

Kommentar von crash-news.com:

Bis zur Wahl in Frankreich am 11. Juni ist es zwar noch einige Zeit hin, manche zittern jedoch bereits heute vor dem sich möglicherweise abzeichnenden Wechsel, den sie als großes Ungemach bezeichnen. Immerhin hat die potenzielle neue Staatspräsidentin Le Pen angekündigt, ein Austrittsreferendum durchzuführen, sollte die EU sich weigern, den Ländern die Zügel wieder lockerer zu lassen. Für die gemeinsame Währung wäre das der Tod.

Seit die Briten Brüssel “überraschend” den erhobenen Mittelfinger zeigten und auch die US-Bürger ihrer linken Demokratur “völlig unerwartet” den Laufpass gaben, sind manche der zuvor immer so selbstsicher auftretenden “Experten” vorsichtiger geworden. Trotzdem versuchen sie, sich und die Märkte zu beruhigen, denn ein Euro-Austritt Frankreichs sowie die nachfolgende Währungsabwertung seien relativ unwahrscheinlich.

Insbesondere deshalb, weil Letztes vielleicht den französischen Unternehmen beim Export helfen, umgekehrt aber Importe erheblich verteuern würde. Für das Land und dessen Wirtschaft und Wohlstand wäre das schwierig und kein vernünftiger Mensch ginge ein derart hohes Risiko ein, behaupten diese Leute.

Das mag alles stimmen, bloß in Anbetracht der Konsequenzen, die aus der jetzigen Situation unweigerlich resultieren, ist es nunmal die einzige Option. Bleibt der Euro nämlich bestehen, wird die sich jetzt schon stark abzeichnende Transferunion dafür sorgen, dass die BRD bald ganz Europa finanzieren und “retten” muss. Wo das endet dürfte klar sein: In der völligen Verarmung der Deutschen und dem Kollaps des Euro.

Was all die zahllosen “Experten” und EU-Fanatiker stets übersehen: Es gab auch ein Leben vor dem Euro, und zwar ein europaweit relativ gutes. Freilich lag der Lebensstandard vor der Einführung der Einheitswährung in den Südländern teilweise auf einem erheblich niedrigeren Niveau als heute, doch zum einen ist die seitherige Anhebung dieses Standards sowieso allein billigem Geld – also Krediten – im wörtlichen Sinne geschuldet und zum anderen spiegelte er zuvor lediglich ganz ehrlich die Leistungsfähigkeit und natürlich genauso den Leistungswillen der dortigen Menschen wieder.

Wie wenig förderlich und vor allem motivierend eine Transferunion in der Realität für sämtliche Beteiligten ist, zeigt uns schon lange der hiesige Länderfinanzausgleich. Seit Jahrzehnten leben insbesondere die rot-grün-sozialistisch regierten Bundesländer von der Mehrleistung einiger weniger, noch nicht im marxistischen Sumpf versunkener Nachbarn.

Zwar befinden sich auch Baden-Württemberg seit dem Umstieg auf eine ökofaschistische Landesregierung und Bayern mit der rückgratlosen CSU inzwischen stark auf dem absteigenden Ast, aber in Relation zu den nördlichen Geldnehmern stehen sie immer noch deutlich besser da. Einen Antrieb, die mit beiden Händen aus dem Fenster geschmissenen Transfergelder einzusparen, gibt es für Berlin und Co jedoch nicht.

Genauso verspüren Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und natürlich Frankreich keinerlei Anreize zum Sparen, denn bislang wurde jedem ihrer Erpressungsversuche nachgegeben und entweder per Rettungsschirm oder direkt per EZB-Druckerpresse die leere Kasse wieder aufgefüllt. Anders kommen die in der Einheitswährung gefangenen Nationen schließlich gar nicht mehr zurecht, da sie seit dem Euro nicht mehr abwerten können.

Obwohl er den wirtschaftlich schwächeren EU-Ländern also eigentlich ein bequemes Leben ermöglicht, jedenfalls solange eine weitere Aufschuldung geduldet wird, hängen die meisten Euro-Mitgliedsstaaten anscheinend nicht wirklich an dieser Währung ohne Zukunft. Sollte es Frankreich gelingen, Le Pen an die Macht zu wählen, wäre ein Frexit relativ sicher, denn der Hass auf die Brüsseler Eurokraten ist bei unseren Nachbarn noch größer als in der deutschen Bevölkerung.

Damit wäre es wahrscheinlich insgesamt vorbei mit der Währungsunion. In erster Linie jedoch wohl nicht deshalb, weil die anderen Länder dann keine Lust mehr hätten, sich weiterhin der EZB-Willkür unterzuordnen, sondern eher wegen der Märkte. Die institutionellen Anleger dürften den Euro nach einem Ausstieg Frankreichs massiv abzustoßen beginnen, was die Währung unter massiven Druck brächte und die Probleme in den Ländern weiter verschärfte.

Der Grund dafür ist simpel: Ginge Frankreich zurück zum Franc, würde es seine über zwei Billionen Euro Staatsschulden natürlich in Franc “zurückzahlen” – wobei der Begriff nicht wirklich passt, da kein Land der Welt jemals seine Schulden getilgt hat. Stattdessen wurden sie stets irgendwann einfach genullt. Die Anleger wären aber mit der Rückzahlung bzw. Absicherung ihrer Anleihen in einer deutlich abgewerteten Währung nicht zufrieden, sondern würden dies als Staatspleite interpretieren.

Daher möchten viele die französischen Papiere möglichst bereits im Vorfeld loswerden, denn auch wenn ein Sieg Le Pens von “Experten” für unwahrscheinlich gehalten wird, beim Brexit sowie der Wahl Donald Trumps lagen diese Leute ebenfalls völlig daneben mit ihren Einschätzungen.

So drohen also schon vor den Wahlen oder einem Euro-EU-Ausstieg Frankreichs gewisse Turbulenzen an den Märkten. Um diese zu beruhigen und das Risiko eines Euro-Crashes zu mindern, könnten EZB und Bundesregierung ihrerseits auf dumme Gedanken kommen, sich etwa zu einer Aussage wie “der Euro ist sicher, notfalls garantiert Deutschland für alle Mitglieds-Länder” hinreißen lassen.

Das würde zwar vermutlich nicht offenherzig verkündet, schließlich sind im Herbst ebenso Wahlen in der deutschen Bananenrepublik, doch die amtierende Mischpoke hat derart die Hosen voll, dass sie zu sprichwörtlich allen nur denkbaren Schandtaten, mindestens durch die Hintertüre, bereit ist.

Spannend dürfte es nach den Wahlen in Holland Mitte März werden. Gewinnt dort die EU-, Euro- und islamkritische PVV mit Geert Wilders an der Spitze, könnte das nicht bloß die noch unentschlossenen Franzosen animieren, ebenfalls Le Pen zu wählen, sondern damit auch die Märkte endgültig in Aufruhr versetzen.

Wir werden bald sehen, was passiert und wie die Politik bzw. deren wahren Drahtzieher hinter den Kulissen darauf reagieren. 2017 könnte sich in vielfacher Hinsicht durchaus ziemlich turbulent entwickeln. Kluge Anleger sind hierauf jedoch vorbereitet und haben ihr Sparvermögen aus dem wankenden Finanzsystem längst abgezogen.

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Ein Kommentar

  1. vergangene Woche veröffentlichte die italienische Zeitung “La Stampa” einen offenen Brief von vier europäischen Top-Politikern. In der deutschen Presse wird dieser Brief ignoriert – dabei ist der Inhalt hochbrisant. Darin fordern die Parlamentsvorsitzenden vier europäischer Mitgliedsstaaten eine “Föderale Union von Staaten mit breiten Kompetenzen”. Es handelt sich dabei um Claude Bartolone (Präsident der Assemblée Nationale in Frankreich), Laura Boldrini (Präsidentin der Abgeordnetenkammer in Italien), Norbert Lammert (Vorsitzender des Bundestags in Deutschland) und Mars di Bartolomeo (Präsident der Chambre des Députés in Luxemburg). In dem Brief fordern die Politiker: “Wir müssen den Mut haben, Souveränität in vielen Bereichen zu teilen, in denen das Handeln von einzelnen Staaten ineffektiv und zum Scheitern verurteilt ist: von der Klimaerwärmung zur Energiepolitik, von den Finanzmärkten zu Regeln über die Immigration, Steuerflucht bis zum Kampf gegen den Terrorismus.”

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