Der Geist ist aus der Flasche entkommen – Explodiert bald die Inflation?

Wilhelmine Wulff / pixelio.de / crash-news.com

Zitat von www.welt.de:

Völlig unerwartet steigt die Teuerungsrate in Deutschland auf fast zwei Prozent. Kehrt die Inflation tatsächlich zurück, steht die Europäische Zentralbank vor einem schweren Problem.

[…]

Vollkommen passiv dürften die meisten Bürger allerdings nicht bleiben. Die höhere Inflation könnte sogar die Wahlentscheidung beeinflussen und auch die Regierung unter Druck setzen. Auf alle Fälle dürfte sich die Urangst wieder zurückmelden.

Kommentar von crash-news.com:

Seit Jahren schon rechnet uns die Regierung eine angebliche fast Null-Inflation vor. Doch abgesehen vom gemäßigten Benzinpreis stiegen die Preise in vielen Lebensbereichen unvermindert an. Einige Lebensmittel trotzten der kontinuierlichen Teuerung zwar durchaus, aber Versicherungen, Strom, Wasser, Gebühren, Mieten und vieles andere mehr zeigten alles andere als einen Preisstillstand. Jetzt könnte es noch schlimmer werden.

Selbst diejenigen, welche der staatlichen Zahlenpropaganda tatsächlich weiterhin Glauben schenken, bemerken zumindest, welchen verheerenden Effekt die vermeintliche Nicht-Inflation bzw. Nullzinspolitik auf ihr Sparvermögen hat: Die eigenen Rücklagen wachsen nicht oder schrumpfen gar, während viele Preiserhöhungen gleichzeitig das eigene Einkommen schröpfen.

Gerne verweisen die regierenden Statistikfälscher auf irgendwelche angeblichen Lohnsteigerungen in den letzten Jahren, die aber bei der Masse entweder ausblieben oder aufgrund der kalten Steuerprogression direkt wieder von den Blutsaugern in Amt und Würden einkassiert wurden. Nicht umsonst wird Inflation auch gern als die brutalste Steuer bezeichnet.

Auslöser für die „plötzlich“ stark gestiegene offizielle Inflationsrate ist im Wesentlichen der Ölpreis, der mit etwas Verzögerung auf praktisch alle produzierten Güter durchschlägt. Kein Dienstleister oder Hersteller kann und will steigende Energie-, Beschaffungs- und Transportkosten selbst auffangen, sondern gibt sie oft unmittelbar an die Endverbraucher weiter.

Dieser Effekt summiert sich bei den Konsumenten deshalb auf und die Verharmlosung von EZB-Chef Mario Draghi, es gebe „kein Anzeichen für einen überzeugenden Aufwärtstrend bei der Inflation“ ist wieder einmal eine dreiste Lüge aus seinem Munde.

Als einen Schuldigen für die im Dezember sprunghaft angestiegene Inflation haben die „Experten“ Donald Trump ausgemacht. Sein bereits im Wahlkampf angekündigtes Konjunkturprogramm habe irgendwie die Preise in die Höhe getrieben, behaupten sie.

Natürlich ist das nichts weiter als eine lächerliche Ausrede, da eben diese „Experten“ allesamt vom Sieg des Republikaners völlig überrascht wurden und ganz und gar nicht mit dieser „Katastrophe“ gerechnet hatten. Insofern ist deren diesbezügliches Geschwätz nicht glaubwürdiger als ihr übriges weltfremdes Gefasel.

Wer wie diese Leute nämlich behauptet, die Billionen frisch gedruckten und durch nicht gedeckten Geldes der Fed, der EZB sowie der Zentralbanken von Großbritannien, Japan und anderen Ländern hätten keinen oder kaum einen Effekt auf die Inflationsrate, der kann nur als notorischer Lügner bezeichnet werden.

Schon ein kleines Kind versteht, wie das System funktioniert: Stehen im Kindergarten für zehn Jungs 20 Sandeimer zur Verfügung, bleibt beim Burgenbau alles friedlich – bis plötzlich einer der Kleinen eines der beiden zuvor unbenutzt herumstehenden Dreiräder entdeckt und besteigt. Der „Wert“ dieser Fahrzeuge schnellt damit augenblicklich in die Höhe und neun Kinder prügeln sich sprichwörtlich um ein Dreirad, während die 20 Eimer auf einmal niemanden mehr interessieren.

Dieselben Folgen können derzeit im sozialistischen Venezuela beobachtet werden. Laut dem Internationalen Währungsfonds lag dort die Inflation im vergangenen Jahr bei stattlichen 475%. Gerade erst hat Präsident Maduro den Mindestlohn um 50% angehoben, was die verheerende Situation aber nur noch schlimmer macht. Ohne harte Währungsreform kommt das Land nicht mehr aus der Misere.

Ganz ähnliches Ungemach steht auch dem Euro- und später dem Dollarraum – und somit der ganzen Welt – bevor. Gigantische Geldmengen, von den Zentralbanken zur Aufrechterhaltung des Schneeballsystems alias Fiat-Geldsystem ohne Sinn und Verstand in Umlauf gebracht, bahnen sich zu gegebener Zeit ihren Weg und münden dann in einer der größten Vermögensvernichtungen aller Zeiten.

Wenn das passiert, streiten sich Millionen Menschen nicht etwa um die Unmengen Dollar- und Euro-„Eimer“, sondern sie werden sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, um einen der wenigen Plätze auf den Gold- und Silber-„Dreirädern“ zu erwischen. Kluge Kinder reservieren sich die Gefährte hingegen, solange alle anderen mit ihren Sandburgen beschäftigt sind.

Wann es zum Zusammenbruch des Geldsystems kommt, kann niemand mit Gewissheit vorhersagen, aber die Wahrscheinlichkeit für den Crash steigt mit jedem Tag, an dem zusätzliches und durch nichts gedecktes Geld in Umlauf gebracht wird. Allein die EZB pumpt weiterhin jeden Monat zwischen 60 und 80 Milliarden Euro in die Märkte – ohne jeden Gegenwert.

Somit ist klar, dass dieses Spiel nicht ewig fortdauern kann, sondern zwangsläufig und schon sehr bald zu einem unsanften Ende führen wird. Wer also nicht rechtzeitig aufs goldene oder silberne Dreirad aufsitzt, muss sich später leider mit Eimern voller wertlosem, bunt bedrucktem Baumwollpapier abfinden.

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