30.000 Euro Strafe: Webseiten zur Abtreibungsberatung in Frankreich bald illegal

Rudolpho Duba / pixelio.de

Zitat von de.radiovaticana.va:

Gewisse Lebensschutz-Webseiten könnten in Frankreich bald illegal sein: […] Danach soll es strafbar werden, Frauen via Internet von einer Abtreibung abhalten zu wollen.

[…]

Die Regierung wirft solchen Anti-Abtreibungs-Homepages „Desinformation“ und „moralischen Druck auf Schwangere“ vor.

Kommentar von crash-news.com:

Altkanzler Helmut Kohl sagte einmal: „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“ Anhand des jüngst beschlossenen Gesetzesvorschlags, Abtreibungsberatung im Internet unter Strafe zu stellen, lässt sich damit sehr eindrücklich ablesen, wie es in Frankreich um den Zustand seiner Gesellschaft bestellt ist. Bei Terror heulen alle laut auf, bei Babymord herrscht hingegen Redeverbot.

Unsere westlichen Nachbarn hatten in den letzten wenigen Jahren einiges an schwierigen gesellschaftlichen Ereignissen zu verkraften, allerdings vollständig hausgemacht. Im Namen der „Religion des Friedens“ wurden mehrere äußerst blutige Attentate gegen die Bevölkerung verübt, was das Land bis ins Mark erschütterte und internationales Mitgefühlt erregte.

Beim Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Januar 2015 wurden elf Personen von Al-Qaida-Terroristen erschossen. Im November desselben Jahres töteten Kämpfer des IS sogar 130 Menschen bei einem Attentat in Paris. Natürlich versetzte dieses Geschehen unsere Nachbarn in einen schweren Schockzustand, der damals verhängte Ausnahmezustand dauert bis heute an.

Weitaus weniger – oder besser gesagt überhaupt keine – mediale Präsenz und Anteilnahme erfahren hingegen die jährlich rund 220.000 bereits im Mutterleib ermordeten Kinder französischer Mütter. Seit dort 1975 die Abtreibung legalisiert wurde, gab es sogar mehrere gesetzliche Verschärfungen diesbezüglich, sodass es seit den 90er Jahren strafbar ist, Abtreibungen zu behindern bzw. Frauen davon abzuhalten.

Dieser Straftatbestand wird künftig auch auf das Internet ausgeweitet: Wer vorsätzlich die Tötung eines Ungeborenen durch Beratung in der digitalen Welt verhindert oder dies versucht, kann mit bis zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 30.000 Euro belangt werden.

Selbst Atheisten sind nicht in der Lage, ernsthaft abzustreiten, dass das Leben eines Menschen nicht erst mit seiner Geburt beginnt, sondern bereits mit seiner Empfängnis. Es handelt sich daher lediglich um eine willkürliche politische Festlegung, das Töten eines menschlichen Lebewesens im Bauch seiner Mutter als legal zu betiteln, während die Ermordung von Volksfest- oder Weihnachtsmarktbesuchern augenscheinlich als Terrorakt betrachtet wird. Üblicherweise nennt sich so etwas Heuchelei.

Die Absurdität dieser Situation könnte kaum größer sein, zumal dabei ausgerechnet diejenigen Menschen vom Recht auf Leben ausgegrenzt werden, die überhaupt nicht in der Lage sind, sich vor dem willkürlichen Tötungsakt selbst zu schützen. Als Begründung für diesen täglichen Massenmord – weltweit sterben auf diese Weise 50 Millionen Babys jedes Jahr – wird das Selbstbestimmungsrecht der Frauen herangezogen.

Würde jemand mit derselben Argumentation die Tötung seiner Eltern im Seniorenalter begründen, weil für ihn deren Betreuung eine zu große Zumutung oder zu hohe finanzielle Belastung bedeutete, müsste er entweder mit einer Klage oder der sofortigen Einweisung in eine Psychoklinik rechnen. Offenkundig messen Politik und Gesellschaft hier mit zweierlei Maß.

Frankreich ist hierbei kein Einzelfall, denn überall im „modernen“ Westen werden heute sogenannte Frauenrechte über das Recht auf Leben von Kindern gestellt. Doch die brutale Vehemenz, mit welcher den mitunter völlig alleingelassenen und verzweifelten werdenden Müttern nun auch noch die letzte Möglichkeit einer Beratung und Hilfe über das Internet geraubt wird, stellt das französische Parlament an die Spitze dieses organisierten Massenmordens.

Ob sich die Menschen, die das zu verantworten haben – dazu gehören ebenso die Wähler, welche genau diese Politik bestellten – wohl bewusst sind, dass derartiges Verhalten einmal Konsequenzen nach sich ziehen könnte? Ist der ständige Terror in gewisser Weise vielleicht schon ein Teil einer Antwort desjenigen, dem die überhebliche Menschheit den erhobenen Mittelfinger zeigt?

Sich mit demjenigen anzulegen, der als einziger in der Lage ist, Leben zu erschaffen, indem eben dieses Leben in purer und gnadenloser Willkür vernichtet wird, ist – soviel ist sicher – keine wirklich gute Idee. Darum sollte niemand überrascht sein, wenn ihm unser Schöpfer eines Tages aus diesem Grund selbst das Recht auf Leben abspricht. Ein Mord bleibt nämlich immer ein Mord, egal was Politiker mit ihren Gesetzen daraus zu stricken versuchen.

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