Wegen Vertrauen in EZB-Druckerpresse: Dax springt wieder über wichtige Marke

geralt / Pixabay.com

Zitat von www.bild.de:

Auftrieb gab am Morgen die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag ihr gigantisches Wertpapier-Kaufprogramm über den März 2017 hinaus verlängern und so die Finanzmärkte mit weiteren Milliarden fluten wird.

[…]

Mit dem Sprung über die markante Marke von 11 000 Punkten hat sich der Dax aus seiner Lethargie der vergangenen Monate befreit. Sorgen um die Weltwirtschaft, die Eurokrise und das Brexit-Votum der Briten hatten die Kurse im Jahresverlauf teils deutlich belastet.

Kommentar von crash-news.com:

Es ist mitnichten ein nachhaltiges oder auch nur überhaupt reales Wachstum, das sich an den Börsen seit Jahren abspielt. Doch davon lassen sich die Anleger nicht beirren. Ganz im Gegensatz zu ihrer Angst vor politischen Kehrtwenden, die stets als Katastrophen angedroht wurden, dann aber zu einem Nicht-Effekt führten. Deswegen steht einem weiteren Kursmarathon nichts im Wege, Mario Draghi wird Drucken, was die Rechner hergeben.

Erst im Februar 2016 stand der Dax noch unterhalb von 8.700 Punkten, mittlerweile hat er sich wieder „erholt“ und überschritt heute die 11.000er Schwelle. Eigentlich hätte das nicht passieren dürfen, jedenfalls nicht den „Experten“ zufolge, denn zunächst schockierten die Briten dieses Jahr mit ihrem Nein zur EU-Diktatur, dann folgte vor wenigen Wochen der Trump-Gau in den USA und zuletzt kam das gescheiterte Referendum in Italien hinzu.

Seltsam, haben die schlauen Ökonomen wirklich so gar kein Gespür mehr für das Marktgeschehen oder sind sie schlicht zu pessimistisch? Es kommt auf die Perspektive an. In einem freien Markt mit einer unabhängigen Zentralbank und einer durch reale Werte gedeckten Währung hätte es sicherlich jeweils andere Bewegungen gegeben, aber leider sind die Handelsplätze und -abläufe manipuliert, die Gelddrucker korrupt und unser Geld keinen Pfifferling wert.

Dasselbe gilt für den Zustand unserer Wirtschaft: In Wahrheit gibt es dort keinen Grund zum Jubeln, denn Investitionen und Exporte mögen zwar durchaus nennenswerte Zahlen vortäuschen, doch dahinter steckt lediglich der Antrieb mittels billigem Nullzinsgeld und unbezahlte Rechnungen, was der aktuell offene, über 750 Milliarden Euro hohe Target2-Saldo beweist. Dies entspricht rechnerisch fast einem Drittel des gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Offenbar orientieren sich die „Experten“ tatsächlich an den realen Fakten, welche durch die 80 Milliarden Euro, die Mario Draghi jeden Monat in die Märkte pumpt, bloß zu einem vermeintlich gesundem Wachstum aufgeblasen werden. Und mit dieser Interpretation lägen diese Leute eigentlich sogar fast richtig – jedenfalls in nicht auf diese massive Weise beeinflussten Finanzmärkten, von denen es wahrscheinlich gar keine gibt.

Auch die angeblich sprudelnden Steuereinnahmen täuschen ein falsches Bild der Realität vor: Stünde dahinter ein gesundes Wachstum, müssten in unserer Marktwirtschaft nicht 170 Milliarden Euro an Subventionen verteilt werden, was dem gesamten Lohnsteueraufkommen eines Jahres entspricht. Eine prosperierende Wirtschaft bräuchte diesen gigantischen Geldregen nicht – eine schwerkranke hingegen unbedingt.

Sobald Draghi seine Druckerpresse langsamer rotieren ließe, bräche dieses instabile Gebilde sofort in sich zusammen. Zwar wird derzeit spekuliert, der EZB-Chef könnte das irre Anleihekaufprogramm womöglich doch nicht über den März 2017 hinaus verlängern oder höchstens wenige Monate, aber der Mann hat im Grunde genommen gar keine andere Wahl, als die Märkte mit immer neuem, durch nichts gedecktem Geld weiter aufzupumpen, da unser Geldsystem nun mal einem exponentiell wachsenden Schneeballsystem gleicht.

Wer sich insofern von einem steigenden Dax und anderem angeblichen „Wachstum“ täuschen lässt und in dieses System sogar investiert, braucht sich später nicht zu wundern, denn dieser bereits heute prall gefüllte Ballon wird definitiv platzen und zwar mit großem und verheerendem Getöse.

Noch spielt die Musik und die „Reise nach Jerusalem“ lässt die Zuschauer ihre tollen Anlagen wild beklatschen und bejubeln. Doch wehe, plötzlich geht auf dieser Party der Saft aus: Statt den normalerweise in der Mitte stehenden Stühlen, um welche die Mitspieler herumjagen, befindet sich dort nämlich bloß ein großes, schwarzes Loch, in welchem all die vielen Scheinvermögen auf Nimmerwiedersehen verschwinden werden.

Die Weltwirtschaft und das Finanzsystem sind praktisch hirntote Patienten. Sie werden lediglich noch durch mehrere Herz-Lungen-Maschinen namens Fed, EZB und Co künstlich am Leben erhalten. Die „Ärzte“, Politik und Oberbänker, diskutieren vordergründig über Sterbehilfe, aber keiner von ihnen wagt es, tatsächlich den Stecker auch nur anzufassen, geschweige denn, ihn zu ziehen. Nun, er wird wohl bald von selbst herausfallen.

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Ein Kommentar

  1. EU-Kommission forciert eine „Harmonisierung“ der Körperschaftssteuer. Das heißt eine gemeinsame Konsolidierung der Körperschaftsteuer- Bemessungsgr­undlage (GKKB) finden und den Kampf gegen Steuervermeidung vorantreiben. Und das nach verschiedenen Fehlversuchen 2001, 2007 und 2011. Neues Steuersystem zwischen den EU-Ländern geplant. Und das ist beim normalen Bürger noch nicht angekommen – soll ein System zur Umverteilung der Körperschaftssteuereinnahmen zwischen den EU-Ländern geschaffen werden. Dazu plant die EU-Kommission die Festlegung eines gemeinsamen Regelwerks, um die steuerpflichtigen Gewinne eines Unternehmens zu
    berechnen. Dabei soll eine gemeinsame Bemessungsgrundlage für Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Mio. € jährlich gelten.EU-weite „gerechte“ Verteilung von Steuereinnahmen? Und jetzt kommt’s,: Diese Steuereinnahmen sollen „gerecht“ zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten verteilt werden.

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