Italien steht im Endspiel gegen den Euro – Sparer bringen ihre Vermögen in Sicherheit

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Zitat von www.wiwo.de:

Wegen der Ungewissheit über den Ausgang des italienischen Verfassungsreferendums und den Verbleib Italiens in der Eurozone kaufen Italiener Gold und bunkern es in der Schweiz.

[…]

Am 4. Dezember stimmen die Italiener über eine Verfassungsreform ab, an die Ministerpräsident Matteo Renzi seine politische Existenz geknüpft hat. Fällt er bei diesem Stimmungstest durch, worauf die jüngsten Umfrageergebnisse hindeuten, könnte das der Anfang vom Ende Italiens in der Europäischen Union und im Euro sein.

Kommentar von crash-news.com:

Wenn am kommenden Sonntag die Italiener über das Verfassungsreferendum abstimmen und mit einem wahrscheinlichen Nein ihrem Ministerpräsidenten Matteo Renzi gleichzeitig den Laufpass geben sollten, dürfte augenblicklich große Unruhe in die Eurozone einkehren. Weil viele Anleger in Italien dann einen mittelfristigen Euro- und EU-Ausstieg des Landes sehen, tun sie das einzig Richtige in dieser Situation.

Der Stiefel im Mittelmeer ist für seine politische Instabilität berüchtigt und genau jene könnte nach der Absage an das Referendum wieder einmal drohen. Im Unterschied zu früheren Neuwahlen steht jedoch kein Berlusconi mehr zur Wahl, sondern die von den sozialistischen Machthabern in Brüssel, Berlin, Paris und Rom gefürchteten „Rechten“ um den früheren Kabarettisten Beppe Grillo mit seiner europakritischen Fünf-Sterne-Protestbewegung.

Dieser fordert schon länger ein weiteres Referendum – ein in einigen Teilen Europas durchaus übliches demokratisches Mittel, was uns in unserer hyperdemokratischen Bananenrepublik aus gutem Grund von der politischen „Elite“ vorenthalten wird – und zwar über den Verbleib Italiens in der Eurozone sowie in der EU. Angesichts der verheerenden Wirtschaftslage des Landes ist die Stimmung der Bürger relativ klar, sie wollen den Italexit.

Dass die Italiener das Verfassungsreferendum ablehnen, gilt als nahezu sicher. Nicht nur sehen viele in der Verknüpfung des Regierungschefs mit dieser Abstimmung die Chance, den korrupten Herrscher elegant loszuwerden, sondern die sogenannten „Reformen“ sollen sowohl die Zusammensetzung als auch die Befugnisse des Senats, der zweiten Kammer im italienischen Parlament, radikal beschneiden, um noch „demokratischer“ zu werden, sprich, das volksferne Durchregieren soll eine sozialistische Diktatur Roms stärken.

Offenbar befürchten viele Bürger nicht bloß das drohende politische Chaos, sondern zudem unvorhersagbare Unruhen an den Finanzmärkten und bringen deshalb ihre Vermögen in Sicherheit. Dazu wird massenweise Geld von den sowieso schon stark angeschlagenen Banken dort abgezogen und in die Schweiz transferiert, wo die riskanten Euros wiederum in sicheres Gold umgewandelt werden.

Die wankende Banca Monte dei Paschi di Siena, drittgrößte Bank Italiens, musste seit Anfang des Jahres bereits 14% Einlagenschwund verkraften. Ausgerechnet dieses Institut benötigt bis Jahresende noch fünf Milliarden neues Eigenkapital – ein durchaus ambitioniertes Vorhaben, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

Längere Zeit war nun vermeintlich Ruhe im europäischen Kindergarten. Der Brexit wurde entgegen den Ankündigungen und Erwartungen bislang gut verkraftet, aber eine Wiederholung dieses Szenarios dürfte die Zwangsunion schwer und bis in die Grundfesten erschüttern. Sollten in Italien tatsächlich Neuwahlen und die Nation in diesem Zuge unter die Herrschaft von Grillos Protestbewegung kommen, droht eine fatale neue Euro-Krise.

Immerhin ist die italienische Republik die drittgrößte Volkswirtschaft im Euroraum, nach Deutschland und Frankreich. Doch nicht nur der Spaghetti-Staat könnte schon bald vor Neuwahlen stehen, auch die Franzosen wählen im kommenden April. Ein Sieg des „rechten“ Front National scheint durchaus wahrscheinlich und die potenzielle Präsidentin Marine Le Pen plant ebenfalls ein EU-Referendum.

Mit etwas Glück stehen dem europäischen Irrenhaus in Brüssel also richtig schlimme Zeiten bevor. Diese vermeintlich positiven Aussichten hinsichtlich eines nahenden Endes des westlichen Sowjetreiches werden jedoch durch die verheerenden Folgen für die Bürger des Kontinentes getrübt.

Zerbricht die Währungsunion infolge eines oder gar mehreren Austritten, crasht der Euro mit hoher Wahrscheinlichkeit und die Sparer verlieren ihre sämtlichen Geldvermögen. Dies bedeutet nicht, dass ein Euro-Kollaps nicht auch schon jederzeit vorher geschehen kann. Im Gegenteil, allein die Ablehnung des italienischen Verfassungsreferendums könnte bereits den Anfang vom Ende einläuten

Warten wir einmal ab, wie das Endspiel am Sonntag ausgeht. Die Stimmung im Land dürfte ziemlich klar gegen Renzi sein, während es hinsichtlich der Auszählungen ganz genau hinzuschauen gilt, da unsere sogenannten „Demokraten“ inzwischen bekannt für ihre Tricksereien und Manipulationen sind – ein Blick nach Österreich oder in die USA genügen.

In jedem Fall aber sollten sich kluge Menschen längst oder allerspätestens jetzt auf sämtliche Eventualitäten eingestellt und ihre Vermögen in Sicherheit gebracht haben. Spar- und Festgeldkonten, Fonds, Aktien, Lebens- und Rentenversicherungen usw. gehören hier allerdings definitiv nicht dazu. Gold in der Schweiz, oder noch besser im eigenen Heim, sind eindeutig die gescheitere Wahl.

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