Pures Öko-Pharisäertum: Tier- und Umweltschutz oder vegetarische Heuchelei?

Sebastian Karkus / pixelio.de

Zitat von www.faz.net:

Vegetarische Salami stellt bei Rügenwalder die echte Wurst in den Schatten. Der Chef denkt schon darüber nach, das Fleisch komplett aus dem Sortiment zu streichen […].

[…]

„Abgesehen davon, dass eine Wurst unzweifelhaft eine leckere Sache ist, gibt es ja nicht viel Positives, was daran auszuloben ist.“ Daher will Rügenwalder in den kommenden Jahren konsequent Fleisch durch vegetarische Zutaten ersetzen. Denkbar scheint eine komplett fleischlose Herstellung.

Kommentar von crash-news.com:

Früher, vor noch gar nicht allzu langer Zeit, war es für nicht wenige Menschen ein echtes Privileg, regelmäßig Fleisch und Wurst essen zu können. Dank moderner und hoch automatisierter Landwirtschaft kann sich heute hingegen nahezu jeder diesen „Luxus“ leisten und sich ein- oder mehrmals pro Woche über ein saftiges Steak auf dem Teller freuen. Nachteil dieses Fortschritts: Ein Abgrenzen von der Masse ist so kaum mehr möglich.

Weil sich der durchschnittliche Pöbel längst ebenfalls das obligatorische Schnitzel gönnt, versuchten sich die selbsternannten „Besseren“ und Gutmenschen nicht etwa durch größere Fleischstücke vom ihrer Ansicht nach niedrigeren Gesindel abzuheben, sondern sie wählten eine ganz neue Differenzierungs-Strategie.

Zunächst war es das Bio-Fleisch, was angeblich gesünder und umweltverträglicher sein sollte – in erster Linie aber ist es deutlich teurer und damit für die Masse wiederum schwerer erschwinglich -, womit sich die selbstherrliche Klientel vom Rest abzugrenzen versuchte. Doch während der Bio-Modetrend nach wie vor weite Bereiche der Lebensmittelbeschaffung dieser „Öko-Elite“ beherrscht, ging sie in Sachen Fleisch und Wurst einen neuen Weg:

Dieser lautet „bewusster Verzicht“. Natürlich nicht im tatsächlichen Sinne, sondern lediglich in Form des in diesen Kreisen üblichen Pharisäertums. Anstatt echtem Fleisch verspeisen diese „Erleuchteten“ jetzt nämlich Fleischersatzprodukte, da sogar nach eigener Aussage des Chefs des Wurstherstellers Rügenwalder Mühle „Wurst ernährungsphysiologisch nicht so der Brüller“ und an solchen Produkten „nicht viel Positives auszuloben“ sei.

Naja, der Geschäftsführer muss es ja wissen, was er da so Fragwürdiges produziert und womit er bisher immer gute Geschäfte machte. Er hat sich jedenfalls bereits bestens auf die elitäre Kundschaft eingestellt und stellt mittlerweile 20% seiner „Fleisch- und Wurstwaren“ ohne den ursprünglichen Rohstoff dieser Branche her.

Als Ersatzstoffe dienen etwa Eiweiß, Soja, Milch und Erbsen. Abgesehen von der giftigen Sojapflanze eigentlich allesamt gute Zutaten. Das Seltsame dabei ist nur, dass die Kunden ihren bewussten und vor allem bewusst inszenierten „Verzicht“ freiwillig so teuer bezahlen, denn natürlich ist echtes Fleisch wesentlich teurer als der vegetarische Ökokram.

Aber was tun diese Leute nicht alles für unseren Planeten – und vor allem für sich? Angeblich wollen die meisten Vegetarier mit ihrem „vorbildlichen“ Handeln vor allem die Tiere schützen. Im Gegensatz zu Veganern, die vollständig auf tierische Produkte verzichten, ist das jedoch nichts anderes als inhaltsleeres Geheuchel.

Für die Herstellung vieler vegetarischer „Leckereien“ werden nämlich jede Menge Milch und Eier benötigt. Was allerdings soll mit diesen Tieren geschehen, wenn sie nicht mehr den notwendigen Ertrag abgeben? Landen ausgediente Kühe und Hühner dann auf großen Weiden, wo sie bis zu ihrem natürlichen Tod ein schönes Leben genießen können?

Einmal davon abgesehen, dass es in unserem Land dafür gar keine Flächen gibt – wer sollte das bitteschön bezahlen? Die Vegetarier vielleicht? Auf der anderen Seite sorgt dieser Effekt womöglich sogar für sinkende Fleischpreise und erfreut somit all jene, welche dieser linksgrünen Ernährungs-Religion nicht huldigen, denn selbstverständlich lebt keine einzige Kuh und kein Huhn auch nur einen Tag länger wegen diesen selbsternannten „grünen Heiligen“.

Doch die entscheidende Frage an die vegetarischen Bessermenschen lautet: Warum seid Ihr einerseits so scharf auf Produkte, die wie Wurst und Fleisch aussehen und gleichermaßen danach schmecken sollen, obwohl Ihr andererseits Eure große – und meist genauso militante – Überzeugung zum Tierschutz so hervorhebt?

Es gibt ein einfaches Wort, das dieses Phänomen treffend beschreibt: Heuchelei. Wer tatsächlich Tiere schützen will, soll gefälligst alles meiden, was mit ihnen im Zusammenhang steht. Das betrifft zum einen die Vegetarier, welche fleisch- und wurstähnliche Erzeugnisse konsumieren, die größtenteils einfach nur aus anderen tierischen Bestandteilen bestehen, und zum anderen auch die Veganer, deren grüne Weiden ohne den Dünger der Tiere ihre hohe Bodenfruchtbarkeit verlieren.

All das wäre vielleicht noch irgendwie erträglich, wenn diese selbsternannten Ernährungs-„Eliten“ ihren milch- und eierhaltigen Fleischersatz stumm braten oder ihren fleischfreien Bio-Veggie-Burger aus frischem Gras und Baumrinde in aller Stille verspeisen würden. Aber leider neigen diese Bessermenschen überwiegend dazu, die halbe Welt zwangsweise missionieren zu wollen.

Eine wenig vorausschauende Strategie übrigens, da sich diese Heuchler am Ende, sobald die ganze Menschheit sich gleichfalls vegan ernährt, nämlich ein neues Abgrenzungsmerkmal zum verhassten Pöbel ausdenken müssen. Naja, dann könnten sie es ja wieder mit echtem Fleisch versuchen.

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