Untergangsszenario eines Ökonoms: Wehe, wenn die Zinsen steigen – doch sie werden

RainerSturm / pixelio.de

Zitat von www.focus.de:

Sobald die Zinsen auch nur leicht steigen, werden die Immobilienpreise einbrechen – und dann droht ein Bankenkollaps. […] Weder die Kreditinstitute noch die Bankenaufseher seien darauf vorbereitet […].

[…]

„Das Kreditrisiko wird als gering behandelt, da die Immobilie als Sicherheit dient. Dass der Wert der Immobilie unsicher ist, wird übersehen […].

Kommentar von crash-news.com:

Es herrscht seit längerer Zeit Ruhe an den Finanzmärkten, so als ob jede Gefahr gebannt und sämtliche Probleme beseitigt wären. Der Schein trügt jedoch, da die Zeitbomben weiterhin ticken und dieses gleichmäßige Geräusch offenbar sowohl Märkte, Politik als auch Anleger bloß schläfrig gemacht haben. Ein namhafter Volkswirtschaftler warnt nun vor der trügerischen Stille und zeigt ängstlich auf die Zinsschraube.

Mit der Finanzkrise von 2008 fielen die Leitzinsen in den USA binnen kürzester Zeit von gut fünf auf nahezu Null Prozent. Auch in der EU ging es von vier zunächst auf ein Prozent und vor rund zwei Jahren dann ebenfalls auf Nullniveau hinab. Seither ist das Leihen von Geld so billig wie nie.

Das hat sich besonders auf Immobilienfinanzierungen ausgewirkt: Wer es irgendwie hinbekam, ging zur nächsten Bank und finanzierte zum Niedrigstzins ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung, denn kaufen oder bauen sei angeblich viel billiger als mieten. Noch dazu macht die eigene Hütte im persönlichen Umfeld natürlich einiges her.

Ökonom Martin Hellwig, Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Berlin, sieht darin große Gefahren. Zum einen übersähen die Banken das Kreditrisiko dieses Geschäfts, da im Falle steigender Zinsen unmittelbare Refinanzierungsprobleme drohten, die Geldhäuser müssten dann nämlich frisches Geld teurer leihen als sie es mit den laufenden Krediten verdienten.

Zum anderen würden bei einem deutlichen Zinsanstieg die Immobilienpreise sinken und diese vermeintliche Sicherheit zur Implosion bringen, was die Banken zu enormen Abschreibungen und bis in die Pleite treiben könnte. Ohne Niedrigzinsen leihen sich logischerweise viel weniger Leute Geld zum Hausbau oder -kauf, Immobilien werden also schwerer verkäuflich und notwendigerweise beginnen die Preise zu fallen. Das ach so sichere Betonpfand ist somit dahin.

Diese gefährlichen Zusammenhänge sind allesamt richtig, aber der Ökonom übersieht bei seinen Überlegungen eine wichtige Sache: Ein Zinsanstieg ist finanzpolitisch betrachtet zur Zeit und ebenfalls langfristig gar nicht mehr möglich, da den Verantwortlichen in den Zentralbanken diese und weitere Gefahren natürlich durchaus bewusst sind.

Schließlich haben sich nicht allein unzählige Privatpersonen und Unternehmen massiv verschuldet, auch die Staaten türmten speziell in den letzten Jahrzehnten gigantische Schuldenberge auf. Mario Draghi wird sich daher hüten, die Zinsen jemals wieder spürbar nach oben zu lenken, denn für den daraus notwendigerweise resultierenden globalen Crash des Finanzsystems will er sich bestimmt nicht verantworten müssen. Also bleiben die Zinsen um jeden Preis unten.

Es gibt nur einen Fall, in dem EZB und Co trotzdem zu solch einem Schritt gezwungen wären und tatsächlich entsprechend reagieren müssten: Ein abrupter Ausverkauf des Euro oder einer anderen Währung, etwa weil ein wichtiger Kandidat, beispielsweise unsere Bananenrepublik, aus der Eurozone aussteigt oder seine Pleite bzw. Zahlungsunfähigkeit eingestehen muss.

In diesem Moment wollen nämlich insbesondere die institutionellen Anleger so schnell wie irgend möglich ihre Euro-Investitionen loswerden, um den eigenen Verlust durch den beginnenden Währungsverfall gering zu halten. Diesen panikartigen und die Märkte spontan erfassenden Ausverkauf der Einheitswährung könnte die Zentralbank dann lediglich noch mittels einer sofortigen, drastischen Zinsanhebung verhindern oder wenigstens abbremsen, um die Großinvestoren zu motivieren, die Währung nicht abzustoßen.

Doch selbst gesetzt den Fall, ein solch spürbarer Eingriff in den Zins in Richtung Norden hätte den gewünschten Erfolg und stoppte den Abverkauf des Euro, bräche wohl im selben Moment oder kurz danach eine akute Bankenkrise aus, da die Institute auf derart hohe Zinsen nicht vorbereitet wären und vielen durch die gigantischen Refinanzierungskosten unmittelbar das Genick gebrochen würde.

Genau darauf sind die Geldhäuser nämlich in keinster Weise eingestellt, obwohl sie es aus den Krisen von 1989 sowie 2007 eigentlich längst gelernt haben müssten – insbesondere im Hinblick auf die heute um Dimensionen niedrigeren Leitzinsen im Vergleich zu damals.

Dieselbe Katastrophe überkäme auch die hochverschuldeten Staaten. Geld für 0% oder gar zu negativen Zinsen zu leihen wäre vorbei und die regelmäßig anstehenden Überrollvorgänge laufender Kredite in Milliardenhöhe würden plötzlich die Staatshaushalte massiv belasten.

Wenn überhaupt könnten sich die Regierungen bloß noch durch massive Steuererhöhungen, Privatisierungen, radikale Streichungen von Sozialleistungen und Rentenkürzungen kurze Zeit über Wasser halten, aber der immer höher steigende Zins-Tsunami sowie die Bürgerwut würde das böse Spiel vermutlich alsbald beenden.

Diese Zeitbombe tickt und sie wird früher oder später mit gigantischem Getöse und verheerenden, bislang nie dagewesenen Konsequenzen explodieren und unsere Zivilisation durch die katastrophalen Folgen weitgehend in Schutt und Asche legen – in diejenige Asche, aus welcher nach dem Plan einiger mächtiger, selbsternannter „Eliten“ ein neuer Phönix in Form einer „Neuen Weltregierung“ aufsteigen soll.

Immer wieder ertönten zuletzt solche deutlichen Warnungen, sogar von „offizieller“ Seite, doch die Verantwortlichen schauen stets bewusst weg, da sie sich für schlauer halten oder die Gefahren verheimlichen wollen, und die unzähligen potenziell Betroffenen möchten davon schlichtweg nichts hören. Beide Seiten werden ihr Verhalten eines nahen Tages bitterlich bereuen. Der Crash kommt, seien Sie bereit!

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2 Kommentare

  1. Noch ein Wort zu den Langzeitarbeitslosen in den USA, über die hierzulande nur wenig berichtet wird: Viele von ihnen haben so wenig zum Leben, dass sie sogenannte „food stamps“, also Lebensmittelmarken, beziehen müssen, um über die Runden zu kommen. Ebenfalls vom hiesigen Mainstream verschwiegen: Unter Obama wuchs das Heer dieser Bedürftigen von 26 auf 43 Millionen! Schuld daran sind schlecht bezahlte Jobs und steigende Verbraucherpreise.

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