Erziehung zur Staatsgläubigkeit: Heutige Schulabgänger unreif, dafür obrigkeitshörig

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Zitat von www.wiwo.de:

Das Bildungsniveau der Studienanfänger ist gesunken, sagt Volker Ladenthin. Auch wegen des vorgezogenen Abiturs. Die Kosten, die man durch G8 einspart, tragen nun Universitäten und Privatwirtschaft.

[…]

Es fehlt an dem, was man früher „Reife“ nannte, also Weltwissen, an sozialen Erfahrungen. Texte werden sehr schlicht interpretiert, sehr autoritätsgläubig. Eigene Fragestellungen fehlen, Mitschreiben ist wichtiger als Mitdenken.

Kommentar von crash-news.com:

Um Zeit und Kosten im Bildungssystem einzusparen, wurde vor etlichen Jahren das G8-Gymnasium fast bundesweit eingeführt. Der Erfolg dieser Maßnahme blieb aus. Im Gegenteil, Universitäten und Unternehmen klagen über immer schlechte qualifizierte Studenten und Bewerber. Sollte wirklich dieses eine fehlende Schuljahr ursächlich für die verheerende Entwicklung verantwortlich sein? Wohl kaum.

Nachdem sich etwa zehn Jahre nach Einführung des Abiturs nach der 12. Jahrgangsstufe eine stetig größere Bildungsnot bei den Schulabgängern von Gymnasien ausbildete, wuchs die Kritik an der Streichung der 13. Klasse. Das Bundesland Niedersachsen kehrte zwischenzeitlich sogar wieder vollständig zum neun Jahre dauernden Gymnasium zurück.

Doch der direkte Zusammenhang dieser Schulzeitverkürzung mit einem möglicherweise schlechteren Bildungs- und Reifestand der Abiturienten kann einerseits erst acht bzw. neun Jahre später überhaupt erstmals beurteilt werden, wenn nämlich der erste Jahrgang tatsächlich mit dem Abitur abschließt und an die Unis und Unternehmen strömt.

Andererseits entwickelt sich im selben Zeitraum die Gesellschaft ebenfalls „weiter“, was gleichermaßen erheblichen Einfluss auf den Zustand der Schüler am Ende der Schulzeit hat. In dieser Zeit kann viel passieren und wer die technische, politische und eben auch die gesellschaftliche Entwicklung allein der vergangenen zehn Jahre betrachtet, wird durchaus zustimmen, dass sich hier nicht viel zum Guten veränderte.

Hat das schlechte Abschneiden der heutigen Gymnasiasten also wirklich ausschließlich mit G8 zu tun? Dieses eine, letzte Schuljahr am Gymnasium, welches nun fehlt, soll die Schüler angeblich soviel mehr „reifen“ lassen?

Das ist wenig wahrscheinlich. Zwar eignen sich Heranwachsende in jungen Jahren teilweise enorme Mengen an Wissen, Motorik, Sozialkompetenz und anderen Dingen an, aber als Volljährige im 13. Schuljahr mit 18 oder 19 Jahren ist der Lernzuwachs, auch in Sachen Reife, schon erheblich langsamer geworden.

Außerdem genügt ein Blick zurück in die Vergangenheit, um diesen Trugschluss zu entlarven: Vor 30, 40 Jahren, als viel weniger Schüler überhaupt ins Gymnasium gingen und die Mehrheit von ihnen die Schulen bereits mit der mittleren Reife verließ, um anschließend einen Lehrberuf zu erlernen, waren diese jungen Menschen wesentlich selbstständiger, eigenverantwortlicher und insgesamt reifer als heute, was schon an ihrer durchschnittlich frühzeitigen Familiengründung ersichtlich ist. Sie wurden schließlich genau zu diesen Tugenden erzogen.

Mittlerweile sieht das völlig anders aus. In sozialistischen Ländern, wozu unsere Bananenrepublik zweifellos gezählt werden kann, ist das Ziel der Herrschenden eine möglichst einheitliche und konforme Gesellschaft, die alles brav befolgt, was ihr von der Obrigkeit, dem allmächtigen Staat, diktiert wird und zwar ohne Widerrede. Eigenständiges Denken oder gar die freie Meinungsäußerung zählen nämlich in einem solchen System ganz klar als böse und provozieren unmittelbar politische Verfolgung.

Genau das lässt sich hier und heute in Deutschland überall „bewundern“. Während es vor 30 Jahren noch vollkommen normal war, dass es in den Schulklassen eine enorm große Bandbreite an Individualisten gab, von langhaarigen, ledertragenden Heavy-Metal-Anhängern bis hin zu gescheitelten Brillenträger-Lehrerlieblings-Strebern, ist das Bild in den „modernen“ Schulen heutzutage regelrecht eintönig.

Nicht nur dieselben Marken in Bezug auf Kleidung, Handys oder anderes werden bevorzugt, auch das Erscheinungsbild sowie der Lebensstil der Kinder und Jugendlichen ist stets sehr ähnlich. Irgendwie herauszustechen und aus dem Rahmen zu fallen ist für viele von ihnen mitunter eine sehr anstrengende und zermürbende Erfahrung, weshalb sich nicht allein die Zöglinge, sondern genauso deren Eltern lieber der Masse und deren Einheitserscheinung und Einheitsvorlieben anpassen, um Stress und Nachteile zu vermeiden.

Dass die DDR in schulischer Hinsicht als positive Vergleichsreferenz dient, obwohl es eine klar sozialistische Diktatur war, hat zwei Gründe: Zum einen ist das DDR-Schulsystem schon über 25 Jahre Vergangenheit, in denen sich in der „neuen DDR“ namens Gesamtdeutschland gesellschaftlich viel zum Negativen verändert und die DDR sogar noch überholt hat. Außerdem war die DDR ja wahrlich kein Innovationsland.

Zum anderen ist der moderne Sozialismus extrem subtil. Die Mehrheit der Deutschen weiß nämlich gar nicht, dass sie in einem marxistischen System lebt. Stattdessen glaubt sie, das hier wäre eine „Demokratie“ – nun, das war die DDR dem Namen nach auch, es gab sogar Wahlen. Durch die schleichende Merkelisierung mit einigen Jahren rotem Schröder zuvor und dem fehlenden West-Fernsehen zum Realitätsvergleich hat kaum jemand bemerkt, was mit unserem Land zwischenzeitlich passierte.

Die wirkliche Ursache für die Unreife und Autoritätsgläubigkeit unserer Abiturienten liegt nicht in der weggelassenen 13. Klasse, sondern das Problem beginnt bereits im Kindergarten. Von kleinauf werden unsere Kinder inzwischen massiv indoktriniert und dazu animiert, sich der Gesellschaft vollständig anzupassen und sich brav einzufügen.

Überall hat der Staat seine – schmutzigen – Finger im Spiel und zwingt mögliche Außenseiter, sich einzugliedern, da sie sonst verschiedenste Nachteile erfahren. Die staatlichen Erziehungseinflüsse erstrecken sich von der Kita über die Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen und hören auch nicht bei den Universitäten auf, die besser als Uniformitäten bezeichnet werden sollten.

Darüber hinaus verfügt die Regierung über ein umfangreiches Netz an Staatsrundfunksendern und eine gleichgeschaltete Presse, was Schüler und Lehrer gleichermaßen auf sozialistische Linie bringt. Wer es dann trotzdem noch wagt, beispielsweise im amerikanischen Gesichtsbuch eine andere als die veröffentlichte Meinung zu äußern, bekommt direkt die staatlichen Bluthunde an den Hals gehetzt.

Und da wundern sich irgendwelche Bildungs-„Experten“ und andere Leute ernsthaft über die fehlende Reife, zu wenig Selbstständigkeit und zu große Obrigkeitshörigkeit bei unseren Schulabgängern? Mit einem wiedereingeführten zusätzlichen Schuljahr wird sich dieses verheerende Problem leider nicht lösen lassen, zuerst müsste das gesamte System erneuert und der Sozialismus dauerhaft vernichtet und aus allen Hirnen verbannt werden.

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Ein Kommentar

  1. Ja wer hat denn mit der Axt am Bildungssystem den Untergang desselben eingeleitet?

    Die SPD als sie 1972 den letzten Rest der Humboldtschen Bildung (nicht nur Ausbildung!)
    entfernte. Schlagwort: „Weg mit dem Muff der letzten 2500 Jahre“

    Im Zuge der 68-Wertewandel… wir kennen das ja.

    Deutschland hatte mit Humboldts Bildungssystem das beste jemals auf diesem Planeten existierende Schulsystem geschaffen, wenn auch nicht perfekt.

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