Dem Preis zuliebe: Subventionieren, wegschütten – Millionen Liter Milch landen im Abwasser

almotti / pixelio.de

Zitat von www.zeit.de:

Dem Bericht zufolge haben sich 9.947 Agrarbetriebe bereit erklärt, ihre Milchproduktion für drei Monate um rund 286 Millionen Liter zu reduzieren.

[…]

Um das Überangebot an Milch zu regulieren und die Preise zu stabilisieren, sollen 150 Millionen Euro an Milcherzeuger gezahlt werden, die ihre Produktion drosseln. Die übrigen 350 Millionen Euro gehen an die EU-Staaten zur weiteren Verteilung […]

Kommentar von crash-news.com:

Was tun Sozialisten, um ein Produktüberangebot und damit einhergehende sinkende Preise zu beseitigen? Sie stellen die Produktion ein oder vernichten die hergestellten Güter gleich wieder. Als dauerhafte Lösung etabliert sich dann zwangsläufig die Planwirtschaft. Diesen Weg beschreiten Bundesregierung und EU jetzt in Sachen Milch: Der Preis soll hochgetrieben werden, daher landen nun Millionen Liter einfach im Ausguss.

Eigentlich stellt sich die Frage nach einem Überangebot von Produkten in sozialistischen System gar nicht, da sie nicht existiert. Zumindest ab einem gewissen Grad des erreichten Marxismus beginnen Volkswirtschaften nämlich normalerweise, den überall entstehenden Mangel notdürftig zu verwalten. Bezüglich Milch befinden wir uns noch nicht in dieser gefährlichen Falle, aber etwa beim Strom ist die Regierung bereits etliche Schritte weiter.

Hätte VW zuviele Autos auf Halde gebaut – angesichts ihrer aktuellen Situation ein durchaus realistisches Szenario -, würde kurzerhand die Produktion auf Eis gelegt und die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, bevor die Gefahr eines Preisverfalls entsteht. Doch es besteht ein großer Unterschied zwischen einem abgeschalteten Fließband und einer Milchkuh, die sich nicht mal eben so stilllegen lässt.

„Moderne“ Kühe geben jede Menge Milch und müssen täglich mehrfach gemolken werden. Wird das unterlassen, verenden die Tiere qualvoll. Trotzdem schreibt die Presse davon, dass sich 9.947 Milchbetriebe dazu bereit erklärt hätten, während drei Monaten 286 Millionen Liter Milch weniger zu produzieren.

Wie passt das wohl zusammen? Werden die Kühe vorübergehend schockgefroren? Oder erhalten sie dann bloß halb so viel Futter? Kommen Sie lediglich noch einmal am Tag an die Melkmaschine? Nichts dergleichen, das funktioniert alles nicht.

Rechnerisch entfällt auf jeden Milchbauer pro Tag eine Menge von 320 Litern Milch, die er weniger abliefert während der drei Monate. Was macht er nun damit? Zunächst einmal muss er das Zeug ja weiterhin melken, was bedeutet, seine Kühe fressen genausoviel wie zuvor und machen auch sonst dieselbe Arbeit und verursachen unveränderte Kosten.

Möglicherweise kann er einen Teil der Milch selbst trinken oder seinen Kälbern geben, der Rest landet wohl in der örtlichen Kläranlage. Nur, das vermindert natürlich seinen ohnehin knapp kalkulierten Ertrag und bei vielen Landwirten kommt es auf jeden Euro an, um die laufenden Kredite weiter bedienen zu können.

Daher erhält jeder Bauer für die 320 Liter weggeschütteter Milch pro Tag eine Ausgleichszahlung der EU in Höhe von 167 Euro. Dieses Geld wiederum stammt vom Steuerzahler, der aber nicht allein diesen Betrag aufbringen muss, sondern für den daraufhin steigenden Milchpreis ebenfalls mehr Geld im Supermarkt bezahlen darf.

Eine klassische Lost-Lost-Situation, wie wir sie aus sämtlichen sozialistischen Regimen bestens kennen. In einer freien Marktwirtschaft hingegen würde kein Milchbauer jemals auch nur einen Tropfen Milch verschütten, sondern in Ermangelung von Subventionen – was nichts anderes ist als von arbeitenden Bürgern gestohlenes und an andere umverteiltes Geld – ergäbe sich von vornherein ein gesundes Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage, was Produzenten und Verbraucher gleichermaßen zufriedenstellt.

Unser derzeitiges planwirtschaftliches System hingegen nimmt lieber eine gigantische Lebensmittelvernichtung in Kauf bei gleichzeitig doppelter Kostenbelastung für die Konsumenten, bloß damit die bestehenden Unwirtschaftlichkeiten weiterhin aufrecht erhalten bleiben und sich keiner der Beteiligten bewegen muss.

Die Bilanz dieses sozialistischen Irrsinns: 286 Millionen Liter Milch im Abwasser und 150 Millionen Euro gleichfalls vernichtetes hart erarbeitetes Steuergeld. Und das alles, weil ein paar Milchbauern unter gesunkenen Preisen leiden – oder besser gesagt unter ihren eigenen Fehlentscheidungen und -investitionen. Normale Bürger bekommen für ihre Fehler übrigens keine EU-Hilfen.

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Ein Kommentar

  1. Problem: Milch zu billig.
    Lösungsansatz: mehr Subventionen
    Folge: Mehr Bauern produzieren Milch, bzw. Bauern produzieren mehr Milch.
    Resultat: Milch wird billiger
    Lösungsansatz: mehr Subventionen
    Folge: Mehr Bauern produzieren … usw.

    (Würden Sozialisten etwas von Wirtschaft verstehen,
    wären sie keine Sozialisten.)

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