Keine Rettung der Deutschen Bank – Merkel lehnt jegliche Hilfen kategorisch ab

Michael Ottersbach / pixelio.de

Zitat von www.n-tv.de:

Die von den USA geforderte Strafzahlung über 14 Milliarden Euro von der Deutschen Bank macht der Bundesregierung Sorgen. Doch Merkel will die Bank auf keinen Fall retten – weder mit Geld noch mit diplomatischer Hilfe.

[…]

Die Milliardenforderung hatte Spekulationen darüber ausgelöst, ob die Kapitalausstattung der Deutschen Bank ausreichend ist oder eine Kapitalerhöhung notwendig werden könnte. Letztes dürfte aufgrund der wirtschaftlichen Probleme der Bank schwierig werden.

Kommentar von crash-news.com:

Für fremde Länder, ausländische Menschen und nicht-deutsche Banken hat die alternativlose Kanzlerin stets ein offenes Ohr, offene Grenzen und einen Blankoscheck parat. Für das eigene Land, die Deutschen und deren gleichnamige Bank hingegen bleibt deshalb nichts mehr von ihrer sozialistischen Herzenswärme übrig. Doch selbst wenn sie wollte, Merkel könnte die Deutsche Bank gar nicht retten, der große Kollaps kommt daher bald.

Demnächst beginnt der Wahlkampf für 2017. Dafür kann die Untergangskanzlerin alles brauchen, bloß keine weitere schlechte Presse. Obwohl die Medien im Land nahezu perfekt gleichgeschaltet sind und praktisch ausnahmslos regierungsfreundlich berichten – über die erlaubten Dinge jedenfalls, der Rest wird einfach totgeschwiegen – wäre es kaum möglich, dieser potenziellen Bankenrettung irgendetwas Positives für die Wahl abzugewinnen.

Welche gefährliche Zeitbombe hier derzeit tickt, weiß natürlich die Bundesregierung, aber die meisten Bürger dürften keine Ahnung davon haben. Um ein Gefühl für die Relationen zu bekommen werfen wir zunächst einen Blick auf die Wirtschaftsleistung einiger großer Länder:

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt beträgt etwa drei Billionen Euro, das der EU rund 15,5 Billionen und die USA erwirtschaften insgesamt 15 Billionen. China kommt immerhin noch auf gut acht Billionen Euro und Japan auf vier Billionen. Zusammengenommen betreiben diese Nationen eine Wirtschaft im Umfang von ca. 42,5 Billionen Euro.

Zum Vergleich: Allein die Wettgeschäfte, also die sogenannten Derivate, der Deutschen Bank belaufen sich auf etwa 42 Billionen Euro. Was passieren würde, sollte das größte deutsche Geldhaus kollabieren, kann sich somit jeder selbst ausmalen.

Doch selbst wenn „nur“ fünf Prozent der Derivate dieser Bank abzuschreiben wären, könnte Angela Merkel bzw. der deutsche Staat dieses Institut niemals direkt „retten“, wie es zuvor bereits mit zig anderen Geldhäusern in Europa während der letzten achte Jahre geschah. Bei einer möglichen Verstaatlichung und „Rettung“ würden sich die Schulden unserer Bananenrepublik unter dieser Annahme nämlich schlagartig verdoppeln.

Die Regierung hat daher kein wirkliches Interesse daran, John Cryans Bitte nach Hilfe positiv zu beantworten. Merkels dreiste Lüge vom Herbst 2008 dürfte vielen bestimmt noch in den Ohren klingen:

Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.

Damals ging es um die bevorstehende Pleite der Hypo Real Estate und die Notwendigkeit einer schnellen Beruhigung der Bevölkerung, um einen drohenden Bankrun zu verhindern. Insgesamt erhielt die Bankenholding aus München vom Staat 87 Milliarden Euro. Rein rechnerisch belegte die Politik vor acht Jahren also jeden Bürger mit über 1.000 Euro an Rettungsgeldern.

Sollte es tatsächlich zu der Notwendigkeit kommen, die Deutsche Bank vor dem unmittelbaren Kollaps zu retten, wird Angela Merkel sich wahrscheinlich wie gewohnt verhalten: Sämtliche Schleusen werden geöffnet und alle vorherigen Aussagen über den Haufen geworfen. Sie würde uns diese 180-Grad-Wende selbstverständlich wieder als alternativlos verkaufen.

Und in der Tat, für die politische Kaste im Land wäre es auch sprichwörtlich alternativlos, denn kollabiert dieses riesige Geldinstitut, bricht das globale Finanzsystem gleich mit zusammen und infolge ebenso die Bundespolitik. Dagegen sähe die Krise von 2008 bloß noch wie ein klitzekleines Kriselchen aus.

Um es in Zahlen auszudrücken: Gesetzt den Fall, lediglich 5% der Derivate-Blase der Deutschen Bank beginnen zu platzen, ergäbe eine staatliche „Rettung“ die unglaubliche Summe von 26.250 Euro an finanziellen Verpflichtungen pro Bürger. Es bliebe in diesem Fall natürlich nicht bei einer rein theoretischen Berechnung, sondern würde sich blitzschnell in diversen „Sonderabgaben“ realisieren:

Zwangsabgaben auf Vermögen, Zwangsumwandlungen von Sparguthaben, Rentenversicherungen usw. in Bundesanleihen würden in einer Nacht- und Nebelaktion über ein Wochenende die Konten in Deutschland rasieren. Immerhin verfügen die Bundesbürger über gut fünf Billionen Euro Sparvermögen, auf welches aus „Solidarität“ dann kurzfristig zugegriffen werden müsste.

Gerieten hingegen die gesamten 42 Billionen Euro Wettgeschäfte der Bank ins Rutschen, müsste jeder Einwohner unserer Bananenrepublik rechnerisch für 525.000 Euro geradestehen – nicht mit einkalkuliert die zusätzlichen Billionen, welche durch die gleichzeitig fallenden weiteren Geldhäuser fällig würden.

Oder anders ausgedrückt: Um die Deutsche Bank zu retten, müssten die USA, die EU, Japan und China ihr gesamtes Bruttoinlandsprodukt spenden. Eine wenig realistische Überlegung, woran ersichtlich wird, womit wir es bei dem Finanzkoloss zu tun haben:

Die Deutsche Bank hat offenkundig das Potenzial, das gesamte weltweite Finanzsystem schlagartig in den Abgrund zu reißen. Das Erstaunliche daran: Obwohl sie lediglich lächerliche 14 Milliarden Dollar für eine Strafe in den USA berappen muss, scheint sie trotz der Billionenexposition in Sachen Derivate nicht dazu in der Lage zu sein, sondern hat bereits bei der Regierung um Unterstützung angefragt.

Für den aufmerksamen Beobachter heißt das: Der große Knall steht unmittelbar bevor. Ob und wie lange er noch hinausgezögert werden kann, ist derzeit unklar und jeder sollte sich längst entsprechend gewappnet haben. Wer weiterhin zögert mit dem Umwandeln seines Sparvermögens in krisensichere Werte wie Gold und Silber, der könnte schon bald vor verschlossen Türen und leeren Konten bei seiner Bank stehen.

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Ein Kommentar

  1. Ist denn die Deutsche Bank noch deutsch?

    1989 wurde Alfred Herrhausen (ehem. Vorstandschef) aus dem Weg geräumt, um die Deutsche Bank ans internationale Kasino anzuschließen. Das war unser „JFK-Effekt“ und der Beginn des Niedergangs so wie in den USA nach JFKs Ermordung, wenn auch das Apollo-Programm noch ca. ein Jahrzehnt lang das verdeckt hat.

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