EU-Kommission verhindert Wettbewerb: Roaming-Planwirtschaft im Mobilfunk

Tim Reckmann / pixelio.de

Zitat von www.tagesschau.de:

Handy-Nutzer sollen nach einem überarbeiteten Vorschlag der EU-Kommission ab Mitte 2017 nun doch ohne zeitliche Begrenzung kostenfreies Roaming im EU-Ausland nutzen können.

[…]

„Wir haben unterschiedliche Preise in Europa“, sagte EU-Kommissar Günther Oettinger zur Begründung. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich zum Beispiel jemand eine SIM-Karte in Lettland kaufe und die Karte nur in Irland benutze, wo die Preise sechseinhalb mal höher seien als in Lettland. „Das lettische Telekom-Unternehmen wäre dann nach wenigen Tagen pleite“, so Oettinger.

Kommentar von crash-news.com:

Auf den ersten Blick klingt das Vorhaben vielversprechend, nicht nur für Auslandsurlauber, sondern genauso für alle EU-Parasiten, denn die Eurokraten wollen Roaming-Gebühren im Mobilfunk zwangsweise abschaffen. Doch der neue Plan schützt in Wahrheit nicht etwa die Verbraucher, vielmehr dient er offenkundig den Interessen der Telekommunikationskonzerne. Aufgrund komplexester Markteingriffe wird das Telefonieren daher wohl bald für alle teurer.

Wäre es nicht toll, im Urlaub an der Adria, in Irland oder auf Mallorca künftig zu denselben Konditionen wie in der Heimat mobil telefonieren und surfen zu können? Das dachte sich auch die EU-Diktatur und will sich auf diesem Weg anscheinend beim niedrigen Volk wieder etwas beliebter machen, nachdem die Briten dem Brüsseler Lumpengesindel gerade erst die rote Karte zeigten.

Die Sache hat jedoch einen Haken: Wie immer sorgen derartige sozialistisch-planwirtschaftliche Eingriffe in einen mehr oder weniger freien Markt nicht etwa für sinkende, sondern unter dem Strich für steigende Preise, insbesondere wegen der hochkomplexen Umsetzungspläne des aktuellen Vorhabens.

Zwar soll es keine zeitliche Begrenzung für das kostenlose Roaming geben, wie ursprünglich vorgesehen – vermutlich weil die zig tausend Mitarbeiter der EU, für welche diese Richtlinie sicherlich hauptsächlich gedacht ist, davon ansonsten keinen Nutzen haben -, dafür jedoch jede Menge Sonderregelungen.

Es wird also nicht möglich sein, sich eine günstige Sim-Karte in Letland zu besorgen, um damit hierzulande dauerhaft deutlich günstiger telefonieren und mobiles Internet nutzen zu können, weil – so erklärte es Digitalkommissar Günther Oettinger -, das lettische Telekom-Unternehmen sonst nach wenigen Tagen pleite wäre.

Abgesehen von der vollkommen blödsinnigen Aussage, bereits von einer einzigen solchen, beispielsweise in Irland genutzten Karte ginge diese Firma insolvent, obliegt es natürlich jedem Unternehmen selbst, ob es seine Sim-Karten überhaupt für Roaming freischält. Jedenfalls würde ein nicht-sozialistisch geführter Konzern stets darauf achten, in solchen Fällen rechtzeitig gegenzusteuern.

Gleich an dieser Stelle fällt dem aufmerksamen Beobachter die Verlogenheit dieser Aktion ins Auge. Während hier vermeintlich zum Schutze des Verbrauchers in die unternehmerische Vertragsfreiheit der Telekommunikationsunternehmen massiv eingegriffen wird, weil es ja unterschiedliche Telefonie-Preise in Europa gibt, werden nämlich in Wahrheit diese Konzerne vor dem tatsächlich für die Nutzer vorteilhaften Wettbewerb geschützt.

Sich als Kunde für den jeweils günstigsten Anbieter zu entscheiden gehört eigentlich genau zu dieser Art von freier Marktwirtschaft, doch die EU-Kommission bezeichnet das einfach als „Missbrauch“. Seltsamerweise ist es anscheinend kein Missbrauch, wenn sich Konzerne innerhalb der EU denjenigen Standort mit den niedrigsten Steuern oder Gehältern aussucht und dort seine Produkte fertigt bzw. Dienstleistungen von dort aus anbietet. An dieser Stelle ist die Lüge jetzt entlarvt.

Sollte es schlussendlich zu dem geplanten Roaming-Gesetz kommen, wird sich das vermeintlich so kundenfreundliche Vorhaben ganz schnell als teurer Spaß für alle entpuppen. Denn um den Verlust der bisherigen Roaming-Umsätze auszugleichen, werden die Telekom-Anbieter dann eben ihre normalen Tarife entsprechend teurer machen müssen, da keiner dieser Bosse auch nur auf einen einzigen Cent seines Millionengehalts verzichten will.

Es gibt zudem noch weitere Möglichkeiten für die Unternehmen, kostenvermeidend auf die Brüsseler Planwirtschaft zu reagieren, beispielsweise durch das generelle Abschalten von Roaming in sämtlichen günstigen Tarifen, womit die schöne pseudo-verbraucherfreundliche Richtlinie gleich ganz für die Tonne wäre.

Die angedachten Optionen für die Anbieter, gegen „dauerhaftes Roaming“ ihrer Kunden vorgehen zu können sowie wiederum die Einspruchsrechte seitens der Nutzer, machen das Thema im Endeffekt für die Telekommunikationsanbieter zusätzlich sehr aufwendig und kostenintensiv. Wer das alles wohl wieder bezahlen darf?

Jedenfalls lassen sich diese großen Unternehmen sicherlich nicht von der Eurokratur verbieten, die durchaus anfallenden realen Kosten der Roaming-Nutzung in Netzen anderer Anbieter wieder von ihren Kunden hereinzuholen. Ansonsten kann Brüssel nämlich auch gleich ganz die Preisgestaltung der Mobilfunkanbieter selbst in die Hand nehmen und Einheitspreise vorschreiben, so wie in der DDR und allen anderen kommunistischen Ländern üblich.

Niemand sollte sich von dieser vermeintlich tollen Initiative der verlogenen und korrupten Eurokraten blenden lassen, denn in Wahrheit geht es wie immer überhaupt nicht um den Vorteil für die Konsumenten, sondern ausschließlich um die übliche Lobbytätigkeit für Großkonzerne und außerdem um den eigenen Vorteil der vielen tausend Parasiten im Brüsseler Elfenbeinturm.

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