Glänzendes Notgeld: Gold-Euro soll vor Negativzinsen, Inflation und Crash schützen

feiern1 / Pixabay.com

Zitat von www.handelsblatt.com:

Die Einführung eines „Gold-Euro“ würde Anleger vor Negativzinsen und Inflationsgefahren schützen. Er könnte auch als potentielles Notgeld dienen, falls der Euro auseinanderbrechen sollte.

[…]

Die Wertaufbewahrung würde durch das Halten von realen und virtuellen Goldmünzen einfacher und sicherer. Auch Anleger ohne Wertpapierdepot könnten durch den Erwerb von Goldmünzen Ersparnisse in Gold bilden.

Kommentar von crash-news.com:

Mario Draghi kaufte bislang nicht allein Staatsanleihen im Wert von unzähligen Milliarden, jetzt möchte er sich womöglich mit seinem gedruckten und durch nichts gedeckten Geld sogar massenhaft Aktien beschaffen. In Anbetracht derartiger Aussichten ist das Schicksal der europäischen Einheitswährung längst besiegelt. Das wissen wohl ebenfalls diverse Finanz-„Experten“ und empfehlen deshalb ein goldenes Notgeld.

Der Euro wird scheitern, das sagt uns sowohl die Mathematik als auch die Historie, da keine Gemeinschaftswährung jemals langfristig überlebt hat. Einige sind für diesen Fall bereits vorbereitet, die Masse dagegen nicht. Das zugehörige Chaos im Falle eines großen Finanzcrashs betrifft jedoch indirekt trotzdem alle, weshalb es manchen daran liegt, hierfür Vorsorge zu treffen.

Die zugehörige Idee der drei Volkswirte lautet daher, parallel zum Euro ein goldgedecktes oder, genauer gesagt, ein aus echtem Gold bestehendes Pendant einzuführen, solange das Original noch nicht kollabiert ist. Dieses würde zwar den Schwankungen des Goldpreises unterliegen, wäre allerdings gegen Negativzinsen und Inflation geschützt. Es böte die ideale Möglichkeit, die mittlerweile für Sparer fehlende Wertaufbewahrung ihrer Lebensarbeitsleistung wiederherzustellen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens die Betrachtung, was Geld wirklich ist, wozu es dient und welche elementaren Funktionalitäten es hat bzw. haben sollte. Geld in Form von Euro ist eigentlich gar kein richtiges Geld, sondern lediglich Währung. Die Eigenschaften von Geld sind nämlich folgende:

  • Es ist ein Tauschmedium für jede Art von Handel.
  • Es ist zähl- und rechenbar.
  • Es verfügt über eine lange Nutzungsdauer.
  • Es ist teilbar in kleinere Einheiten.
  • Es kann leicht bei sich getragen oder transportiert werden.
  • Es ist gleichwertig und austauschbar, jede Einheit hat denselben Wert.
  • Es behält über lange Zeit seinen Wert und seine Kaufkraft.

Sämtliche Punkte treffen auf den Euro zu, bis auf den letzten. Durch Inflation, sprich Gelddrucken ohne gleichzeitige Erhöhung der Warenmenge im Wirtschaftskreislauf, verliert jede Währung an Wert. Da Gold und Silber nicht ohne Weiteres und schon gar nicht beliebig vermehrt werden können, bleibt die Kaufkraft der Edelmetalle sogar über Jahrhunderte hinweg bis auf leichte Schwankungen praktisch unverändert.

Die genannten Kriterien gelten freilich nicht bloß für den Euro, sondern für jede Währung auf diesem Planeten. Der Grund, warum es heute keine goldgedeckte Währung, also nach Definition echtes Geld, mehr gibt, liegt auf der Hand: Eine Regierung, welche nicht nach Belieben ständig neues, zusätzliches Geld drucken kann, müsste extrem gut haushalten und sparen.

Sogenannte „demokratische“ Regierungen sind dazu jedoch prinzipiell nicht in der Lage, da sie ihre Wahlen ausschließlich durch teure Wahlversprechen gewinnen können, die anschließend wiederum von den Wählern selbst bezahlt werden müssen. Da Steuererhöhungen dafür aber eher weniger populär sind, wird eben alternativ einfach Geld gedruckt – mit verheerenden Folgen wie Inflation und allmählichem Vertrauensverlust in das gesetzliche Zahlungsmittel.

Die Finanzfachleute, von denen die Idee des Gold-Euro kommt, begründen ihren Vorschlag im Wesentlichen mit dem Schutz vor Inflation und Negativzinsen, doch um als Sparer sein Vermögen vor dieser schleichenden Vernichtung zu bewahren, kann schon heute jeder ganz einfach Gold- und Silbermünzen oder -barren kaufen. Eine eigene Goldwährung ist hierfür nicht notwendig.

Warum dieser Vorschlag dennoch vorgestellt wird, könnte einen anderen Grund haben: Das Ende des Euro ist keine Frage des Ob, sondern lediglich noch des Wann. Sobald es zum plötzlichen globalen Crash kommt, stünde der gesamte Handel national und international still und binnen Tagen würde unsere Welt sprichwörtlich in schwerem Chaos versinken, weil nicht einmal der tägliche Lebensmittelhandel mehr möglich wäre.

Gäbe es hingegen eine crashsichere Notwährung, könnte im schlimmsten Falle schnell auf diese Alternative umgestellt werden oder, sofern sie bereits vorab eingeführt wurde, ließe sich vielleicht sogar das Schlimmste verhindern.

Jede andere Notwährung, die in manchen Behördenkellern schlummert, wäre nämlich beim totalen, weltweiten Kollaps des Euro, Dollar, Pfund usw. wenig hilfreich, da die Menschen in solch einer schlimmen Situation wohl kaum einem völlig unbekannten Geld und erst recht keinem Papiergeld mehr vertrauen würden, welches genauso wie die zuvor zusammengebrochenen bekannten Währungen durch nichts gedeckt ist.

Vielsagend ist in jedem Fall der Zeitpunkt dieser Publikation zur Einführung eines Gold-Euro, denn sollte unsere unsägliche Einheitswährung innerhalb der nächsten Wochen oder Monate kollabieren, würden sich etliche Menschen an diese Alternative erinnern bzw. stünden ihrer Einführung sicherlich weniger skeptisch, sondern je nach Krisenintensität dankbar gegenüber.

Was heißt das also für den stillen Beobachter? Wir dürfen wahrscheinlich von einem baldigen Crash ausgehen. Wer die Zeichen erkennt, wird deshalb bereits vorher damit beginnen, seine Euro-Papier-„Vermögen“ in Gold und Silber umzuschichten, da Edelmetalle derzeit noch billig sind. Mit dem Zusammenbruch wird sich das schlagartig ändern und Gold kaum mehr erhältlich oder zumindest unbezahlbar sein.

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3 Kommentare

  1. Vielleicht erhalte ich dann für eine Goldunze wenigstens 1 Kasten Bier oder 1 Laib Brot. Wir werden uns in Zukunft über andere Werte einigen müssen.

  2. Vielleicht erinnern Sie sich daran, dass 2008 notleidende Banken noch mit einem Bail-out gerettet wurden. Das heißt mit dem Geld der Steuerzahler. Nun ist es so, dass marode Finanzinstitute mit einem Bail-in wieder aufgerichtet werden. Sprich: Durch die teilweise Enteignung von Aktionären, Einlegern und Sparern. Erst dann kommt der Steuerzahler dran. Die Italiener haben erst vor Kurzem von der Bail-in Regelungen Gebrauch gemacht. Und zwar im Juli 2016 bei gleich vier Banken in der Toskana. Nur ist das an vielen hierzulande „vorbeigegangen“. Bei den Italienern jedoch nicht.

  3. Da lachen ja alle Hühner. Dieselben Deppen, die als Ökonomen die Oberdeppen Kohl und Mitterand bestörkten, die Schrottwährung zu gründen, kommen nun mit ihrem lächerlichen Gold. 1.) Soviel Gold, um diese Schrottwährung in Goldeuro zu verwandeln, gibts auf dem ganzen Planeten nicht. 2.) Wer soll denn die Schrottwährung in echte Werte umwandeln? Täte das jemand, hätte er doch nicht alle Tassen im Schrank. 3.) Die Notwährung gibts schon seit Jahrzehnten, die heißt: Krüger Rand !!!!! In 1 Unze Gold, versteht sich, _Goldmünzen, 99,9 % Feingewicht o.k.? Bis die Euroökonomendeppen den Ar… hochkriegen, haben andere schon längst geschi….!!! Comprende Großmäuler?

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