Deutsche Exportwirtschaft strauchelt: Größter Rückgang seit Oktober 2009

Thorben Wengert / pixelio.de

Zitat von www.spiegel.de:

Der deutsche Außenhandel ist im Juli schlecht gelaufen. Die Warenausfuhren fielen um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 96,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

[…]

Die Ausfuhren in die EU-Länder sanken um sieben Prozent im Vergleich zum Juli 2015. Die Nachfrage aus der Eurozone nahm um sechs Prozent ab. Die Exporte in die Staaten außerhalb der Europäischen Union – wozu die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China gehören – sanken um 13,8 Prozent.

Kommentar von crash-news.com:

Zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat hat der deutsche Außenhandel im Juli 2016 eingebüßt. „Experten“ hatten zuvor wieder das genaue Gegenteil vorausgesagt, ein leichtes Plus. Doch es zeigt sich, dass selbst der stärkste Glaube an die eigenen Phantasien der Realität genausowenig standhalten wie die unablässige Aufschwungspropaganda der Regierung. Wird Merkel bald auch diesbezüglich verkünden „Wir schaffen das“?

Um Ausreden für den massiven Exportrückgang sind die Statistiker freilich nicht verlegen. Zum einen sei der Vergleichsmonat in 2015 „außergewöhnlich gut gelaufen“, zum anderen wären die Werksferien in diesem Jahr hauptsächlich auf den Juli gefallen. Dabei hat eine geschlossene Produktion wohl eher weniger mit plötzlich einbrechenden Verkäufen und Auftragseingängen zu tun.

Wie wenig hilfreich diese Relativierung insgesamt ist, zeigt aber der Vergleich gegenüber den Vorjahren. Zuletzt gab es 2009 einen derart brutalen Einbruch infolge der Finanzkrise im Jahr davor. Kritische Beobachter wissen indes bereits länger, dass die aktuellen Aussichten alles andere als rosig sind.

Seit Monaten häufen sich die negativen Prognosen für Börsen und Weltwirtschaft, selbst namhafte Investoren warten auf einen baldigen Absturz und haben diesbezüglich Milliardenwetten laufen. Wenn diesen Leute schon das Vertrauen in die Zukunft fehlt, dann scheint sich wirklich etwas Großes anzubahnen.

Und in der Tat, das Finanzsystem steht offensichtlich keinen Deut besser da als vor der letzten großen Krise ab 2007. Aktien der Geldhäuser befinden sich teilweise im freien Fall. Die „Wert“-Papiere der Deutschen Bank etwa haben gegenüber ihrem Höchststand vor neun Jahren erstaunliche 90% eingebüßt und stehen inzwischen sogar unter ihrem Tiefstpunkt von 2009.

Warum diese sich klar abzeichnende Krise jetzt so vermeintlich überraschend kommt und von der Masse bzw. der Öffentlichkeit bislang kaum wahrgenommen wird, lässt sich leicht erklären. Der illegale Zuzug von Millionen Menschen aus aller Welt hat im Inland eine enorme zusätzliche Nachfrage ausgelöst, von welcher fast sämtliche Branchen profitieren.

Eine echte Wertschöpfung findet dabei zwar nicht statt, weil dieser Pseudoaufschwung lediglich ein Zehren von der Substanz darstellt und die zugehörigen Finanzmittel einfach von anderen Verpflichtungen umgeleitet sowie zweckentfremdet werden. Dieser starke, zusätzliche Konsum erscheint in der Gesamtbilanz als vermeintliches Wachstum, verdeckt damit jedoch bloß die tatsächliche wirtschaftliche Stagnation bzw. die eigentlich längst laufende weltweite Rezession.

Erst vor wenigen Tagen noch verkündete das Ifo-Institut, die BRD werde in 2016 China von Platz eins der Weltrangliste für Exporte verdrängen. Da die Wirtschaft derzeit insgesamt auf dem Planeten schwächelt und alle gleichermaßen verlieren, sagt diese relative Platzierung allerdings herzlich wenig über den Gesamtzustand der globalen Ökonomie aus.

September und Oktober sind bekanntermaßen typische Monate für Crashs und wir werden bald sehen, ob sich dies erneut bewahrheitet. Die Aussichten sind alles andere als gut und Großinvestoren wie George Soros setzen sicherlich nur äußerst ungern neun- bis zehnstellige Beträge in den Sand, sondern wissen üblicherweise sehr genau Bescheid bei derart hohen Spieleinsätzen.

Solange die Milliarden im Sozialbereich weiter fließen, ahnt die Masse der deutschen Bevölkerung weiterhin nichts Böses. Erst wenn abrupt die Banken über das Wochenende schließen, Angela Merkel plötzlich wieder für die Spareinlagen garantiert und ein paar Großbanken alternativlos gerettet werden müssen, könnten ein paar Menschen mehr aufwachen als im Augenblick.

Umso schlimmer wird es gerade für die Deutschen sein, sobald die schwerwiegenden Verwerfungen beginnen oder der richtig große Knall kommt, denn sie haben größtenteils nicht den geringsten Schimmer einer Ahnung. Selbst die dringende Empfehlung zur Lebensmittelbevorratung, nicht etwa aus dem Munde von „Verschwörungstheoretikern“, sondern vom Innenminister höchstpersönlich, nehmen die meisten leider nicht wirklich ernst.

Ja, die Zeichen an der Wand sind längst unübersehbar. Kluge und wache Menschen erkennen sie und bereiten sich nach ihren Möglichkeiten darauf vor. Der Rest läuft nichtsehenden Auges direkt in sein Verderben und möchte dabei bitteschön auf keinen Fall in seinen Tagträumen gestört werden. Wer nicht hören will, wird dann eben fühlen lernen.

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