Und plötzlich ist alles beschlagnahmt – wenn die Regierung zum Feind und Räuber wird

LeoFra / Pixabay.com

Zitat von www.rp-online.de:

Die türkische Staatsanwaltschaft will nun auch die Privatvermögen von mehr als 3000 suspendierten Richtern und Staatsanwälten beschlagnahmen lassen. Die Aktion ist Teil der sogenannten Säuberungen nach dem gescheiterten Putschversuch.

[…]

Beschlagnahmt werden sollen unter anderem Immobilien, Bankkonten oder Fahrzeuge.

Kommentar von crash-news.com:

Die Schließung von insgesamt über 100 Fernsehstationen, Radiosendern, Zeitungen, ganzen Verlagshäusern und Pressevertrieben, tausende inhaftierte Generäle, Staatsanwälte und Richter sowie die direkte Unterstellung des Militärs und des Geheimdienstes unter den Präsidenten sind eindrückliche Zeichen im Zusammenhang mit der Säuberungaktion des türkischen Sultan Recep Tayyip Erdogan nach dem missglückten Putsch.

Aber der Diktator ist mit seinen Maßnahmen noch längst nicht fertig. Er will ganz sichergehen, dass es zu keiner Wiederholung des Umsturzversuchs kommen kann und hat deswegen zusätzlich die existenzielle Vernichtung seiner politischen Gegner mittels Beschlagnahmung ihrer Vermögen angeordnet. Ohne Geld, Fahrzeuge und Wohnungen sind Erdogans Kritiker handlungsunfähig und haben – sofern sie nicht sowieso bereits im Gefängnis sitzen – erst einmal andere Sorgen als einen erneuten Staatsstreich.

Wer von diesen Leuten hätte wohl noch vor vier Wochen gedacht, dass ihm plötzlich über Nacht ein derartiges Schicksal droht? Es ist eine Sache, der politischen Opposition anzugehören, es ist jedoch eine ganz andere, deshalb verfolgt, eingesperrt und völlig enteignet zu werden. Selbst in der nicht zu den Leuchten der „Demokratie“ gehörenden Türkei hätten sicherlich die meisten im In- und Ausland ein solches Szenario nicht wirklich für möglich gehalten.

Und doch genügte ein vergleichsweise geringer Anlass, Diktator Erdogan in die Hände zu spielen. Unabhängig davon, ob der selbsternannte Sultan den Putsch eigenhändig inszenierte, um sich damit eine Legitimation zur weiteren Machtausweitung zu beschaffen, oder ob es sich tatsächlich um einen echten Umsturz handelte, der größte Nutznießer ist offenkundig der Despot selbst.

Hätte er die unliebsamen Medienredaktionen einfach so zugesperrt bzw. verboten und die nicht seiner Linie entsprechenden Richter, Staatsanwälte und obersten Militärs ebenfalls ohne triftigen Grund verhaftet, wäre es womöglich zu einem Aufstand im Land gekommen. Zumindest aber hätte die internationale Welt dem Sultan jegliche Berechtigung dafür aberkannt und ihn entsprechend verurteilt.

Bis auf ein klein wenig Kritik verschiedener Gruppen oder etwa dem Ruf, die EU-Beitrittsverhandlungen ab sofort auszusetzen, gab es bislang jedoch keinen wirklichen Widerstand im Ausland. Im Gegenteil, der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn forderte sogleich, die Gespräche keinesfalls abzubrechen.

Diese Sympathie ist allerdings kein Wunder, denn Erdogan hat schließlich gerade erst eindrücklich bewiesen, dass er ein echter Diktator ist, ausreichend Skrupellosigkeit und Durchsetzungskraft besitzt, um irgendwann einen der obersten Plätze in der EU-Diktatur zu übernehmen. Faktisch treibt er insbesondere unsere Bananenrepublik bereits länger vor sich her.

Doch was ist der wesentliche Aspekt, den wir dem heimtückischen Treiben der türkischen Regierung abgewinnen sollten? Kommt es hart auf hart und die Macht der „demokratischen Volksvertreter“ gerät plötzlich gefährlich ins Wanken, greift diese korrupte Bande ganz offen zu sehr drastischen Mitteln, welche durchaus viele tausend Menschen mindestens ihre Existenz kosten können.

Schon heute rechnen kritische Beobachter mit überraschend umgesetzten Maßnahmen seitens des Merkel-Regime, sollte es zu abrupten Veränderungen im Lande kommen. Dies bezieht sich insbesondere auf den Finanzbereich, da etwa der Fortbestand des Euro in den vergangenen Jahren wiederholt auf Messers Schneide stand.

Nicht bloß allein die Haftungsunion innerhalb der Eurozone und die gewünschte Umverteilung aller Schulden der Pleiteländer auf die besser gestellten EU-Länder, sondern auch der Vorschlag des IWF, einen bestimmten Anteil sämtlicher Sparvermögen generell zu beschlagnahmen, um damit die Schuldenlast zu senken, stehen als reale und ernst gemeinte Forderungen im Raum, die lediglich auf den entsprechenden Auslöser warten.

Zum jetzigen Zeitpunkt würde es Finanzminister Wolfgang Schäuble trotz seiner bekannten Skrupellosigkeit aber sicher nicht wagen, mal eben 20% aller Barvermögen einzustreichen. Dazu ist, genauso wie in der Türkei, ein geeigneter Anlass nötig.

Sonderlich weit weg ist dieser Moment jedoch beileibe nicht, da der Kollaps des italienischen Bankensystems quasi vor der Türe steht und unter anderem für eine Implosion der Deutschen Bank sorgen könnte. Ebenso würde eine weitere massive Welle von islamischen Terroranschlägen oder ein eindrücklicher Großanschlag unser Land genügend erschüttern, um für die danach wankenden Finanz- und Börsenmärke „alternativlose Rettungsschirme“ notwendig zu machen.

Höchste Eisenbahn also, um darüber nachzudenken, wie das eigene Vermögen aus der Schusslinie genommen und vor allem vor dem spontanen Zugriff durch die Regierung geschützt werden kann. Alle Gelder und Anlagen, die auf irgendwelchen Konten bei Banken oder Versicherungen lagern, sind hierbei grundsätzlich in Gefahr. Doch selbst Bargeld in Bankschließfächern stellt keine unantastbare Sicherheit dar. Dasselbe gilt für Immobilien.

Nur jenes Vermögen, von dessen Existenz dieser gierige, korrupte Staat keine Ahnung hat, und das sich außerhalb seines Zugriffs befindet, ist tatsächlich sicher vor dem willkürlichen und überraschenden staatlichen Raub. Kommt es erst einmal zu einem großen Anschlag, zu einer plötzlich neu eskalierenden Finanzkrise und zu Bankenschließungen, ist es zu spät, dann ist das Geld verloren. Die Rettung des selbst erarbeiteten Vermögens muss deshalb rechtzeitig vorher geschehen.

Was sich als Anlage eignet, auf welche der Staat keinen Zugriff hat, dürfte klar sein. Gold und Silber können im Barverkauf anonym erworben werden. Niemand weiß dann, wer wieviel davon kauft und wo er es aufbewahrt, auch nicht die Herrschaften vom Finanzamt. Angesichts der aktuellen Ereignisse wäre es grob fahrlässig, nicht sofort mit entsprechenden Umschichtungsmaßnahmen zu beginnen, denn damit ist wahrscheinlich schon bald Schluss.

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