Eine sichere Altersvorsorge ist bei den heutigen Zinsen kaum möglich? Von wegen

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.welt.de:

Denn in der nun schon länger währenden Ära der Niedrigzinsen bekommen sie die Quittung für das typisch deutsche Sparverhalten. Vor allem droht einer ganzen Generation der Weg in die Altersarmut, sollten die Deutschen nicht rasch in ihren Geldangelegenheiten umsteuern.

[…]

Die Liebe der Deutschen zu den Zinsprodukten scheint nicht mehr zeitgemäß. Sie sind keine Garantie für auskömmliche Renditen mit Blick auf den Ruhestand. Im Kampf gegen Altersarmut sind Aktien offenbar die einzige Option.

Kommentar von crash-news.com:

Des Deutschen liebstes Anlageobjekt, das Sparbuch, hat in Zeiten von 0% oder sogar schon negativen Zinsen ausgedient. Eigentlich zumindest, doch viele wissen sich keine andere Lösung, halten Aktien für zu kompliziert und riskant, trauen Immobilien nicht über den Weg und bleiben daher lieber beim Altbewährten. Irgendwann wird sich das Problem sicherlich von selbst lösen, so hoffen anscheinend viele Sparer. Oh weh.

EZB-Chef Mario Draghi, der italienische Euro-Zerstörer, hat wenig für deutsche Bedenken übrig wegen seiner verheerenden Zinspolitik. Das ist kaum verwunderlich, schließlich sorgt sich sein Auftraggeber aus Übersee, Goldman Sachs, ganz sicher nicht um die seit vielen Jahrzehnten geknechteten Kriegsverlierer, die sich trotz aller Bemühungen nicht in ihr aufgedrücktes Schicksal ergeben wollen, sondern nach wie vor eine der stärksten Wirtschaftsmächte des Planeten sind.

Dennoch höhlt steter Tropfen selbst den dicksten germanischen Stein, sofern genügend ätzende Säure darin gelöst wurde. Und das ist definitiv der Fall bei der US-intendierten EU- und Euro-Politik. Ziel ist hierbei die dauerhafte Vernichtung der starken Mittelschicht und die Verarmung der gesamten Bürgerschaft, allerdings nicht nur speziell in Deutschland, sondern in allen westlichen Ländern.

Daran arbeitet auch unsere Bundesregierung seit vielen Jahren sehr hart und sie ist nachweislich höchst erfolgreich. So ist ihr neuester Coup, die Renten leicht zu erhöhen und den Beziehern gleichzeitig wegen der deshalb fällig werdenden Steuern die zusätzlichen Euros sofort wieder einzukassieren, bloß ein Beispiel von vielen.

Dabei ist, wie selbst Draghi genervt eingesteht, niemand gezwungen, sich dieser systematischen Enteignung tatenlos zu unterwerfen. Einzige Voraussetzung dafür: Eigenständiges Denken und die Bereitschaft, für sich und sein Vermögen Verantwortung zu übernehmen und Initiative zu ergreifen.

Zunächst stellt sich hierbei die Frage: Was macht eigentlich eine gute Vermögensanlage oder Altersvorsorge aus?

  • Sie ist sicher, um vor Verlusten zu schützen.
  • Sie ist anonym, um sie vor dem Staat und anderen Dieben zu bewahren.
  • Sie ist dauerhaft, um nicht von willkürlicher Politik abhängig zu sein.
  • Sie ist mobil, um notfalls umdisponieren zu können.
  • Sie ist übertragbar, um den Erben die Nutzung zu erleichtern.
  • Sie ist wertbeständig, um über lange Zeit das Vermögen zu wahren.
  • Sie ist unabhängig, um nicht plötzlich mitsamt einer Währung zu sterben.
  • Sie ist im eigenen Besitz, um nicht an Dritte gebunden sein.

Es gibt sicher noch ein paar weitere Faktoren und zudem spielen auch persönliche Vorlieben eine Rolle. Doch inwiefern passen diese Anforderungen zu den gängigen Portfolios aus Sparbuch, Tagesgeld, Fonds, Anleihen, Lebensversicherungen, Immobilien und Aktien?

Die Antwort ist simpel: Gar nicht. Keine einzige Variante dieser Anlagemöglichkeiten erfüllt sämtliche Anforderungen. Welche Form zur Vermögensspeicherung kommt denn dann überhaupt in Frage, um alle Voraussetzungen tatsächlich zu erfüllen?

Ganz einfach: Gold. Und auch Silber. Jeweils in physischer Form, vom eigenen Geld bezahlt und nicht etwa durch Kredit finanziert sowie im unmittelbaren Zugriff befindlich. Die Edelmetalle haben sich bereits über Jahrtausende hinweg bewährt.

Würde beispielsweise heute jemand in seinem Garten beim Umgraben zufällig auf eine Kiste voll mit gut erhaltenen Milliarden-Geldscheinen aus der Weimarer Republik stoßen, hätte er dennoch bloß einen wenig ertragreichen Fund für einzelne, spezielle Sammler gemacht. Findet er im selben Garten jedoch ein paar Goldmünzen aus der Römerzeit, könnte er wohl mit einem Schlag sein verschuldetes Eigenheim auslösen.

Im Gegensatz zu Papier verlor Gold nie seinen Wert, da dieser intrinsisch im Metall gespeichert wird, während unsere Währungen, üblicherweise als „Geld“ bezeichnet, rein auf dem Vertrauen basieren, es auch morgen noch gegen Waren und Dienstleistungen zum nahezu gleichen „Wert“ eintauschen zu können. Eine Garantie dafür gibt es freilich nicht, selbst wenn die alternativlose Kanzlerin das dreist in die Fernsehkameras lügt.

„Aber Gold kann man nicht essen und es bringt außerdem keine Zinsen“ heißt es doch immer. Nun, Euros schmecken genausowenig, das Edelmetall steckt allerdings immerhin in so manchem Mund als Zahnersatz. Und darüber hinaus steht Gold im Vergleich zu den heutigen Nullzinssparbüchern ganz sicher nicht schlechter da.

Gold und Silber können natürlich nicht generell die pauschale Antwort auf die Frage nach einer sinnvollen Alters- oder Vermögensanlage sein, da diese stets von den jeweiligen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Aber in unseren Zeiten, in welchen sämtliche Währungen lediglich aus dünner Luft geschöpft und allein durch Vertrauen gedeckt werden und zudem das Finanzsystem unmittelbar am Abgrund steht, ist das Edelmetall die einzig richtig Lösung für die Problemstellung, in welcher Form die eigene Lebensarbeitsleistung jetzt am besten angelegt werden sollte.

Wer keine Lust hat, tatenlos bei der Verpuffung seines Sparvermögens zuzuschauen, welche Draghi und Konsorten für unsere nahe Zukunft geplant haben, der kommt nicht umhin, jetzt in Gold umzuschichten. Gold wird selbst die sprichwörtliche Feuerhölle beim kommenden Zusammenbruch des Geldsystems überdauern. Allerdings ist es trotzdem nicht die passende Währung für die Ewigkeit. Dafür gibt es wiederum etwas anderes.

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6 Kommentare

  1. Rolf. Einer Deiner besten Artikel in den letzten Monaten!
    Wie kann man in einer Negativ-Zinswüste mit drohendem Bargeldverbot überleben?
    …Ich gehe davon aus, dass mit der Abschaffung des Bargeldes auch ein Verbot von Gold und Silber, sowie anderer Metalle und Edelsteine in physischer Form für den Normalsterblichen die logische Konsequenz dieser Satanspolitik sein wird, leider!
    Immobilien (in DE), Häuser oder Land? Vergesst es Leute, Ihr seid nur die Besitzer im besten Falle, aber nicht die Eigentümer, diese Immobilien können jederzeit beschlagnahmt werden, oder man wird mit Gebühren oder Zwangsanierungsmaßnahmen solange tyrannisiert, bis man aufgeben muss! Oder es (das Eigentum) wird gleich, wie schon erwähnt beschlagnahmt, also geraubt!!! Wie der Name schon sagt, kann man Immobilien auch nicht mitnehmen und möglicherweise im K-Falle auch nicht mehr verkaufen, vermute ich mal, so wie ich dieses Regime einschätze, werden diese sich das Monopol auf Immobilien bezüglich Verkauf sichern, zumindest wird man den Verkauf dann melden müssen…Ratet mal wie der Film dann ausgeht wenn ein Bargeldverbot in Kraft ist? Richtig, man bekommt sein Geld nicht mehr aus dem Land heraus.
    Anlage in Schatzbriefe, Aktien, Anteile, Fonds, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Zertifikate und so weiter. Kann jederzeit genau wie das Girokonto, Kreditkarte oder Sparbriefe, usw. gesperrt oder beschlagnahmt werden. Also würde das auch gestohlen! Zudem kriegt man in so einem Falle das Geld auch nicht mehr aus dem Land heraus…
    Wie sieht es mit Anlagen in Kunstobjekte, Oldtimer oder sonstigen gesuchten Gegenständen aus? So vermute ich mal, dass für Kunstgegenstände ähnliches gilt wie für Gold und Silber, ein Handelsverbot für den Privatmann. Mit dem Ankauf und Verkauf von Oldtimer-Autos, bzw. Veteranen-Motorrädern sieht es im Prinzip gut aus, wenn es auch beim Verkauf dieser Objekte eben genau die Probleme geben wird wie mit den oben genannten Beispielen. Man kann diese Objekte aber einl

    • Hallo

      Ich bin der Meinung das Bargeldverbot in der EU nichts bringt.
      Denn ich kann mir ja mein Geld in Doller auszahlen lassen.
      Doller gibt es ja dann noch, nur kein Euro mehr.

      Und den ganzen Industriezweig Gold und Silber ab zu schaffen denke das ist nicht Möglich. Da müssten ja die ganzen Firmen wie Degussa, Heraeus, Valcambi, Perth Mint usw. aufgelöst werden. Bei einem Extistensverbot der Filialen in Deutschland, dann kauft man sich es halt im online Shop der Firmen als Privatmann.

      Was passiert mit den ganzen Obdachlosen ? Die müsste man dann ja verenden lassen. Denn wenn kein Bargeld mehr kann auch keiner Spenden.

  2. 2.Teil.
    …einlagern und nach der Krise, wenn das überhaupt zu unseren Lebzeiten erfolgt, gegen notwendige Dinge des täglichen Lebens einhandeln oder selbst fahren! Denn im Gegensatz zu den Computergesteuerten Google Autos und den vielen Spezialwerkzeugen und Freischaltkodes an den neuen Autos, kann man an den alten Dingern noch alles selbst machen.
    Was also tun um dem drohendem Bargeldverbot und der (Alters)Armut und Abhängigkeit gegenüber dem Regime zu entkommen?
    Gold, Silber und andere Edelmetalle und Edelsteine sind, wie ich es sehe gewissermaßen „Freiheitskonzentrat“ und schon seit Jahrtauenden stabil in Bezug auf Rohstoffpreis und Arbeitsleistung. So kostete zb. eine gute Tunika im alten Rom den Gegenwert einer Unze Gold. Den gleichen Gegenwert musste man 1914 für einen Maßanzug bezahlen; eine Unze Gold. Wenn ich heute losginge um mir einem Maßanzug fertigen ließe, ich müsste bestimmt auch um die tausend Euro bezahlen, eher mehr! Heute ist der Goldpreis auf 1132,40 Euro die Unze(31,103gr.)
    Ich definiere Gold also als Konzentrat physischer Dienstleistungen plus Rohstoffpreis. -Letztendlich ist ja auch der Rohstoffpreis auch „nur“ Arbeitsleistung…
    Ich definieren Goldwert also als das manifestierte Ergebnis aller physischen Arbeitsleistung, inklusive aller Produktionsmittel, Verfahren und Logistik.
    Gold, Edelmetalle und Edelsteine sind also in Bezug auf Krisen:
    1. Mobil
    2. Seit Jahrtausenden wertstabil
    3. Sehr kompakt, man kann sehr große Werte einfach davontragen.
    4. Auf der ganzen Welt offiziell/inoffiziell verwendbar und tauschbar in andere notwendige Dinge.
    Nachteile: Eigentlich keine, wenn man davon absieht dass man keine Zinsen kriegt, es ist nur ein „Wert Speicher“ quasi eine Batterie, kein „Kraftwerk“ dh. keine Wertschöpfung!
    Wie ich es sehe ist eine Wertschöpfung nur mittels der Schaffung von Dingen, durch Produktion oder Dienstleistung möglich alles andere ist legalisierter Betrug und Schmarotzertum.
    Investiert in Wissen, Können und Werkzeug!

  3. 3. Teil
    Meine Philosophie ist soviel Unabhängigkeit wie möglich von diesem System!
    Durch:
    1.Räumliche Ferne zu dem System der Ausbeutung und Unterdrückung zu erlangen!
    2.In ein Land siedeln, wo dieses System noch nicht fußgefasst hat und es hoffentlich niemals schafft! In ein Land wo das Christentum, Frieden und Freiheit noch ernstgenommen wird. Wohlstand durch Arbeit zu schaffen ist, das Land einem wirklich gehört, frei von Drangsalierungen, Vorschriften, irren Umweltgesetzgebungen und grünem sozialistischem Terror. Wo ich das Recht habe eine Waffe auf meinem Grundstück zu haben und notfalls auch gebrauchen darf um Eindringlinge zu überzeugen nicht zu kommen, ohne eine blaue Bohne im Hintern zu haben! Ist rechten hier…
    3. Freie ungehinderte Berufsausübung ohne Behördenterror und einer Flut von Genehmigungen und Auflagen, Steuern, usw.
    So bin ich zu der Überzeugung gekommen das alles umzusetzen:
    Werkzeug als Produktionsmittel mit meinem Können als Techniker und Handwerker als absolut krisenfest erkannt im Ausland dieser Definition eingesetzt ist sogar dem Gold überlegen, weil ich gewissermaßen Gold schaffe. Das alte Sprichwort: Handwerk hat goldenen Boden kommt nicht vom ungefähr…
    Meine Schritte waren, bzw. sind:
    1. Aus dem deutschen System der BRD raus.
    2. Neustart in einem Land wo so ein Neubeginn wie geschildert möglich ist.
    3. Zunächst zur Miete wohnen, das Land und das neue System kennenlernen, die Sprache vertiefen. Handwerkdienstleistung aufbauen und pflegen. Die beste Werbung ist die Empfehlung!
    4. Dann in Ruhe etwas geeignetes kaufen.
    5. Land, Haus, Hund, Gold, und Colt.
    Viele Grüße aus Paraguay:
    Martin Schwingenheuer

  4. Ein volkswirtschaftlicher Berater des Kapitalriesen PIMCO schlägt vor, in der aktuellen deflationären Phase die Unabhängigkeit der Zentralbanken aufzugeben.

    „Die Unabhängigkeit der Zentralbanken ist wird allgemein als notwendige Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Geldpolitik akzeptiert. Wenn man die politische Stimmung dieser Tage betrachtet, zusammen mit der rückläufigen Inflation in den letzten Jahrzehnten, dann besteht die Möglichkeit, dass die Unabhängigkeit in Frage gestellt wird. Und dieses Szenario ist weniger beängstigend als mancher glauben mag“, erklärt Joachim Fels, volkswirtschaftlicher Berater der Kapitalverwaltungsgesellschaft PIMCO im Rahmen eines Kommentars auf der Internetseite des Unternehmen.

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