Der gläserne Bürger kommt: Sozialisten sagen Bargeld den finalen Kampf an

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.faz.net:

Die Sozialdemokraten fordern eine Obergrenze von 5000 Euro für Barzahlungen. Das soll die Kriminalität und Geldwäsche eindämmen. Kritiker sehen dagegen eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und einen drohenden Überwachungsstaat.

[…]

Ziel sei es, kriminelle Aktivitäten, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen, erklärte der SPD-Abgeordnete Jens Zimmermann am Dienstag. „Der 500 Euro Schein spielt in kriminellen und halbseidenen Milieus eine große Rolle“, sagte er.

Kommentar von crash-news.com:

Hielten Sie schon einmal oder gar wiederholt einen 500-Euro-Schein in Händen? Dann sind Sie nach Meinung der SPD höchstwahrscheinlich ein Verbrecher. Deshalb fordern die Neokommunisten jetzt ein generelles Verbot der größten Euro-Note. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn die Deutsche Bank sieht bereits in zehn Jahren das Ende des Bargelds kommen.

Als Begründung zur Abschaffung des 500er Scheins nannte die rote Partei unter anderem die Außerverkehrsnahme der 500-Dollar-Note vor knapp 50 Jahren. Ein wirklich schlagendes Argument, da wie wir wissen heute weltweit keinerlei Verbrechen mehr im Zusammenhang mit dem US-Dollar stehen.

Dämliche Aussagen sind von Seiten der Sozialisten ja nicht gerade unbekannt, aber offenbar gibt es hier trotzdem noch Steigerungsmöglichkeiten. Schließlich würden es sich die meisten Steuerhinterzieher, Drogenhändler, Geldwäscher, Terroristen sowie käufliche Politiker und Journalisten sicher sehr genau überlegen, nochmals ein Verbrechen zu begehen,  wenn sie für den Gegenwert von je 1.000 Euro immer gleich fünf statt nur zwei Scheine entgegennehmen müssten.

Natürlich, und die Erde ist eine rote Scheibe. Aber trotz der Lächerlichkeit der linken Argumentation müssen wir diese Drohung ernst nehmen. Gerade erst beim Weltwirtschaftsforum in Davos äußerte Deutsche Bank Vorstandsvorsitzender John Cryan eine Prognose, wonach bereits in zehn Jahren das Bargeld gänzlich verschwunden sein werde.

Davon will die SPD freilich nichts wissen, obwohl ihr selbstredend klar ist, welche zahlreichen Vorteile eine bargeldlose Gesellschaft besäße, zum Beispiel

  • beliebige Einführung neuer Steuern ohne jeglichen Aufwand
  • keinerlei Steuervermeidung, Steuerbetrug oder Steuerflucht mehr
  • vollständig gläserne Bürger
  • sofortige Durchsetzung negativer Zinsen ohne Fluchtmöglichkeiten
  • bei Bedarf völlige Ausschaltung unliebsamer Wähler, Parteien, Unternehmen oder Organisationen
  • keine Gefahr von Bankruns mehr
  • einfache Besteuerung und Enteignung von Vermögen

Diese verlockenden Möglichkeiten gehören selbstverständlich nicht zu den offiziellen Argumenten. Hierfür gilt eine andere Liste, etwa

  • Senkung der Einbruchs- und Raubkriminalität
  • höhere Bequemlichkeit beim Einkauf für die Konsumenten
  • hohe Sicherheit
  • weltweit ohne Geldwechselprobleme Urlaub machen
  • Schutz vor Falschgeld

Zu letzterem Punkt wurde erst vor wenigen Tagen berichtet, welch enormes Ausmaß die Falschgeldverbreitung inzwischen angenommen hätte und dass praktisch jeder Bürger selbst ganz leicht zum Geldfälscher werden könnte, weil im Internet Blüten und passendes Zubehör einfach zu bestellen sind. Damit soll offenbar gezeigt werden, wie wenig Verlass noch auf Bargeld ganz allgemein ist und weswegen dringend nach Alternativen gesucht werden sollte.

Insbesondere der angebliche Kampf gegen Kriminalität steht im Vordergrund, wenn es um die Einführung von Höchstgrenzen für Barzahlungen geht. Die Sozialisten fordern eine 5.000 Euro Grenze, während der Koalitionspartner CDU lediglich herumdruckst und von einer „einheitlichen europäischen Lösung“ schwadroniert, um die unterschiedlichen Obergrenzen innerhalb der EU zu vereinheitlichen.

Von einem Bargeldverbot will die SPD dagegen nichts wissen. Es ginge bei ihrem Vorstoß ausschließlich um den größten Schein, den 500er. Aber natürlich ist jedem kritischen Beobachter sofort klar, wohin die Reise in Wahrheit geht, denn nicht allein die Politik träumt seit Langem vom vollständig gläsernen und beliebig abzockbaren Bürger, auch die Bänker bekommen bei diesem Gedanken blitzende Dollarzeichen in ihren Augen, da sie ohne Bargeld an jeder einzelnen Finanztransaktion, selbst im Cent-Bereich, mitverdienen können, ohne nur einen Finger zu rühren.

So offensichtlich und durchschaubar all diese hinterhältigen Vorhaben unserer angeblichen „Volksvertreter“ sind, eine Frage bleiben uns insbesondere die Sozis schuldig: Woher wissen diese eigentlich so genau darüber Bescheid, dass der 500-Euro-Schein in Verbrecherkreisen so beliebt ist? Jedenfalls sind die linken Ganoven ziemlich altmodisch, denn das organisierte Verbrechen außerhalb der Politik zahlt schon lange nicht mehr in bar.

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3 Kommentare

  1. Bargeldverbot wird denke ich nicht kommen, weil dann müssten zwei Dinge gleich mit gemacht werden.

    1. Goldverbot:
    Der ganze Wirtschaftszweig „““Gold“““ müsste abgeschafft werden.
    d.h. Heraeus, Degussa … usw müssten aufgelöst werden.
    Denn warum GOLD produzieren wenns nicht verkauft werden darf.

    2. Bargeldverbot auch in den USA.
    Denn dann kann man sein Vermögen auch in Doller umschichten.

    • Dass ist ja das Dümmste was ich jemals gehört habe, Goldverbot ??
      diese ganzen Verbrecher haben zu 80% Alles in Gold angelegt, und da schwatzt einer von Goldverbot `lächerlich hoch 10.
      Es ist noch genügend Zeit sein Vermögen umzuschichten, zum Beispiel in Edelmetallmünzen, diese nimmt sicherlich jeder gern.
      Das Papiergeld ist doch auf lange Sicht hin sowieso der größte
      Vermögensrisiko, mal wieder zurück zur D-Mark natürlich nicht 1:1
      sonst täte dass keinen Sinn. Es gibt noch genügen Möglichkeiten seine Zukunft zu sichern, da braucht man weder Banken, Immobilien schon gar nicht Aktien oder Derivate. Hirn on dann klappt es.

  2. Ob der Sozialist nun rot, grün, braun ist, ist egal ! Es endet immer im Fiasko. Minuszinsen stehen auch schon vor der Tür. Also weiter denken, wenn was zu verlieren da ist.

    Viele Grüße aus Paraguay !

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