Allen Rettungspaketen zum Trotz: Griechenland steckt halstief in der Depression

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.n-tv.de:

Der Umsatz der griechischen Händler im Weihnachtsgeschäft ist im sechsten Jahr in Folge deutlich zurückgegangen. „2015 hatten wir ersten Schätzungen nach wieder ein Minus von 8,3 Prozent“ […].

[…]

Hauptgründe für den schlechten Umsatz seien die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Tatsache, dass die Griechen fast 50 Prozent ihres Einkommens wegen der hohen indirekten oder direkten Steuern verlieren […].

Kommentar von crash-news.com:

25% Arbeitslosigkeit herrschen in Griechenland, die Wirtschaft liegt am Boden. Stetig neue Negativrekorde werden vermeldet. Sogar das Weihnachtsgeschäft ist ein einziger Anblick des Grauens. Dabei flossen in den vergangenen Jahren unglaubliche Summen diverser Rettungspakete in Richtung Athen. Ist das Land noch zu retten oder sehen wir dort gerade, was auch uns hier bald erwartet?

Über 240 Milliarden Euro wurden in Form dreier sogenannter Rettungsschirme binnen weniger Jahre nach Griechenland überwiesen. Pro Einwohner macht das gut 22.000 Euro. Eine vierköpfige Familie erhielt somit knapp 100.000 Euro geschenkt. Wieso bitteschön liegt das Land dennoch wirtschaftlich betrachtet in Schutt und Asche?

Das Problem ist: Diese Unsummen waren weder für die griechischen Bürger bestimmt noch befanden sie sich überhaupt längere Zeit in Hellas, denn dieses uns und anderen Euro-Mitgliedern zuvor gestohlene Geld wurde Griechenland nur zur Begleichung offener Rechnungen „geliehen“, sodass es ruckzuck wieder in alle möglichen Richtungen in den Büchern diverser privater Großbanken verschwand.

Bei den Menschen selbst blieb, abgesehen von den üblichen Fakelaki-Schmiergeldzahlungen insbesondere in der Politik, praktisch nichts hängen. Stattdessen wurde ihnen von der kommunistischen Regierung – welche natürlich unter EU-Diktat steht – eine Steuererhöhung nach der anderen serviert.

Zwar sind die Griechen nicht gerade für ihre Steuerehrlichkeit berühmt, doch die Wirtschaft ist inzwischen faktisch tot, weil die Leute massenhaft ihre Arbeit verloren haben und extrem sparen müssen. Für unnötigen Konsum bleibt da grundsätzlich nichts übrig.

Die 2011 auf satte 23% erhöhte Mehrwertsteuer sorgt für ihr Übriges. Obwohl es in der EU noch deutlich höhere Sätze gibt, ist dies natürlich in einer schwer rezessiven oder gar depressiven Wirtschaft eine weitaus schlimmere Belastung für die Menschen als in gut dastehenden Ökonomien. Kein Wunder, dass dort unten selbst im Bereich Lebensmittel im laufenden Jahr der Umsatz um fast 20% zurückging.

Was nicht unbedingt benötigt wird, bleibt deshalb in den Geschäften. Kleider und Schuhe werden länger getragen, Haushaltsgeräte seltener gekauft bzw. ersetzt. Ersterer Bereich verzeichnete daher einen Umsatzrückgang um etwa 43%, Letzterer gar um über 56%.

Diese Nation befindet sich vollständig in der Hand von gnadenlosen Bankern, welche Land und Leute bis aufs Blut aussaugen und anschließend wegwerfen. Im Prinzip geht es aber nicht nur Hellas so, sondern sämtliche verschuldeten Staaten dieser Welt sind selbst eine Art Griechenland, befinden sich jedoch nicht alle in einem derart desolaten Zustand – noch nicht zumindest.

Der ursächliche Fehler hierbei liegt darin begründet, dass sich die sogenannten „demokratischen“ Regierungen ihre Wählerstimmen stets mit finanziellen Geschenken auf Kredit erkaufen. Das dazu notwendige Geld leihen sich diese „Volksvertreter“ in Billionenhöhe von Privatbanken und verpflichten damit ihre eigenen Bürger zu einer aussichtslosen Knechtschaft, da die Schulden samt Zinsen mathematisch gesehen gar nie zurückgezahlt werden können.

Die Zinsen existieren nämlich nicht, sondern müssen zwangsläufig als immer neue Schulden geliehen und ihrerseits ebenfalls wieder verzinst werden. Ein illegales Schneeballsystem in privater Hand macht diesen gigantischen Betrug erst möglich. Da ihn kaum jemand durchschaut, am wenigstens die Mischpoke in Amt und Würden, und die wenigen, welche den Durchblick haben, enorm davon profitieren, läuft das miese Spiel eben solange, bis die Exponentialfunktion letztlich einen fürchterlichen Zusammenbruch verlangt.

Diesen erlebt Griechenland derzeit und obwohl das System an sich noch nicht kollabiert ist, müssen die Hellenen bereits heute sehr ernste Konsequenzen erleiden. Sobald das Weltfinanzsystem den Löffel abgibt, wird nicht nur dieses Land im Süden im absoluten Chaos versinken, sondern ebenso der Rest Europas, ja der gesamte Planet in einer lodernden Schuldenhölle erwachen.

Was wir zur Zeit aus scheinbar sicherer Entfernung beobachten können, wird schon bald auch uns und alle unsere Nachbarn erfassen. Die griechische Depression ist erst der Anfang und niemand sollte glauben, diese uns ebenso drohende Katastrophe ließe sich durch irgendwelche weiteren Rettungspakete verhindern.

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Ein Kommentar

  1. @Autor
    In Deutschland sieht es nicht viel besser aus.
    Deutschalnd manipuliert seinen BIP-Wachstum nach oben mithilfe von Schmugglern,Drogen und Prostitution.
    http://www.welt.de/wirtschaft/...s-BIP.html
    http://www.welt.de/wirtschaft/...-sind.html

    Mittelstand in Deutschland verarmt!
    http://www.spiegel.de/wirtscha...72641.html

    Armut in Deutschland breitet sich immer weiter aus.
    http://www.neopresse.com/gesel...utschland/
    http://www.neopresse.com/gesel...ahlzeiten/

    Ich erinnere außerdem an den geschwärzten und veränderten Armutsbericht der FDP durch Rösler 2013, als die FDP noch mit CDU koalierte!

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