Absurde Endsieg-Propaganda: Der Euro – Finanz-Bollwerk und sicherer Hafen?

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.faz.net:

„Der Euro hat den Status eines ’sicheren Hafens’“, sagt Ulrich Leuchtmann, der die Devisenmarkt-Analyse der Commerzbank leitet.

[…]

Wenn sich Angst und Unsicherheit legen sollten, ist vielmehr eher wahrscheinlich, dass er sich wieder in Richtung 1,10 Dollar bewegt. Das hat aber mit der Frage, ob er den Status eines „sicheren Hafens“ hat, wiederum nichts zu tun.

Kommentar von crash-news.com:

Zahlreiche „Experten“ sind sich sicher, die aktuellen Börseneinbrüche zeigen nicht unbedingt ein Zeichen für eine schwere Krise. Im Gegenteil, wenn sogar der Euro gegenüber dem Dollar zulegt, kann es sich bloß um eine positive Trendwende handeln, welche den Erfolg der Euro-Rettung klar bestätigt. Die Welt ist bis auf ein paar kleine Störungen auf einem guten Weg – oder etwa nicht?

Sicherlich, in gewisser Weise ist der Euro eine Art sicherer Hafen für Anleger, da diese sich bislang auf die Aussage der EZB verlassen konnten, dass die europäische Einheitswährung um jeden Preis gerettet wird. Doch die Wahrheit, warum der Euro vermeintlich stark und stabil erscheint, ist eine andere:

Während die Börsen weltweit unübersehbar zu crashen beginnen, benötigen die professionellen Anleger blitzschnell Alternativen für die ihnen anvertrauten Milliardengelder, sobald sie ihre Aktien verkauft haben. Dafür dienen dann etwa Staatsanleihen oder Devisen, die zwar nur eine kleine oder überhaupt keine Rendite bringen, stattdessen aber als „sicher“ gelten.

Zumindest vorübergehend werden daher gigantische Summen auch im Euro zwischengeparkt und sei es bloß aus Gründen der Liquidität. Da beim Dollar eine Zinsanhebung bereits angekündigt wurde, ist der Greenback als „sicherer Hafen“ gleichzeitig weniger interessant. Das alles genügt freilich schon, um die im Sterben liegende Währung der EU wieder leicht steigen zu lassen und den Eindruck zu erwecken, alles sei in bester Ordnung.

Unabhängig davon sollte allerdings nicht übersehen werden, von welchem Niveau hier eigentlich die Rede ist. Wenn die Presse nämlich behauptet, der Euro wäre angeblich stabiler als der Dollar und er würde deswegen zulegen, blicken wir einfach einmal ein Jahr in die Vergangenheit. Noch im August 2014 kostete der Euro schlappe 1,35 Dollar. Dagegen nehmen sich die aktuellen 1,15 Dollar geradezu lächerlich aus. Von wegen sicherer Hafen.

Eines fällt in der Betrachtung all dieser „Experten“ jedoch vollständig unter den Tisch: Der Vergleich gegeneinander hat im Grunde genommen keinerlei Aussagekraft darüber, wer denn nun die stärkere Währung ist, der Dollar oder der Euro. Beide befinden sich durch die enorme Gelddruckerei gegenüber echtem Geld faktisch im freien Fall und überholen sich lediglich immer wieder gegenseitig auf ihrem Weg in Richtung Aufprall.

Mit „echtem Geld“ ist natürlich Gold gemeint. Die Systemgläubigen werden hierauf einwenden, dass der Goldpreis seit längerer Zeit stagniert und zwischenzeitlich sogar deutlich gefallen ist. Das mag zwar so aussehen, aber wir haben es hier mit einem stark manipulierten Markt zu tun, in welchem die großen Kräfte um jeden Preis zu verhindern wissen, den Preis für das gelbe Metall in Richtung seiner realen Bewertung „entkommen“ zu lassen.

Der Goldpreis ist bekanntlich eine Art Fieberthermometer der Wirtschaft und des Finanzsystems. Wenn sich zwar auch die statistischen Rahmendaten in ökonomischer Hinsicht durch die Regierungen bestens manipulieren lassen, wesentlich wichtiger ist trotzdem der offizielle Handelspreis des Goldes, um die Stimmung an den Märkten künstlich aufzuhellen.

Solange das Krisenmetall im richtigen Moment auf Sinkflug gebracht wird, nämlich exakt dann, sobald die Börsen fallen, schlechte Arbeitsmarktdaten oder andere wirtschaftlich relevante negative Statistiken publiziert werden, ist die Welt der Profianleger in Ordnung. Doch wehe Gold macht plötzlich das, was es will und bewegt sich in Richtung realer Bewertung in Dollar oder Euro.

Genau das ist die Herausforderung für die Manipulateure. Sie können die schwer kranke Weltwirtschaft nicht wirklich schönreden oder gar heilen, aber sie sind durchaus in der Lage, das Fieberthermometer künstlich herunterzukühlen, sodass gleichzeitig faktisch wertlose „Werte“ wie etwa der Euro als „sicherer Hafen“ erscheinen. Die zahllosen „Experten“ glauben diese infame Propaganda selbstverständlich blindlings.

Wer sich einmal an gute Zeiten und Umstände gewöhnt hat, möchte das klarerweise nicht mehr missen und kann es sich, je länger diese Phase andauert, auch gar nicht anders vorstellen. Eine größere Korrektur an den Börsen halten zwar sogar diverse „Experten“ für möglich, von einem alles vernichtenden Crash jedoch wollen sie nichts wissen.

Aber genau das ist es, was uns bevorsteht. Die vermeintliche Euro-Stärke ist nicht ansatzweise ein Zeichen für Besserung oder gar Überwindung der Krise, sondern ein vollkommen fehlgedeuteter Zustand kurz vor dem finalen Zusammenbruch.

Vorausschauende Geister sowie kluge Investoren wissen das derzeitige Marktgeschehen als das zu deuten, was es ist: Die Einleitung zum letzten Gefecht, in welchem sämtliche Sparvermögen und Währungen auf diesem Planeten auf ihren realen Gegenwert schrumpfen werden, der bei nahe Null liegt. Der zugehörige Sturm beginnt bald und zeitgleich endet jede Möglichkeit, seine Ersparnisse vor dieser vollständigen Zerstörung zu bewahren.

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on VKEmail this to someonePrint this page

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*