Munition verschossen: Zentralbanken und Staaten machtlos gegenüber kommendem Crash

FreeImages.com/Walter Groesel

Zitat von www.manager-magazin.de:

Griechenland-Chaos, China-Schwäche, Börsenturbulenzen: Die Wirtschaftslage ist wackelig. Gegen die nächste globale Rezession werden die großen Industriestaaten kaum etwas ausrichten können.

[…]

Machen Sie sich daher auf eine raue Phase gefasst – innenpolitische und internationale Konflikte inklusive!

[…]

So instabil, wie die Lage ist, bedarf es womöglich nur eines vergleichsweise kleinen Anstoßes, um die nächste Krise auszulösen.

Kommentar von crash-news.com:

Die Schwellenländer als große, bisherige Wachstumsmotoren beginnen zu schwächeln und auch die westliche Wirtschaft steht mit dem Rücken zur Wand. Entgegen der offiziellen Propaganda, die nach wie vor einen angeblichen Aufschwung herbeizulügen versucht, stehen die Zeichen auf Sturm und Krise. Eine neue, schwere Rezession wartet auf die Welt. Anders als früher verfügen die Mächtigen jedoch über keine Munition mehr.

Knapp sieben Jahre ist sie her, die große Wirtschaftskrise von 2008, und es scheint, als hätten sie die meisten längst vergessen. Obwohl die Arbeitnehmer seither mehrheitlich so gut wie keine Einkommensverbesserungen erfahren haben, glauben sie in der Mehrzahl den staatlichen Verlautbarungen vom Wirtschaftswachstum, schließlich müssen die angeblich sprudelnden Steuereinnahmen ja irgendwoher kommen.

In einem sozialistischen System wie dem unsrigen, welches damals noch in der Lage war, weite Teile der Bevölkerung durch neue Schulden überwiegend vor den Folgen des massiven Abschwungs zu schützen, erschien die Lage deshalb viel weniger schlimm als in anderen Ländern mit einem deutlich dünneren Sozialnetz oder einer schon zuvor horrenden Verschuldung.

Trotzdem musste unsere Regierung tief in die Trickkiste greifen, um nicht voll in den Sog der zahlreichen abstürzenden Länder zu geraten. Ebenso vollzogen die großen Zentralbanken einen Kunstgriff nach dem anderen, weil sie das System unbedingt stabilisieren mussten. Die Alternative wäre nämlich der globale Crash gewesen.

Zusammengenommen erlebten wir in den vergangenen Jahren daher ein Feuerwerk aus Statistikmanipulationen, unglaublichem Schuldenanstieg, gigantischer Gelddruckerei sowie diversen schlicht kriminellen Praktiken seitens der Amtsinhaber, der EZB, der Fed und weiteren Stellen. Dabei haben diese Institutionen zur verzweifelten Verteidigung ihrer Macht ohne Rücksicht auf Verluste ihr gesamtes Arsenal an Finanzwaffen verschossen.

Die damals deutlich höheren Zinsen wurden zwischenzeitlich auf quasi Null gesenkt, was parallel eine massive Aufschuldung der Staaten ermöglichte. Die Hauptenergieträger Öl und Gas lagen auf einem ganz anderen Preisniveau, wie viele weitere Komponenten in der Wirtschaft auch. Durch die drastisch gesunkenen Preise konnten hiermit ebenfalls die Krisenfolgen abgemildert werden.

Wer die Kosten für all diese Maßnahmen real zu bezahlen hatte und hat, dürfte klar sein: Die Bürger. Und zwar in Form gestiegener Steuern, minimaler Guthabenzinsen und der völligen Verwässerung unserer Währung. Konzerne und Unternehmen luden ihre Kosten und Risiken wiederum einerseits den Kunden mittels höheren Verkaufspreisen und andererseits den Mitarbeitern über zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse und stagnierende oder gar sinkende Löhne auf.

Wegen der horrenden Verschuldung ist der Handlungsspielraum der Regierungen aber mittlerweile massiv eingeschränkt. Einigen unter ihnen steht das Wasser bis zum Hals und sie werden lediglich noch von den etwas besser dastehenden Ländern zwangsweise am Leben erhalten. Sie sind vollständig erpress- und steuerbar durch die Geldgeber, was sich am Beispiel Griechenlands mehr als eindrücklich offenbart.

All dies Veränderungen haben unser Wirtschafts- und Finanzsystem nicht etwa stabiler, sondern wesentlich verwundbarer gemacht. Die Waffenkammern der Regierungen und der Zentralbanken haben sich seither immer weiter geleert. Inzwischen herrscht dort ein sprichwörtliches Vakuum und es stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln die nächste Krise, die zweifellos vor der Türe steht, bekämpft werden soll – ganz zu schweigen vom Problem des Wiederauffüllens der Patronenlager.

Es genügt jetzt bereits ein kleiner, unvorhergesehener Zwischenfall, welcher das globale Finanzsystem mittels Dominoeffekt sofort in sich zusammenbrechen lassen kann. Die Verantwortlichen sind schlichtweg nicht mehr in der Lage dazu, größere Dominos am Umkippen zu hindern.

Mittlerweile macht sich schon erstes Panikverhalten breit, wie etwa der in China begonnene Währungskrieg durch Abwertung des Yuan. Zwangsläufig wird es Nachahmer geben und eine gefährliche Spirale in Gang setzen.

Sollte Peking aufgrund finanztechnischer oder auch politischer Notwendigkeit heraus dem Dollar den Kampf ansagen, könnten die USA zur Verhinderung einer Hyperinflation die Leitzinsen anheben müssen, was wiederum unmittelbar zum Kollaps der Derivateblase und infolgedessen zum weltweiten Währungskollaps führt.

Das System ist endgültig schachmatt, es gibt keinen Ausweg mehr. Selbst das weitere Hinauszögern des Zusammenbruchs gerät aktuell an seine Grenzen. Wir stehen fraglos vor einem baldigen katastrophalen, globalen Crash und stellen uns lediglich die Frage, wann geschieht es, welcher Auslöser wird die finale große Welle losrollen lassen?

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on VKEmail this to someonePrint this page

Das könnte Sie auch interessieren:

Ein Abgang in Ehren wird das nicht mehr, Herr Bundespräsident Es ist ein eindeutiges Zeichen unserer heutigen Zeit, wie sich Christian Wulff an sein Amt klammert....
Verkehrte Welt: EU-kritischem Präsidenten droht Klage wegen Hochverrats Systemkritiker haben es erfahrungsgemäß nicht leicht, schon alleine deswegen, weil das persönliche U...
Sonnenuntergang bei Solarkonzern Q-Cells Genauso wie Griechenland und Co. haben alle diese Ökobetriebe nur auf Pump gelebt und von einem weit...
Planet der Wissenschafts-Affen: Angebliche Vormenschenart entdeckt Soso, die Affen - Pardon, die Wissenschaftler haben also wieder einmal ein paar einzelne, Millionen ...

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*