Keine Angst vor griechischem Euro-Ausstieg – “Experten” geben sich gelassen

FreeImages.com/Walter Groesel

Zitat von www.n-tv.de:

Der Ökonom Michael Hüther hält einen geordneten Austritt Griechenlands aus der Eurozone für ungefährlich.

[…]

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat derweil seine Notkredite für Griechenland bis zur Bildung einer neuen Regierung ausgesetzt.

[…]

Deshalb warnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Griechenland angesichts der anstehenden Parlamentswahl vor einer Abkehr vom Sparkurs. […] Den Reformkurs in Griechenland bezeichnete der CDU-Politiker als alternativlos.

Kommentar von crash-news.com:

Europa befindet sich im Aufschwung, trotz Winter beherrschen “blühende Landschaften” das Bild, die Krise ist längst überwunden. Wen kümmert es da, wenn Griechenland meint, den Heilsbringer Euro verlassen zu wollen? Selbsternannte “Experten” sehen jedenfalls keinerlei Veranlassung zur Beunruhigung, da sie eine Ansteckung anderer Länder für unwahrscheinlich halten. Am Ende bleibt die Frage: Warum müssen wir dann eigentlich noch weiterhin Milliarden nach Griechenland verschenken?

Entweder, diese Ökonomen verteilen ganz bewusst falsche Beruhigungspillen, um bloß keine Panik in der Eurozone und an den Märkten aufkommen zu lassen, oder sie verstehen nicht im Geringsten, was hier tatsächlich abläuft. Sollte Griechenland zurück zur eigenen Währung kehren, wären nämlich schlagartig sämtliche Anleihen wertlos – faktisch sind sie das zwar heute schon, aber sie werden in den Büchern trotzdem als “werthaltig” geführt, weswegen das System bisher nicht kollabiert ist.

Für den deutschen Steuerzahler würde dabei ein Verlust von rund 90 Milliarden Euro entstehen. Diese Zahl hat das Ifo-Institut vor gut zwei Jahren errechnet. Die Gesamtverluste aller Gläubiger belaufen sich auf etwa 330 Milliarden Euro. Das klingt zwar viel, ist allerdings im Hinblick auf die sonst üblichen Milliardensummen, mit denen hier jongliert wird, geradezu überschaubar. Die Bundesregierung versenkt jedenfalls alljährlich mindestens ebensoviel Geld in Brüssel, diversen absurden Subventionszahlungen und in zahlreichen korrupten Kanälen.

Das Problem ist jedoch, dass niemand genau weiß, an welcher Stelle das sowieso schon stark bröckelnde Finanzsystem durch einen solchen Vorfall noch anderweitig beschädigt werden könnte. Eine einzige “systemrelevante” Bank, welche durch die entstehenden Abschreibungen ins Wanken gerät, genügt, um eine verheerende Kettenreaktion in Gang zu setzen.

Unsere Politiker wähnen sich dagegen völlig sicher, dass es zu keinem Euro-Austritt kommt, weil sie glauben, die griechischen Wähler würden sich genauso erpressen lassen, wie deren korrupte Regierung. Ohne Euro würde in der Tat die Situation in Hellas kurzfristig nicht besser, sondern eher katastrophal. Mit dem Euro bleibt allerdings auch die Bürde europäischer, alles erstickender Bürokratie und Diktatur erhalten. Eine echte Besserung kann auf diese Weise niemals geschehen.

Genau das wollen die Drahtzieher hinter den Kulissen selbstverständlich nicht, denn wenn Griechenland sich erfolgreich aus den Schulden-Klauen dieser Verbrecher befreien würde, könnten noch andere Länder diesem Beispiel folgen und der schöne Plan von der Weltdiktatur wäre wieder in weite Ferne gerückt.

Weil die Politik-Darsteller in Athen ebenso wie sämtliche anderen politischen Funktionäre an ihren bequemen Posten hängen, besteht kaum Anlass für die übrigen EU-Schergen, sich vor Überraschungen aus dem Süden Europas zu fürchten. Deswegen geben sich die “Experten” auch so gelassen, da sie die üble Methodik kennen, mit welcher sogenannte Volksvertreter effektiv gefügig gehalten werden.

Bloß was passiert, wenn diese Rechnung nicht aufgeht? Daran wollen diese Herrschaften besser gar nicht denken. Sie vertrauen vollständig auf den Selbsterhaltungs- und Machttrieb der griechischen Kollegen. Sie alle tanzen hier auf äußerst dünnem Eis, doch sie wissen eben um die große Gewalt einer schwer drückenden Schuldenlast.

Trotzdem bleibt es spannend, was in Griechenland geschieht. Bis zur Wahl werden die EU- und Euro-Verantwortlichen daher noch so einige schlaflose Stündchen erleben. Vielleicht mit einem gefährlichen Finale? Dies ist zwar unwahrscheinlich, aber warten wir es ab.

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Ein Kommentar

  1. guten tag, Griechenland bleibt in der eu ,denn die computergesteuerte wahlauszählung wird manipuliert, wie in Schottland und in Deutschland
    mfg georg

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