Stadt in Bedrängnis: Kein Geld mehr für Vorzeige-Ökostrom, nur noch für Asylanten

Rainer Sturm / pixelio.de

Zitat von www.stuttgarter-zeitung.de:

Die CDU ist bei ihrer Analyse unter anderem auf einen Etatposten von 36 700 Euro für Öko-Strom gestoßen. Diese Ausgabe könne man ein Jahr lang aussetzen und stattdessen konventionellen Strom kaufen, meint Stadtrat Reinhold Noz.

[…]

„Letztlich geht es uns darum, die 1,3 Millionen Euro, die sich die Verwaltung über die Grundsteuererhöhung holen will, gegenzufinanzieren. Wenn wir beim Personal einsparen wollen, tut das auch jemandem weh“, sagt Noz.

Kommentar von crash-news.com:

Die finanzielle Lage unzähliger Gemeinden im Land wird immer prekärer. Wo es nur geht, setzen die Verantwortlichen entweder den Rotstift an, erhöhen die Steuern oder machen gleich beides. Wie dramatisch die Situation derzeit in manchem Landkreis bereits ist, zeigen diverse geplante Notoperationen. Obwohl sie damit ihren Ruf als Vorzeigekommune in Sachen „Nachhaltigkeit“ aufs Spiel setzt, will die Stadt Ludwigsburg den Bezug von Ökostrom kappen, anstatt einen besonders hohen Posten auch nur leise anzusprechen.

Der CDU im dortigen Gemeinderat geht es offenkundig darum, eine Erhöhung der Grundsteuer unbedingt zu verhindern. Bei ihrer Suche nach möglichem Einsparpotenzial stieß die größte Fraktion auf einen Posten von knapp 37.000 Euro für „Ökostrom“ und schlug vor, für ein Jahr lang wieder auf herkömmliche, „böse“ und CO2-„belastete“ elektrische Energie zurückzugreifen.

Doch mit diesem Vorschlag verärgerte sie die gesamte Ökofaschistenfraktion aus den anderen Lagern. Die Freien Wähler sagten, das könne sich die Stadt nicht leisten. Für die SPD kommt es nicht in Frage, wegen „einem Betrag dieser Größe“ die eigene Öko-Vorreiterrolle aufzugeben und die Grünen konterten gar mit „das gehe gar nicht“. Auch der Oberbürgermeister reagierte verwundert und teilte mit, es wäre schließlich von vornherein klar gewesen, dass Ökostrom „etwas“ teurer würde.

Wie brenzlig die Haushaltssituation in dieser und vielen anderen Gemeinden inzwischen sein muss, demonstriert die panische Suche nach irgendwelchen Sparmöglichkeiten. Wenn jetzt sogar die heilige Kuh der CO2-Sekte geschlachtet werden soll, kann die Lage wirklich nur verheerend sein. Dabei werden die potenziell eingesparten 37.000 Euro die Stadt garantiert nicht retten können.

Würde der Rotstift jedoch an anderer Stelle angesetzt, träfe es unweigerlich die eigenen Leute. Personalabbau brächte noch wesentlich größere Schmerzen, denn wo sollten all die im Grunde überflüssigen Behördenmitarbeiter sonst für das fürstliche Gehalt parteinah, leistungsfrei und arbeitsknapp unauffällig untergebracht werden?

Dem Stadtrat ist offensichtlich angst und bange, den Bürgern respektive den Wählern die Gebühren und Steuern zu erhöhen, weil dies im Endeffekt Wählerstimmen kostet und die Zukunft auf dem schönen und eigenen einflussreichen Posten akut gefährden könnte. Zumindest die CDU-Fraktion fürchtet sich so sehr vor derartigen Entscheidungen, dass sie sogar bereit ist, ihren mit Steuergeldern teuer erkauften Ruf einer Öko-Vorzeigekommune zu opfern.

Aber gäbe es nicht vielleicht noch andere Posten, die gekürzt oder gestrichen werden könnten? Nun, da wäre beispielsweise der Kostenfaktor Asylunterkünfte. Im Jahr 2013 musste die Gemeinde Ludwigsburg bereits schlappe 530.000 Euro für die Unterbringung, Versorgung, Gesundheit und Betreuung von mehreren tausend Asylanten aufbringen. Hochgerechnet auf das laufende Jahr dürften die Kosten auf knapp 800.000 Euro ansteigen.

Kein Wunder, dass die sogenannten „Bürgervertreter“ zu jedem Strohhalm greifen, um die finanzielle Notlage etwas zu lindern und diese eskalierende Situation zu verheimlichen. Selbstverständlich wird die heilige Asylkuh unter keinen Umständen angetastet. Wer es im Stadtrat wagen würde, diesen gigantischen Posten anzusprechen, müsste nämlich mit einem brutalen Rundumschlag der Gutmenschen im Gemeinderat sowie seiner unmittelbaren medialen Totalzerstörung rechnen. Die politisch korrekte Zensur und die begleitenden Denkverbote verhindern schlicht jegliche kritische Überlegung in dieser Richtung.

Wer die CDU-Bemühungen, unser Land in eine ökofaschistische Diktatur umzuwandeln, kennt, der sieht unmittelbar, in welch aussichtsloser Lage Ludwigsburg wohl stehen muss, wenn ausgerechnet von Seiten der schwarzen „Grünen“ eines der populärsten Themen zur angeblichen Rettung der Welt geopfert werden soll.

Andererseits ist dieser Vorschlag leicht nachzuvollziehen, da sich Steuererhöhungen für die arbeitende und immer stärker belastete Bevölkerung nur äußerst schwer verkaufen lassen, während gleichzeitig für fast jeden Preis Wohnraum für sogenannte Flüchtlinge angemietet wird – auf Kosten der Steuerzahler.

Wir dürfen gespannt sein, für welchen Ausweg sich Ludwigsburg und die vielen anderen genauso betroffenen Gemeinden und Kreise entscheiden werden. Es wird keine leichte Wahl für die Verantwortlichen, da sie über kurz oder lang mit enormem Gegenwind aus den Reihen der Bürger rechnen müssen. Der Bogen ist nämlich inzwischen massiv überspannt. Die entsprechende Wutexplosion wird daher nicht mehr ewig auf sich warten lassen.

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Ein Kommentar

  1. Es reicht nicht aus, dass trotz eines Zuschusses des Bundesumweltministeriums in Höhe von 154.000 Euro zum Klimaschutzkonzept des Landkreises Ludwisgburg, dieses Konzept sich um weitere 36.000 Euro verteuert hat.

    Nein, der Landkreis Ludwigsburg hat offensichtlich noch genug Geld um eine eigene Klimaschutzkonferenz !!! in Kornwestheim abzuhalten. Alles hier nachzulesen:

    http://tinyurl.com/pe55xub

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