Anlagestratege empfiehlt: Raus mit der Kohle, bevor die Negativzinsen kommen

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.welt.de:

Kunden werden bald dafür zahlen müssen, wenn sie ihr Geld zur Bank bringen. Davon ist Asoka Wöhrmann, Anlagestratege der Deutschen Bank, überzeugt. Er appelliert: Gebt mehr Geld aus!

[…]

Wir Deutschen sparen viel zu viel. Nimmt man Sparbücher, Tagesgeldkonten und Versicherungen zusammen, stecken rund 70 Prozent unseres Vermögens in Liquidität – in Liquidität, die kaum noch verzinst wird.

[…]

Wenn jeder Einzelne mehr Geld ausgibt, hilft das allen.

Kommentar von crash-news.com:

Kennen Sie schon den neuesten Witz? “Ein Banker sagt die Wahrheit…”. So ironisch das klingen mag, so wahr ist es tatsächlich, weil der Chefanlagestratege von DWS Investment den Bankkunden rät, ihr Geld wegen der bald kommenden Negativzinsen von den Konten abzuheben. Allerdings endet hier die Wahrheit auch gleich wieder, denn als nächsten Schritt empfiehlt Asoka Wöhrmann, das Geld auszugeben. Dies helfe angeblich uns allen.

Im Prinzip hat er sogar Recht mit seinem zweiten Tipp, es kommt dann jedoch darauf an, für was die Ersparnisse ausgegeben werden. Fließt das Geld bloß in sinnlose Konsumprodukte, ist es die denkbar schlechteste Lösung. Stattdessen sollten die hartverdienten Euros lieber so angelegt werden, dass weder die Inflation noch der gierige Staat noch die kommenden Negativzinsen ihnen etwas anhaben können, Stichwort Edelmetalle.

Hätte jemand vor fünf Jahren behauptet, ab 2014  würden uns die Banken mit negativen Zinsen zusätzlich zu den Kontoführungsgebühren abkassieren, hätte sich bestimmt jeder an die Stirn gefasst. Mittlerweile ist der Damm gebrochen und die erste Bank beglückt ihre Kunden bereits mit dieser quasi Enteignungssteuer. Laut Wöhrmann werde das aber schon bald keine Seltenheit mehr sein.

Da die Deutschen trotz schwächelnder Wirtschaft und ständig steigenden Lebenshaltungskosten immer noch dazu neigen, Geld zu sparen, leiden sie natürlich ganz besonders unter dieser Entwicklung, besser gesagt unter diesem systematischen Raubzug, welchen wir im Grunde genommen allein den korrupten Händen hinter den Kulissen von Goldman Sachs zu verdanken haben.

Immerhin lenkt ein früherer Vizepräsident dieses enorm mächtigen Geldhauses die Geschicke der europäischen Einheitswährung. Mario Draghi ist persönlich dafür verantwortlich, dass demnächst hunderte Millionen von Menschen mittels Negativzinsen enteignet werden und das zusätzlich zu der von ihm zu verantwortenden hohen Inflation.

Die dahinterliegende Mutwillig- und Bösartigkeit ist kaum zu übersehen, wenigstens nicht für diejenigen, welche das Prinzip des Geldsystems verstanden haben. Vor der unfreiwilligen Totalenteignung durch den weltweiten Crash des Geld- und Währungssystems, welcher vermutlich im Herbst 2015 stattfinden wird, sollen die Sparer im “reichen” Deutschland noch schnell zur Kasse gebeten werden.

Allerdings nicht etwa direkt durch die zunächst minimal negativen Zinsen, diese dienen lediglich als Mittel zum Zweck. Das eigentliche Ziel ist, auf diese Weise die Masse dazu zu bewegen, ihre Ersparnisse auszugeben und das Geld den Konzernen in den Rachen zu werfen. Einerseits durch direkten Konsum, andererseits durch den Kauf von Fonds und Aktien. In beiden Fällen verdienen die Banken, da Konsum für zusätzliche Unternehmenskredite sorgt und über die Investment-Schiene bei den Instituten ebenfalls Milliarden verdient werden.

In Wahrheit weist der Banker den Sparern durch seinen Aufruf, die Sparkonten zu plündern, also den direkten Weg in die Falle, um an die brach liegenden und in harter Arbeit erwirtschafteten Ersparnisse in Milliardenhöhe zu gelangen, bevor sich diese beim Crash über Nacht in Rauch auflösen.

Vor einem massenhaften Bankrun fürchtet sich die Geldbranche offenbar nicht. Muss sie auch nicht, denn sie hat den Gesetzgeber schließlich per Bankenunion zu entsprechenden Rettungsmöglichkeiten gezwungen, falls das Vorhaben doch einmal hier und da schiefgehen sollte.

Ob die Negativzinsen tatsächlich den entsprechenden Effekt haben und die Sparer ihre Vermögen ausgeben werden, bleibt abzuwarten. Bisher hat die Masse nämlich stets jede Warnung vor dem Finanzkollaps ignoriert. Das lag vermutlich daran, dass die Politik jedes Mal mit irgendwelchen leeren Versprechungen parat stand und beispielsweise für alle Sparguthaben haften wollte. Wie lächerlich, und trotzdem glaubte es die Bevölkerung.

Möglicherweise sind ja einige Bankkunden so “schlau” und heben zwar ihre Ersparnisse ab, bevor sie von den negativen Zinsen aufgefressen werden, legen das Bargeld danach allerdings sprichwörtlich unter ihre Matratzen. Sicher, auf diese Weise wird vielleicht der Zinsfraß verhindert, doch im Falle des Crashs nützt ihnen das Papier hinterher auch nicht mehr viel, höchstens zum Heizen, bloß wer hat heute noch einen Holzofen?

Es gibt jedoch eine echte Alternative, welche dem Wunsch des Chefanlagestrategen auf der einen Seite entspricht, gleichzeitig den wahren Absichten dieser Schlipsträger in Nadelstreifen aber zuwider läuft. Wer seine Ersparnisse jetzt in Gold und Silber ummünzt, handelt tatsächlich schlau und vorausschauend, schließlich entzieht er sein Vermögen damit einerseits dem sterbenden Finanzsystem und wandelt es andererseits in eine crashsichere Form um.

Das Zeitfenster scheint gerade ideal dafür zu sein, da der Goldpreis derzeit künstlich auf einen neuen Tiefststand heruntergeprügelt wurde. Diese Maßnahme soll natürlich davon ablenken, in Edelmetalle umzuschichten, der kluge Investor freut sich dahingegen und greift erst recht richtig zu.

Asoka Wöhrmann sagt, auf seinem Posten “darf man keine Angst vor Nullen haben”. Für den Normalbürger gilt dabei das genaue Gegenteil, denn dieser sollte sich wirklich sehr vor den unberechenbaren Nullen in der Regierung sowie den bald kommenden Nullen auf seinen Sparkonten fürchten. Der Goldanleger dagegen liebt Nullen, weil diese den Preis für sein Metall kurz nach dem Crash nach oben schnellen lässt.

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3 Kommentare

  1. Hallo,

    erstmal danke für Ihre informativen Artikel.
    Einen Punkt möchte ich aber nicht so unkommentiert stehen lassen, und zwar sagen Sie so leicht:
    “Wer seine Ersparnisse jetzt in Gold und Silber ummünzt, handelt tatsächlich schlau und vorausschauend,…”
    Aber haben Sie denn keine Angst, dass der Staat ein Goldverbot einführt wie es schon in der Vergangenheit geschah, und was dann? Dann verlieren doch ALLE ihr Erspartes nach dem Crash, oder nicht?

    MfG Doni

    • Deshalb Edelmetalle Anonym kaufen.
      Ich denke das wenn ein Goldverbot kommen sollte, dann macht sich der Staat keinen Gefallen damit. SCHWARZMARKT ! !

    • Hallo Doni,

      Wenn der Staat verbietet, zu schnell zu fahren oder zu viel zu trinken: wie viele Leute halten sich denn NICHT daran? ;-) Drogen sind verboten, und trotzdem gibt es Konsumenten?

      Es ist wie bei der Prohibition von Alkohol in Amerika. Sofort danach stieg nicht nur der Preis auf dem Schwarzmarkt, sondern es ging tatsächlich auch die Nachfrage nach oben.

      Was erlaubt ist, und was gemacht wird, sind „zwei paar Schuhe“. Wenn ein Goldverbot kommt, kann man sicher sein, dass das den (Schwarzmarkt)Preis noch weiter in die Höhe treibt. Und nur die Bürger, die ihr Gold brav abliefern, die haben es verloren. Diejenigen, die keinem davon erzählen und es behalten, werden nichts davon verlieren.

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