Wird bald alles billiger? Die wirren Prognosen von Zentralbank und Regierung

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.sueddeutsche.de:

Die Inflation im Euro-Raum geht wegen sinkender Energiepreise weiter zurück. Die jährliche Inflationsrate betrug im September 0,3 Prozent, das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

[…]

Die fallende Inflation könnte nun ein Hinweis darauf sein, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone nach der Banken- und der Schuldenkrise nun bereits zum dritten Mal binnen weniger Jahre erlahmt.

Kommentar von crash-news.com:

Es stimmt, an den Tankstellen zeigt sich seit Monaten dasselbe Bild: Rund drei D-Mark pro Liter Superbenzin müssen die Autofahrer hinblättern und entgegen dem sonstigen Trend bleiben die Preise für Öl- und Gasprodukte nahezu stabil. Auch beispielsweise Kartoffeln sind dank der guten Ernte wieder günstiger als im vergangenen Jahr. Trotzdem kann von Entwarnung bezüglich einer Null-Inflation beim besten Willen keine Rede sein.

Abgesehen von einigen saisonalen Lebensmitteln und eben Sprit bleibt nämlich die Teuerung ansonsten auf dem bekannt hohen Niveau, höher zumindest, als die meisten Einkommen steigen. Die alljährlich ins Haus flatternden Versicherungsrechnungen aller Art lassen sich ebenfalls nichts von einer sonderlich niedrigen Inflationsrate anmerken, genausowenig wie Handwerker-, Dienstleister- oder andere Rechnungen.

Wenn die Medien sich jetzt dumm stellen und sich fragen, wieso die offizielle Teuerung derzeit eigentlich so niedrig sei, trotz Aufschwung, dann können wir daraus einerseits ihre massive Inkompetenz in der Sache und andererseits ihre Verlogenheit mehr als deutlich erkennen. Natürlich ist eine solch niedrige Quote – abgesehen davon, dass diese Zahlen sowieso systematisch manipuliert werden – ein klares Indiz dafür, wie es mit der Wirtschaft entgegen der offiziellen Propaganda in Wirklichkeit aussieht.

Immerhin, zwischen all den Fragezeichen und der unhinterfragt nachgedruckten Vernebelungstaktik der Regierung scheint sich die Wahrheit ein klein wenig Bahn zu schaffen. Die stagnierende Preisentwicklung, insbesondere was Erdölprodukte betrifft, deutet zweifellos auf eine deutlich fallende Nachfrage hin, wie sie bereits vor fünf Jahren nach der damaligen schwerer Krise begann.

Nun, so die „erstaunliche“ Schlussfolgerung der Auftragsschreiberlinge, damit deutet doch einiges auf eine neue Rezession hin, obwohl die Arbeitslosenzahlen in der Eurozone zwar hoch sind, aber immerhin stabil. Wie ist das möglich? Gegenfrage: Seit wann sind die offiziell verlautbarten Arbeitslosenzahlen ehrlicher als die Inflations- oder Wirtschaftsstatistiken? Sie kommen schließlich von ein und denselben Regierungen.

Diese sogenannten Volksvertreter brauchen naturgemäß zwingend gute Nachrichten, denn davon leben sie. Eine Wiederwahl ist so gut wie ausgeschlossen, wenn es während ihrer Amtszeit nachweislich bergab ging. Da Letzteres jedoch seit vielen Jahren der Fall ist, haben diese Berufslügner gar keine andere Wahl, als sämtliche Zahlen so zu manipulieren, als gäbe es kein Morgen mehr.

Die Ironie hierin: Ein Lichtblick bei all diesen vorsätzlichen Täuschungen ist die bittere Realität. Kaum ein Bürger glaubt noch diese primitive und offenkundige Propaganda vom angeblichen Aufschwung, der nicht vorhandenen Inflation und der sinkenden Arbeitslosenquote. Vielen Menschen geht es zwar weiterhin sehr gut und sie müssen sich allerhöchstens Gedanken darüber machen, ob sie den nächsten Urlaub vielleicht doch lieber finanzieren sollten, um von dem gesparten Geld das neue Eifohn kaufen zu können.

Aber immer mehr Leute spüren am eigenen Leib, dass die Lebenshaltungskosten entgegen sämtlichen behaupteten Trends konsequent steigen und fragen sich, wie derartige Zahlen überhaupt zustande kommen können, welche ständig aus Berlin verlautbart werden.

„Wenn die Inflation wirklich derart niedrig sein soll, warum spüren wir das dann nicht in unserem Portemonnaie?“, kratzt sich der Durchschnittsbürger verwundert am Kopf. Der Schuldenmichel dagegen freut sich über die Minizinen für seinen Immobilienkredit und wartet geduldig auf die angekündigten fallenden Preise.

Doch darauf wir er lange warten können, denn hier wird in absehbarer Zeit ganz bestimmt nichts billiger werden, was essentiell zum Leben notwendig ist. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Da können EZB und Bundesregierung weiterhin das Blaue vom Himmel herunterlügen, es ändert nichts am finalen Szenario, auf welches wir uns zubewegen.

Die meisten Menschen rechnen beim besten Willen nicht mit einem abrupten Ende dieses abgekarteten Spiels. Ein paar mehr erkennen vielleicht inzwischen die gefährliche Tendenz in Richtung Existenzbedrohung, in welcher sie sich bewegen und die große Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung und der offiziellen Verlautbarungen. Nur ganz wenige wissen tatsächlich, was auf uns zurollt und zwar schon binnen der nächsten Monate.

Jeder, der klar bei Verstand ist, sollte sich vorsehen und entsprechende Vorbereitungen treffen. Noch geht es „nur“ um die Entwicklung einer Euro-Dollar-Parität. Schon diese wird uns jedoch stark steigende Preise auf breiter Ebene bringen. Und danach geht es dann richtig bergab, wenn die Währungen crashen. Es klingt undenkbar, aber es wird real geschehen. Bald.

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