Sprache im Verfall: „Geil, bin ich der Einzigste, wo noch richtig Deutsch kann?“

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Zitat von www.sueddeutsche.de:

Jugendliche sprechen in Sätzen ohne Satzbau und finden alles „geil“: Wir müssen uns Sorgen machen um die deutsche Sprache, findet der Journalist Andreas Hock.

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Die Kultusministerkonferenz muss sich schon fragen lassen, warum es selbst an den Unis immer mehr junge Menschen gibt, die nur mangelhaft Deutsch schreiben. Selbst in Diplomarbeiten finden sich einer Untersuchung des Goethe Instituts zufolge massive Rechtschreib- und Ausdrucksschwächen.

Kommentar von crash-news.com:

Deutsches Sprach, schweres Sprach – unsere Jugend kann fast kein richtiges Deutsch mehr. Was wir alle immer stärker in unserem unmittelbaren Umfeld beobachten, insbesondere bei der jüngeren Generation, hat der Autor Andreas Hock in seinem Buch „Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?“ als Niedergang der deutschen Sprache zusammengefasst. Diese Entwicklung schlägt natürlich auch auf die Gesellschaft selbst durch.

Legen Sie Wert auf korrekte Groß- und Kleinschreibung, richtige Interpunktion und eine fehlerfreie Grammatik, wenn Sie Bücher oder Zeitungsartikel lesen? Früher war das eine Selbstverständlichkeit. Genauso konnte es sich kein seriöser Verleger leisten, ein Buch mit unzähligen Fehlern herauszubringen, es hätte seinem Ruf bestimmt massiv geschadet.

Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Nicht etwa, weil die Menschen so viel toleranter gegenüber Legasthenikern geworden wären, sondern weil eine zunehmende Anzahl an Bürgern gar nicht mehr in der Lage ist, Fehler überhaupt zu entdecken.

Schauen Sie sich beispielsweise die Kommentarspalten der Medien im Internet an. Die paar wenigen in einer Zeitung abgedruckten Leserbriefe durchlaufen stets das hausinterne Lektorat, bevor sie in den Druck gehen, genauso wie ein Buch in jedem vernünftigen Verlag. Doch die schiere Masse an Kommentaren unter den Onlineartikeln der Zeitungen im Netz lässt eine manuelle Korrektur überhaupt nicht mehr zu. Dort strotzt es daher nur so vor Fehlern und Sprachignoranz.

Genau hieran lässt sich erkennen, wie es um die Sprachkompetenz des Durchschnittsbürgers steht. Sicherlich schwankt die Qualität je nach dem, um welches Portal es sich handelt, doch selbst die namhaften und sich an eine gewisse „Elite“ oder spezielle Klientel wendenden Medien weisen mitunter erbärmlich schlecht geschriebene Leserkommentare auf.

Im Zuge der modernen und angesagten Nichtdiskriminierung und ganz besonders der massiven Unterwanderung unserer Bananenrepublik durch schlecht oder gar nicht deutschsprachige Ausländer, ist es jedoch für den politisch Korrekten nicht ganz ungefährlich, einen rechtschreibschwachen Kommentator auf seine Inkompetenz anzusprechen, denn das könnte ganz schnell als rassistischer Angriff gedeutet werden.

In der Realität genügt dagegen ein kurzer Blick und die Toleranzschwelle für schlechtes Deutsch steigt auf exakt 100%, dann jedenfalls, wenn der Gegenüber einer der vielgelobten „Fachkräfte“ aus dem Ausland ist. Von diesen Leuten wird absolut keinerlei Sprachkompetenz verlangt, was die riesige Anzahl an fremdsprachigen Formularen insbesondere im Sozialwesen der Behörden beweist.

Von den Autochthonen dagegen kann derlei Kompetenz durchaus verlangt werden. Theoretisch zumindest. Doch offenkundig interessieren sich nicht einmal die Schulen für diese erbärmliche Entwicklung, denn ansonsten ist nicht zu erklären, wie selbst Diplomarbeiten an Universitäten „massive Rechtschreib- und Ausdrucksschwächen“ aufweisen, wie Herr Hock angibt.

Wenn jedoch in den Grund- sowie den weiterführenden Schulen nur noch Wert auf sozialen Schnickschnack, Gleichmacherei und unendlicher gegenseitiger Toleranz gelegt wird, bleibt natürlich keine Zeit mehr für Elementares wie Lesen und Schreiben. Bereits Grundschüler verfügen in vielen Fällen über ein eigenes Mobiltelefon und eignen sich damit zusätzlich die jeweiligen Fehler des Gegenübers an, indem sie sich mittels SMS, Facebook und WhatsApp nur noch in primitiver Kurzsprache „unterhalten“.

Damit bleibt das Erlernen guter und korrekter Sprache zwangsläufig auf der Strecke. Noch erschwerender kommt hinzu, dass viele Kinder und Jugendliche viel lieber Fernsehen oder im Internet Videos schauen, anstatt sich mit dem Lesen von Büchern zu befassen. Allein durch das regelmäßige Lesen guter Lektüre eignet sich der Leser schließlich bereits viel Wissen über korrekte Orthografie, Grammatik und Interpunktion an.

Vielen dieser jungen Leute ist gar nicht bewusst, wie wichtig das Beherrschen der deutschen Sprache ist. Es geht hierbei nicht nur um das Ernstgenommen werden in unserer Gesellschaft aufgrund einer guten Sprachkompetenz und natürlich um die eigene Zukunft im Beruf, sondern auch darum, sich effektiv verständlich zu machen. Wer z.B. sämtliche Kommas ignoriert oder einfach nach Belieben setzt, verändert mitunter die Aussage eines Satzes völlig oder es wird nicht richtig klar, was er überhaupt ausdrücken möchte.

Das Ignorieren jeglicher vorhandener Regeln der Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung geht meist gleichzeitig einher mit dem Ablehnen anderer gesellschaftlicher Maßstäbe. Wenn die Jugendlichen nämlich lernen, sich ohne das Halten an Schreibregeln trotzdem irgendwie ausdrücken zu können und sich auf diese Weise halbwegs erfolgreich durchwursteln, übertragen sie dies automatisch auf ihr restliches Gesellschaftsleben. In letzter Konsequenz fragen sie sich dann: Regeln, wozu? Es geht doch auch immer ohne.

Vielleicht ist diese Degeneration, insbesondere der jüngeren Masse, mit ein Grund, warum den gleichgeschalteten Medien fast nahezu alles blind geglaubt wird, was sie publizieren, denn diese wissen sich zumindest angemessen auszudrücken und sie heben sich vom Durchschnittsbürger durch wenige Fehler und akurate Interpunktion, Rechtschreibung und Grammatik wohltuend ab.

Allein das hat bereits große Wirkung. Es unterstreicht den vermeintlichen Wahrheitsgehalt – selbst wenn das Behauptete die größte Lüge ist – und steigert die Glaubwürdigkeit. Und das nur deswegen, weil das eigene Unvermögen der Leser und Zuschauer von diesen Presseleuten ganz leicht übertroffen werden kann. Um die Menschen aufzuwecken wäre es also nicht wirklich verkehrt, ihnen zunächst einmal die Grundlagen dafür beizubringen, nämlich die korrekte Beherrschung der Deutschen Sprache.

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4 Kommentare

  1. Viele interessiert es schon gar nicht mehr, sich in Wort und Schrift grammatikalisch korrekt auszudrücken. Ich selber habe mit unseren Kunden relativ viel eMail-Kontakt und manchmal graut es mir vor deren Grammatik. Nebenbei: ich bin ein Eidgenosse und Hochdeutsch ist für mich (uns) eine Fremdsprache.

    Wo ist der Fehler?: …, sondern weil eine zunehmend Anzahl an Bürgern gar nicht mehr in der Lage ist, Fehler überhaupt zu entdecken.

  2. Tja lieber Eidgenosse, der Verfall eines Landes spiegelt sich in seiner Sprache und Kultur wieder. Die Schweiz scheint da noch um Welten besser dazustehn, als die bunte Bananenburkarepublik. Das gegenwärtige Verfallsstadium der Bananenburkarepublik zeigt den absoluten Verfall an, rette sich wer kann?
    Mit freundlichen Grüßen in die Eidgenossenschaft

  3. „Die deutsche Sprache geht kaputt! Als Deutscher muss man deutsch sprechen und schreiben können.“
    Aussage meiner lieben Bekannten aus Nigeria. Hintergrund: Es ist für Ausländer schwer, dieses Pseudodeutsch interpretieren zu können und zeigt einen Hang von Respektlosigkeit hin zum Rassismus.

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