NSA, CIA und Co: 5.000 Wiener Würstchen spionieren um die Wette

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von derstandard.at:

Denn die österreichische Hauptstadt gilt weltweit als eines der Zentren der Geheimdienste. Experten schätzen, dass 4.000 bis 5.000 Geheimdienst-Mitarbeiter an der Donau tätig sind – mindestens.

[…]

Pikant und passend zugleich also, dass Steinmeier und Kerry ihr erstes Gespräch nach der Ausweisung des obersten US-Geheimdienstler in Deutschland ausgerechnet in Wien hatten.

Kommentar von crash-news.com:

Wien ist die Hochburg der Spionage in Europa, von hier aus werden auch die US-Agenten in Berlin gesteuert. Es leben inzwischen derart viele von ihnen dort, dass sich eine eigene Gewerkschaft, spezielle Tourismusangebote und weitere Annehmlichkeiten inzwischen anböten, um die tausenden staatlichen Spitzel in der österreichischen Hauptstadt angemessen zu bedienen.

Anstatt diesem Spionagegesindel jedoch endlich die Tür zu zeigen, eiern sie weiterhin nur herum. Unsere sogenannten Volksvertreter haben wahrlich weder ein Rückgrat noch typisch runde Hühnerprodukte in den Hosen, denn nach so „manchen Beschwernissen“, wie Außenministers Steinmeier die Abhöraffäre völlig weichgespült bezeichnet, wäre es längst an der Zeit, einmal richtig laut auf den Tisch zu hauen.

Zumindest würde das die Führungsmannschaft eines souveränen Staates tun, wenn sie offenkundig von „engen Freunden“ systematisch und ungeniert ausgehorcht und dieses Vergehens überführt wurde. Nicht so jedoch in unserer Bananenrepublik. Es handele sich schließlich um eine „strategische Freundschaft“. Richtig, die USA möchten ihre Drecksarbeit als selbsternannte Weltpolizei nicht immer allein erledigen und vor allem auch nicht bezahlen, daher sind unter anderem die Deutschen als ihre „Freunde“ nötig.

Als bereits im vergangenen Jahr die Enthüllungen von Edward Snowden erahnen ließen, welche Dimensionen die Lauschangriffe der USA auch gegenüber unserem Land besitzen, ging immerhin ein kurzes Raunen durch die Medien. Doch weder unsere Politik noch die Generalstaatsanwaltschaft interessierten sich näher für diese Unglaublichkeiten. Im Gegenteil, von Berliner Seite her wurde die Überwachungsaffäre schlicht für beendet erklärt. So einfach war das.

Selbst als durchsickerte, dass sogar Merkels Handy Ziel der Lauschangriffe der USA war, wurde lediglich leise vor sich hingeschimpft. Erst im Frühjahr 2014 gründete der Bundestag einen Untersuchungsausschuss, welcher jedoch den wichtigsten Zeugen, Edward Snoden selbst, nach wie vor nicht vernehmen will.

Angeblich liegt dies an Snowden, der keine Befragung per Videokonferenz abhalten, sondern lediglich im Bundestag persönlich erscheinen wolle. Freilich wäre das wiederum nur möglich, wenn ihm absolut sicheres Geleit versprochen würde, doch die Bundesregierung will ihm dieses nicht gewähren. In Anbetracht der Tatsachen sollte hier allerdings wohl eher die Rede davon sein, dass sicheres Geleit nicht etwa vom Willen der Regierung abhängt, sondern schlicht betrachtet gar nicht garantiert werden kann, weil darüber nicht etwa die Bundesregierung, sondern allein unsere amerikanischen Besatzer entscheiden.

Aber hat nicht gerade vergangene Woche eben diese Regierung den Repräsentanten des US-Geheimdienstes CIA in Deutschland ausgewiesen? Die Medien mögen es zwar so darstellen. In Wahrheit war es jedoch keine echte Ausweisung, sondern nur die Aufforderung, unser Land zu verlassen, eine Art Bitte, Empfehlung. Anderes ist auch nur schwerlich möglich, denn welcher Chef würde sich schon von seinen eigenen Untergebenen des Raumes verweisen lassen?

Daran, dass die USA weiterhin das Sagen über unsere Bananenrepublik haben, besteht keinerlei Zweifel. Erst recht nicht in Anbetracht tausender Spitzel mit Stammsitz in Wien. Wieviele solcher Spione und Verräter außerdem noch zusätzlich in deutschen Institutionen und Behörden sitzen, wissen wir bisher gar nicht, das dürfte wahrscheinlich erst in naher Zukunft veröffentlicht werden.

Seltsam ist in jedem Fall, dass urplötzlich der Ton vordergründig etwas verschärft wird, zumindest im Vergleich zum bisherigen Duckmauserverhalten der Regierung. Hatte diese im vergangenen Jahr noch immer brav weggeschaut, wenn die nächste Skandalmeldung von Snowden durch die Presse fegte, so führte die Aussage von William Binney, einem ehemaligen Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, vor dem Untersuchungsausschuss nun zu dieser überraschenden Pseudo-Rauswurfreaktion.

Ob diese vermeintliche Emanzipation gegenüber unseren Besatzern eine echte Kehrtwende darstellt? Wohl kaum, denn wer dort oben in unserer Regierung sitzt, hat genügend Dreck am Stecken, um jederzeit auf Knopfdruck abgesägt werden zu können. Diese Sollbruchstellen unserer „Volksvertreter“ sind wegen der Abhörerei freilich auch der NSA bekannt und möglicherweise ist es die blanke Wut über die eigene Ohnmächtigkeit, vollständig der Willkür der US-Oberen ausgeliefert zu sein, welche sich nun offen äußert.

Vielleicht hat die Bundesregierung jedoch auch eine Entdeckung gemacht und wähnt sich nun im Besitz einer Trumpfkarte gegen die kriminellen Spitzel aus Übersee, wer weiß? In jedem Fall ist dieses ganze Theater, ob gespielt oder nicht, kein Grund für den Bürger, sich souverän vertreten oder gar in Sicherheit zu wiegen, denn von Wahrheit ist hier weiterhin keine Spur zu erkennen.

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