Steuer-Doppelmoral: Verschwendung hui – Hinterziehung pfui

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.abendzeitung-muenchen.de:

Beim Treffen der Finanzminister der Bundesländer stehen heute die Finanzlage sowie der Kampf gegen Schwarzgeldkonten im Mittelpunkt.

[…]

Nach langem Ringen war parteiübergreifend Einigung darüber erzielt worden, am Instrument der Selbstanzeige festzuhalten. Doch sollen künftig höhere Strafzuschläge auf die Steuerschuld erhoben werden.

Kommentar von crash-news.com:

Steuern zu hinterziehen ist Unrecht, denn sie sind eine Solidarleistung aller Bürger, um gemeinschaftlich staatliche Kernaufgaben des Zusammenlebens zu finanzieren. Im Prinzip jedenfalls, denn unser Staat hat diese Ebene leider schon lange verlassen und kümmert sich allerhöchstens noch rudimentär um seine ureigensten Verpflichtungen. Widerstand wird damit zur Pflicht. Legalisiert dies die Steuerhinterziehung?

Nein, denn Unrecht mit Unrecht zu vergelten oder zu bekämpfen macht es nicht besser. Hat unsere Regierung dann also Recht, wenn sie öffentlichkeitswirksam so hart gegen Steuersünder vorgeht? Sicherlich nicht, denn eben jene sogenannten Volksvertreter, welche selbstherrlich über diese Frage beraten und abstimmen, sind es schließlich, die unser hart erarbeitetes Steuergeld sprichwörtlich mit beiden Händen zum Fenster hinauswerfen.

Hinzu kommt eine gewollte und durch eben diese Regierung legalisierte Steuerhinterziehung für eine bestimmte Klientel, denn wer richtig viel Geld verdient, kommt unter Nutzung der speziell dafür geschaffenen Fluchtwege gänzlich ungeschoren davon. Dies betrifft weniger die Besserverdiener und die Mittelschicht, denn diese tragen schließlich sogar die allerhöchste Steuerlast – üblicherweise ohne größeres Murren. Insbesondere internationale Großkonzerne und Banken profitieren von den zugelassenen Schlupflöchern und beteiligen sich überhaupt nicht an der Solidargemeinschaft.

Auch an dieser Stelle endet die Ungerechtigkeit noch lange nicht, denn würden wenigstens die gigantischen Summen an Steuergeldern für genau jenen Zweck eingesetzt, für den sie ursprünglich gedacht waren, würde bereits ein Bruchteil der geltenden Steuerquote vollkommen ausreichen und die Steuern könnte großzügig gesenkt werden. Doch anstatt beispielsweise die Mineralölsteuer in unsere Verkehrsinfrastruktur zu investieren, wird das Geld zweckentfremdet und anschließend gleich noch eine neue, zusätzliche Steuer zur Finanzierung der eigentlichen Aufgabe gefordert.

Nicht nur werden mit unserem Geld politisch motivierte Protzbauten und -projekte finanziert, die dann noch nicht einmal funktionieren, wie es am neuen Berliner Flughafen wirklich eindrücklich zu sehen ist, sondern unser Steuergeld landet schlussendlich zu einem erheblichen Teil irgendwo im Ausland in irgendwelchen angeblichen Entwicklungsprojekten oder über den Umweg korrupter Pleitestaaten wieder bei den großen Banken. Vom Wahnsinn in Brüssel – wir bezahlen damit unsere eigene Voll-Versklavung – ganz zu schweigen.

Um all diese vielen und immer neuen Fässer ohne Boden weiterhin mit Milliardengeldern gefüllt zu halten, erhöht die politische Einheitspartei unentwegt Steuern und Abgaben. Kein Wunder, dass sich der um seiner Hände Arbeit betrogen fühlende Bürger immer öfter nach Mitteln und Wegen umsieht, dieser gnadenlosen Abkassiererei zu entgehen. Doch es hilft alles nichts: Illegales Verhalten der Obrigkeit legitimiert noch lange nicht den Gesetzesverstoß des betrogenen Bürgers.

Insofern handeln die Politdarsteller zwar im Prinzip rechtmäßig, wenn sie sogenannte Steuersünder härter bestrafen wollen, doch im selben Zug müsste auch endlich der Straftatbestand der Steuerverschwendung eingeführt und noch weitaus härter geahndet werden. Natürlich wird sich keiner dieser Damen und Herren Volksvertreter jemals selbst auf diese Weise ein Bein stellen, insofern ist es pure Zeitverschwendung, sich über ein solches, wirklich notwendiges Gesetz den Kopf zu zerbrechen. Es wird nämlich einfach nicht kommen.

Dem ehrlichen Bürger bleibt dennoch ein letzter Ausweg, um auf legale Weise Widerstand gegen die Finanzverbrecher in der Regierung zu leisten: Wer den Konsum einschränkt oder vermeidet, senkt damit auch direkt seine eigene Steuerlast und entzieht den staatlichen Verschwendern die Mittel. Wem es dadurch möglich wird, auch noch seine Arbeitszeit zu reduzieren, der kann durch Lohnverzicht sogar gleich nochmals Steuern sparen.

Zwar geht das mitunter zu Lasten unserer Bequemlichkeit und vielleicht auch der Lebensqualität, aber wer erst einmal erkannt hat, dass “weniger” auch durchaus “mehr” sein kann, der schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der beste Weg, um den staatlichen Dieben das Handwerk zu erschweren und schlussendlich ganz zu legen, ist der Entzug potenziellen Diebesguts. Wo nichts ist, kann auch nichts mehr geholt werden. Und der nette Nebeneffekt: Dieser Steuerboykott ist nicht nur völlig legal, er macht sogar Spaß.

Neue Artikel kostenlos per E-Mail erhalten:

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on VKEmail this to someonePrint this page

Das könnte Sie auch interessieren:

Inklusion – sozialer Fortschritt oder bloß Senkung des allgemeinen Bildung... Unsere Gesellschaft steht unter massivem Dauerbeschuss von Seiten marxistischer Ideologien. Ganz bes...
Massenzuwanderung aus dem Osten: Willkommen beim Weltsozialamt Im vergangenen Jahr hat die BRD personellen Zuwachs in der Größenordnung einer Stadt wie Saarbrücken...
Deutschland wacht auf: Widerstand gegen Rettungspakete steigt Lange und viele verlorene Milliarden unserer Steuergelder hat es gedauert, bis endlich ein paar Muti...
George Orwell wäre schockiert: Deutsche Politik schlimmer als jeder Science-Fict... Wer bislang noch immer - entgegen der Realität - an die guten Absichten der amtierenden Regierung un...

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*