Schnell noch rauf aufs tote Pferd: Polen will bis 2016 den Euro

Lupo / pixelio.de

Zitat von www.wiwo.de:

Seit zehn Jahren gehört Polen zur EU und hat wirtschaftlich ordentlich aufgeholt. Nun wird es Zeit, auch den Euro einzuführen, findet Regierungschef Donald Tusk.

[…]

Bis 2016 möchte Tusk, angenommen es ändert sich nichts an der aktuellen Situation auf dem Finanzmarkt, gerne dem Euro-Raum beitreten, um endlich zum „inner-circle“ der Europäischen Union zu gehören und damit zum Kreise der Nationen, die auf kontinentaleuropäischer Ebene die Nase vorn haben.

Kommentar von crash-news.com:

Polens Regierungschef hat ehrgeizige Pläne. Nicht nur für sein Land, sondern offenbar auch für sich selbst, denn er möchte endlich richtig dazugehören zum Kreise der „Erleuchteten Europas“. Dort hätte er „die Nase vorn“, genau wie seine Amtskollegen im Westen des Kontinents. Bedenken in der Bevölkerung stören ihn dabei selbstverständlich nicht, womit er sich bereits als perfekter Beitrittskandidat erweist.

37% der Polen befürchten, es würde ihnen mit dem Euro schlechter gehen als bisher. Gerade einmal 15% dagegen halten die geplante Euro-Einführung für gut. Große Zustimmung kommt neben der Politik natürlich insbesondere aus der Wirtschaft, denn die großen Konzerne freuen sich bekanntlich über noch mehr Globalismus. Sie sparen Kosten, erhöhen die Margen und somit bleibt mehr Profit für die eigene Tasche.

Blinde Machtgier scheint, wie überall in Europa, auch in der polnischen Politik vorzuherrschen, denn wie sonst ist es zu erklären, dass trotz der offensichtlichen Vorteile, bis heute nicht der sterbenskranken Eurozone anzugehören, jetzt freiwillig das tote Pferd gesattelt werden soll? Die Wirtschaft Polens konnte der Krise nur deswegen recht gut standhalten, weil das Land die Möglichkeit besaß, seine Währung Zloty den finanztechnischen Gegebenheiten jederzeit eigenmächtig und unabhängig anzupassen.

Nach der Einführung des Euro wird das nicht mehr möglich sein. Es ist wirklich erstaunlich, dass diese wichtigen Tatsachen dermaßen offen und demonstrativ ignoriert werden und Polens Premier Tusk bis 2016 quasi mit Gewalt die Einheitswährung auch im eigenen Land einführen will. Sofern sich nichts an der aktuellen Lage auf dem Finanzmarkt ändert, steht diesem großen Schritt seiner Ansicht nach nichts im Wege.

Tusk glaubt also allen Ernstes, dass es dem Euro wieder gut gehe und die derzeit ruhige Situation eine Art von endgültiger Lösung der Krise beweise. Dabei müsste ihm klar sein, dass keine einzige Ursache des Crash-Auslösers von 2008 auch nur ansatzweise behoben wurde. Im Gegenteil, die Schuldenberge wuchsen seither drastisch an und künden von einem bald kommenden, noch viel mächtigeren Zusammenbruch, als wir ihn vor wenigen Jahren erlebten.

Aber was tun sie nicht alles für ihre politische Karriere, für Macht, Ruhm und Ehre, diese angeblichen „Eliten“. Wer noch offene Augen und etwas gesunden Menschenverstand besitzt, der schüttelt über diese nackten Kaiser nur noch den Kopf. Wie dumm können Menschen wohl sein und wie machtgeil und versessen darauf sind sie, um jeden Preis zu einem Kreise von völlig irren und größenwahnsinnigen Marionetten gehören zu wollen?

Nur Idioten steigen auf ein totes Pferd. Im Grunde könnte solch ein sinnloses Unterfangen dem vernünftigen Bürger ja herzlich egal sein, doch leider sind es eben stets genau diejenigen, welche angeblich das Volk vertreten, die am stärksten unter diesem gefährlichen Größenwahn leiden und dazu neigen, das gesamte Land mit sich in den Abgrund zu reißen.

Immerhin haben die Polen im kommenden Jahr noch die Chance, diesem Irrsinn einen Riegel vorzuschieben, denn 2015 sind Parlamentswahlen. Da jedoch auch unsere östlichen Nachbarn unter einer steigenden Arbeitslosigkeit kranken, könnten die Wähler den leeren Versprechungen ihrer sogenannten Volksvertreter, der Euro brächte ihnen hier Abhilfe, durchaus erliegen. Und das obwohl sämtliche Europleitestaaten diesen Irrtum mehr als eindrücklich widerlegen.

Warten wir jedoch erst einmal ab, ob der Euro das kommende Jahr überhaupt noch erleben wird – von 2016 ganz zu schweigen -, denn die Chancen dafür stehen nicht sonderlich gut. Tote Pferde leben schließlich nicht mehr.

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2 Kommentare

  1. Vorwärts Ihr Länder der EU,es geht zurück,oder Kameraden es geht zurück.Das Tier mit den zehn Hörnern und die Hure Babylon die im Enstehen ist wird-ebenso und wird bald fallen! Danke sehr zu Ihren klaren- aussagenden Artikel.

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