Zensur: Türkei bewahrt Bürger vor „gefährlichen“ Internetseiten

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.zeit.de:

In der Türkei können Internetseiten von nun an ohne Gerichtsbeschluss gesperrt werden.

[…]

Außerdem sollen Provider verpflichtet werden, Nutzer-Daten bis zu zwei Jahre zu speichern.

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Familien, Kinder und Jugendliche könnten so vor Internetseiten bewahrt werden, „die Drogenkonsum, sexuellen Missbrauch und Selbstmord befördern“, sagte ein AKP-Abgeordneter.

Kommentar von crash-news.com:

Auch wenn hierzulande Kritikern von Regierung und Gesellschaft inzwischen ein immer rauherer Wind entgegenbläst, noch dürfen wir fast alles offen äußern, was uns auf dem Herzen liegt. In der Türkei ist das seit heute anders, denn wer sich dort zu weit aus dem Fenster lehnt und über das Internet unerwünschte Meinungen verbreitet, kann nun ohne richterlichen Beschluss einen Maulkorb verpasst bekommen – weitere Maßnahmen gegenüber Regierungskritikern sind sicherlich ebenfalls nicht mehr fern.

Unsere Medien und Politikdarsteller empören sich natürlich über diesen türkischen Vorstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung, doch da sich die Türkei schließlich auf dem Weg in einen Scharia-Staat befindet, gehören selbstverständlich auch entsprechende gesetzliche Richtlinien dazu. Freilich will davon insbesondere die verblendete westliche Politik und die Gutmenschenfraktion nichts wissen, doch auch deren penetrante Ignoranz wird am türkischen Weg nichts ändern.

Besonders aufregend ist diese Entwicklung daher eigentlich nicht, denn die Türkei erweist sich damit zudem als seriöser EU-Beittrittskandidat. Die dortige Regierung zeigt ihren Bürgern demonstrativ, wo der Hammer hängt und dass sich der unbeliebte und korrupte Ministerpräsident Erdogan wirklich hingebungsvoll an sein Amt klammert. Solches Verhalten dürfte in Brüssel große Freude unter den EU-Diktatoren hervorrufen, sie werden bestimmt vollstes Verständnis für seinen Aktionismus haben. Wir können daher damit rechnen, dass die Beitrittsverhandlungen mit Ankara hinter verschlossenen Türen nun weiter beschleunigt werden.

Freie Meinungsäußerung muss heutzutage auch wirklich nicht mehr sein. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder zu jedem Thema seinen Senf öffentlich kundtun könnte? „Gelebte“ Demokratie funktioniert heute doch völlig anders. Medien und Politik geben die gewünschte Richtung vor und die Bürger dürfen dann anschließend denjenigen Vertreter aus der sozialistischen Einheitspartei wählen, welcher einige Jahre lang den Wortführer spielt.

Für mehr Mitsprache ist moderne Demokratie einfach nicht mehr geeignet. Nur unsere sogenannten Volksvertreter können schließlich einschätzen, was für das Volk das Beste ist. Die Welt ist heute viel zu komplex für den einzelnen Bürger, wichtige Entscheidungen sollten daher allein von der Regierung und unbeeinflusst vom unmündigen Bürger gefällt werden. Durch das Recht auf freie Meinungsäußerung besteht nämlich grundsätzlich die Gefahr, dass die Massen plötzlich den gewünschten Weg verlassen und ihr eigenes Süppchen kochen könnten. Wer will das schon, denn derlei Mitbestimmung bedeutet zeitgleich Machtverlust für die uns beherrschende „Elite“, vielleicht sogar gesundheitliche Schäden für die hohen Damen und Herren.

Um die Bürger von der Wichtigkeit der Internetzensur zu überzeugen, nannte die türkische Regierung wichtig Gründe, beispielsweise den Schutz der Persönlichkeitsrechte. Auf diese Weise würden Familien, Kinder und Jugendliche künftig vor „Drogenkonsum, sexuellem Missbrauch und Selbstmord“ bewahrt werden. Wenn zudem durch diese neue, unbürokratische Meinungskontrolle im Internet womöglich sogar „Terroristen“ an ihrem bösen Werk gehindert werden, müsste selbst der aufmüpfigste Bürger erkennen, dass Erdogan lediglich das Beste für die Menschen will.

Wir sollen offensichtlich lernen, dass unser Recht auf freie Meinungsäußerung inzwischen in den Kreisen der Macht-„Elite“ ziemlich unerwünscht ist. Was in der Türkei per Federstrich beschlossen wird, funktioniert innerhalb der EUdSSR zwar noch nicht ganz so geschmeidig, weil die Bürger der „demokratischen“ EU-Zone erst noch an ihre neue gegenseitige Verantwortung und ihre eigene Unmündigkeit gewöhnt werden müssen.

Dazu gehört insbesondere die Toleranz. Jede noch so kleine und abartige Randgruppe wird mittlerweile mit sämtlichen normalen gesellschaftlichen Trends gleichgestellt. Weil sich allerdings einige Querulanten nicht an diese neuen Regeln anpassen wollen, plant die EU, derlei Ignoranz künftig unter Strafe zu stellen. Dazu gehört insbesondere die Homophobie.

Kritik an der grassierenden, abnormalen und medial schrecklich dominanten homosexuellen Lebensphilosophie soll nach dem Willen der linksgrünen Zerstörer demnächst als Straftat geahndet werden – dazu gehört sicher auch bereits dieser Satz. Solch ein Schritt ist der erste auf dem Weg zum Ende der Rede- und Meinungsfreiheit, denn wenn entsprechende Kritik erst einmal strafbar ist, folgt mit Leichtigkeit der nächste Schritt: Die Zensur.

Erdogan zeigt uns daher schon heute, was auch uns in der EUdSSR in Zukunft blühen wird. „Demokratie“ wird es zwar weiterhin geben, doch leider werden die Menschen erst viel zu spät erkennen, dass dieser Begriff nichts mit Freiheit zu tun hat. Schließlich gab es auch in der DDR und der Sowjetunion Demokratie in Form „freier“ Wahlen. Das Erwachen der Masse, sollte es tatsächlich noch stattfinden, wird definitiv zu spät kommen.

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