Eskalierender Unmut: Brecht dem Zwangsgebührenfernsehen das Genick

FreeImages.com/B S K

Zitat von www.tagesspiegel.de:

Zum einen wird deutlich, dass die Debatte über Rundfunkgebühren keineswegs abgeschlossen ist und es eine gesellschaftliche Unzufriedenheit gibt, die nun am konkreten Fall aufflackert.

[…]

Es sind nicht mehr allein mächtige Leitmedien, die Themen setzen, sondern erboste Einzelne, die ein Publikum finden und ein Agendasetting von unten betreiben. Das Publikum selbst ist zu einem mächtigen Player geworden, besitzt selbst die Instrumente, um ohne größeren Aufwand auf Sendung zu gehen.

Kommentar von crash-news.com:

Immer mehr wache Menschen werfen ihren Fernseher sprichwörtlich zum Fenster hinaus, weil sie die erbärmliche Primitivität und die verlogene Propaganda des Verblödungsverstärkers einfach nicht mehr ertragen können. Doch neben dieser erfreulichen Entwicklung offenbart sich im aktuellen Fall auch noch etwas anderes, denn selbst die schlafende Masse scheint zum Teil die Nase voll zu haben. Kippt das Zwangsgebührenfernsehen?

„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ heißt es und daher sollten sich die TV-Kritiker nicht zu früh freuen. Gerade erst urteilte das Bremer Verwaltungsgericht nämlich, dass die sogenannte Demokratieabgabe, auch Rundfunkbeitrag genannt, rechtmäßig sei:

Statistisch verfüge nahezu jeder deutsche Haushalt über ein solches Empfangsgerät (Fernseher, Radio, PC mit Internetanschluss oder Smartphone). Der Gesetzgeber dürfe zur Vereinfachung anknüpfen an den Besitz einer Wohnung, auch wenn in wenigen Einzelfällen dabei auch solche Wohnungen erfasst würden, in denen keine Rundfunkempfangsgeräte vorhanden seien.

Aus dieser Richtung ist also wohl kaum mit Hilfe für die 80 Millionen, zwangsweise zur Gebührenzahlung verdonnerten Bürger zu rechnen. Eine Krähe hackt einer anderen schließlich kein Auge aus und genausowenig wie die Öffentlich-Rechtlichen unabhängig von der Politik sind, obwohl sie es angeblich sein sollen, sind es auch die Gerichte. Ohne Rechtsbeugung war dieses Urteil zwar nicht möglich, aber wen interessieren in dieser Bananenrepublik schon geltende Gesetze. Die Macher dieser sicherlich nicht und auch die Hüter genauso wenig, wie wir gerade sehen.

Dennoch zeigt die aktuelle Wut-Petition „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!„, dass selbst eine große Anzahl derjenigen von der primitiven Propaganda des Staatsrundfunks genug haben, welche die Zwangs-GEZ-Steuer eigentlich mehr oder weniger akzeptieren. Binnen weniger Tage wurden schon weit über 130.000 Unterschriften gesammelt, um das ZDF dazu zu bewegen, seinen Inquisitor Markus Lanz von den Bildschirmen verschwinden zu lassen.

Das zeigt einerseits, welches Wut-Potenzial grundsätzlich in der Bevölkerung schlummert und dass eine erhebliche Anzahl von Bürgern die bewusste Verdummungsmaschinerie der „Aktuellen Kamera“ und Co erkannt und einfach keine Lust mehr auf diesen verlogenen und verblödenden Schwachsinn haben. Andererseits erkennen wir auch, wie leicht es wäre, sich nicht nur von unerwünschtem TV-Personal zu befreien, sondern auch von derartigen Politikern und Gesetzen.

Wenn die Masse erst einmal richtig wütend wird und sich gleichzeitig auch noch zu organisieren weiß, kann die Situation für die derzeit Herrschenden ziemlich schnell äußerst brenzlig werden. Zwar wird uns vorbeugend schon von kleinauf eingebläut, wir seinen schwach und könnten ohnehin nichts an diesem oder jenem ändern, aber wenn der Aha-Effekt diese Täuschung überwunden hat, wird es wirklich ernst für die Propagandisten. Denn kommt Michel erst einmal auf den Geschmack, bleibt der selbsternannten „Elite“ nur noch die Flucht.

Manch einer fragt sich vielleicht, was denn eine große Demonstration vor dem Bundestag oder einer anderen Organisation überhaupt bewirken würde. Die Betroffenen könnten doch das Geschehen einfach ignorieren, denn vor Übergriffen schützen sie schließlich die Ordnungshüter. Aber der Schein der Macht trügt, denn jeder, der schon einmal in einer Situation war, in welcher er mit seiner Meinung allein einer schieren Übermacht gegenüberstand, weiß, wie anstrengend und zermürbend das sein kann.

Bereits fünf hartnäckige Leute in einer Firma können einen Kollegen oder auch ihren Chef derart unter Druck setzen, dass dieser irgendwann nachgeben muss, um nicht das Gesicht oder seine Anerkennung zu verlieren. Dasselbe gilt für Debatten am Stammtisch oder irgendwo in der Öffentlichkeit. Niemand möchte nämlich gerne als Außenseiter oder Buhmann dargestellt werden, insbesondere in Zeiten des politisch korrekten Diktats.

Das ZDF hat bereits mitgeteilt, dass es die Lanz-Petition ernst nehme. Dabei fürchten sich die Chefs in Mainz sicherlich nicht unbedingt vor einem wütenden Mob auf dem eigenen Gelände oder gar vor einer Erstürmung des Gebäudes, sondern es ist vielmehr die Angst vor einem beschädigten Bild in der Öffentlichkeit, was mit allen Mitteln vermieden werden soll. Der jüngste Skandal beim ADAC demonstriert nämlich sehr eindrücklich, welch enormer Schaden und Vertrauensverlust auf diese Weise entstehen kann.

Warum also nicht ein Vorgehen planen, um organisiert gegen die Institution GEZ bzw. die Zwangsabgabe vorzugehen? 100.000 Unterschriften werden die Berliner Abgeordneten sicherlich nicht beeindrucken, aber zehn Millionen Unterschriften von Bürgern der BRD ganz bestimmt.

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2 Kommentare

  1. Ich habe Ende 2012 die GEZ gekündigt. Die Kündigung wurde abgelehnt
    Ich habe nicht bezahlt. Nun kommen unregelmäßig Briefe ,die ich
    ungeöffnet mit dem Vermerk “ zurück zum Absender “ zurück schicke..

  2. es sollte eigentlich so sein: die Verblödungsverstärkeranstalten können eigentlich gar nicht für absolut jeden senden und dann dafür Geld verlangen. Sie müßten somit ihren Schwachsinn entsprechend verschlüsseln, damit nur derjenige empfangen kann, der eine Schlüsselkarte für seinen Receiver hat (wie z.B. beim Schweizer Fernsehen über Satellit) Das klappt auch im Internet: wer zahlt kann einloggen und sich blöd sehen. Ich kenne genügend Leute, die keinen Verblödungsverstärker mehr haben und dennoch bezahlen müssen. Demokratie??

Antworten

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