Kein Crash in Sicht: Immobilienmarkt im Daueraufschwung?

Dieter Schütz / pixelio.de

Zitat von www.manager-magazin.de:

Was treibt den Zyklus aus Boom und Bust? Das Auf und Ab der Realzinsen.

[…]

2013 werden die Preise […] im Bundesschnitt um 10 Prozent zulegen.

Es ist das siebte Jahr des aktuellen Booms. Kommt jetzt der Crash?

[…]

Die deutschen Wohnungspreise werden bis 2017 weiter steigen […], aber das Tempo des Anstiegs dürfte abnehmen.

Kommentar von crash-news.com:

Das hervorstechendste Merkmal sogenannter “Experten” in sämtlichen Bereichen ist die lineare Interpolation der Vergangenheit in die Zukunft. So verwundert es nicht, dass auch in der Immobilienbranche von einem ungebrochenen Aufschwung phantasiert wird, welcher noch etliche Jahre anhalten soll. Wer auf diese Steine baut, den wird die Realität allerdings bald eiskalt erwischen.

Aus der Betrachtung des Immobilienmarktes seit der Nachkriegszeit heraus, meinen einige Wirtschaftsexperten einen sich immer aufs Neue wiederholenden Zyklus von Boom und Crash herausdeuten zu können: Nach sieben Jahren Wachstum folgen vier Jahre Einbruch. Doch selbst wenn dieser Trend tatsächlich eine Art Regel sein sollte, so widerspricht die daraus abgeleitete aktuelle Prognose trotzdem diesem vermeintlich verlässlichen Mechanismus.

Denn derzeit befinden wir uns gerade wieder im siebten Jahr eines Immobilien-Booms, daher steht nach diesem Modell also demnächst wieder ein Crash bevor. Soweit, so gut. Aber weil derartige Aussichten nicht in das Wunsch- und Traumbild dieser “Experten” passen, wird eben kurzerhand eine Ausnahme zur gerade entdeckten Regel definiert: Aufgrund von “Sonderfaktoren” wird es weiterhin aufwärts gehen.

Was zu diesen Sonderfaktoren gehört, offenbart die Blindheit dieser Traumdeuter. Einerseits wäre die treibende Kraft die enorme Zuwanderung und andererseits die niedrigen Zinsen. Dass diese vielen Zuwanderer allerdings größtenteils lediglich in unser Sozialsystem einwandern und keinerlei eigene Leistung vollbringen, sondern quasi von den vorhandenen Leistungsträgern auch noch mit durchgefüttert werden müssen, scheint die Immobilienträumer nicht weiter zu stören.

Genauso verhält es sich mit den niedrigen Zinsen. Jene wären das Resultat der nach wie vor existenten Schuldenkrise und solange diese weiterhin vor sich hinschwelt, bleibt auch in Sachen Zinsen alles auf dem extrem niedrigen Stand und das Wachstum hält an. Was der “Experte” dabei übersieht, ist das Fundament des weiteren prognostizierten Immobilienwachstums. Nahezu jedes Bauvorhaben und jede Investition in Beton basiert schließlich auf Kredit, also auf Schulden. Ob das wohl ein besonders probates Mittel ist, um eine Schuldenkrise irgendwann zu lösen? Wachstum auf Kredit zur Lösung unseres Überschuldungsproblems?

Bloß weil die Immobilienpreise seit etwa sieben Jahren steigen, heißt das noch lange nicht, dies würde auch in Zukunft so weitergehen. Wahrscheinlich dachten das die “Experten” am Ende der vergangenen drei Boomphasen ebenfalls und wurden dann plötzlich und unerwartet vom jeweiligen Crash überrascht. Diese Leute sind schlichtweg nicht in der Lage, die Realität nüchtern zu betrachten, weil sie allein von ihrem Wunschdenken gesteuert werden und sie selbst die offensichtlichsten Widersprüche nicht sehen können oder wollen.

Das absolute Gegenteil ist nämlich der Fall. Insbesondere die beiden genannten Faktoren, welche angeblich auch zukünftig für weiteres Wachstum auf dem Immobiliensektor sorgen werden, sind lediglich Luftblasen, genauer gesagt Schuldenluftblasen. Während die Zentralbanken die Märkte mit Milliarden und Billionen Euro billigen Geldes fluten, wird dadurch die Grundlage für eine gefährliche Inflation gelegt. Sobald diese offen auszubrechen droht, müssen und werden die Zinsen angehoben werden, um den sofortigen Kollaps des Geldsystems zu verhindern bzw. hinauszuzögern.

Mit dieser Zinsanhebung ist es dann schlagartig vorbei mit dem angeblich konstanten und sicheren Aufschwung der kommenden Jahre. Das Zinsniveau ist derzeit wahrlich extrem niedrig, sodass bereits ein kleiner Anstieg genügen wird, um den Immobilienmarkt zusammenbrechen zu lassen, denn viele Kreditsklaven sind wegen der verführerisch niedrigen Zinsen bis an das absolute Limit des finanziell Machbaren gegangen.

Weil uns jedoch nicht allein eine normale zyklische Stagnation oder Rezession bevorsteht, wie sie in der Vergangenheit bereits dreimal den Immobilienboom zu einem Ende brachte, sondern diesmal das Rückgrat des Finanzsystems aufgrund exponentiell steigender Schulden brechen wird, werden die “Experten” samt den unzähligen Schuldsklaven ein böses Erwachen erleben.

Wer klug ist, sorgt vor und steigt dann aus dem Betongold aus, wenn die große Masse diese “Anlageform” gerade für sich entdeckt. Echtes Gold bietet in dieser Phase einen wesentlich besseren Schutz vor dem Vermögensverlust, welcher wohl ebenfalls einen nicht unerheblichen Anteil am momentanen Immobilienrausch ausmacht. Der Crash kommt sicher und er wird nicht nur den Immobiliensektor betreffen. Davor schützt auch das übliche “Experten”-Geschwafel nicht.

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