Neue Öko-Überraschung: Der Strompreis steigt unvermindert weiter

Erich Westendarp / pixelio.de

Zitat von www.handelsblatt.com:

Die Kosten steigen – selbst wenn kein neues Windrad ans Netz geht.

[…]

Dies wurde am Montag durch eine in Berlin vorgestellte Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace bestätigt.

[…]

Aber selbst dessen Energieexperte Felix Matthes erwartet einen Anstieg der von allen Stromverbrauchern zu zahlenden Umlage zur Förderung von Windrädern, Solarparks und Biogasanlagen von 5,277 Cent je Kilowattstunde auf 6,1 Cent.

Kommentar von crash-news.com:

Wer glaubt, der Strompreis würde Dank sogenannter “erneuerbarer Energien” aufgrund des großen Angebots irgendwann wieder sinken, der irrt einfach nur. Wer dagegen behauptet, der Strompreis könnte durch eine Bremse auf seiner weiteren Fahrt nach oben gestoppt werden, der ist schlicht ein Lügner. Die Energiewende läuft bereits auf vollen Touren, doch das böse Erwachen und die weiteren Begleiterscheinungen haben noch gar nicht richtig angefangen.

Aufgrund der enormen Unterschiede zwischen dem tatsächlich gehandelten Preis an der Strombörse und den an die Produzenten von “Ökostrom” gezahlten und für 20 Jahre garantierten Subventionen, wird sich die Erneuerbare-Energien-Umlage nochmals drastisch erhöhen. Von zwei auf über sechs Cent pro Kilowattstunde binnen vier Jahren wird sie Anfang 2014 gestiegen sein und ein Ende ist nicht in Sicht. So richtig überraschend kommt das jedoch freilich nicht, wie die Politik jetzt behauptet.

Natürlich ist klar, dass ein derart künstlich geregelter Markt nicht nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage funktioniert. Wenn nämlich jemand auf die glorreiche Idee kommt und einen Preis für ein bestimmtes Produkt garantiert, dann finden sich im Nu unzählige Schmarotzer, die jeden Trick und Kniff auszunutzen wissen, um diese Garantie in ein todsicheres Gewinngeschäft zu verwandeln.

Im Falle des Ökostroms wird quasi die politisch verordnete sozialistische Planwirtschaft durch diverse kapitalistische Abschöpfungsmethoden ausgeblutet. Finanzieren muss das allein der Steuerzahler, denn die Großunternehmen und Großverbraucher erhalten entsprechende Rabatte auf den Strompreis.

Es ist natürlich wenig überraschend, wenn Politiker, die zumeist von Ökonomie sowieso keinerlei Ahnung haben, sich jetzt über diese drastische Energiepreiswende wundern und verzweifelt versuchen, per Gesetz eine Strompreisbremse für den Wähler einzuführen. Offensichtlich glauben diese Leute tatsächlich, im Falle des unbezahlbaren und netztechnisch fast nutzlosen Ab-und-Zu-Stroms aus Mittelaltertechnologien ließe sich die Mathematik mal eben außer Kraft setzen.

Das Schlimme ist, dass wir uns erst am Beginn dessen befinden, was uns in Sachen Energiewende noch bevorsteht. Nicht nur weitere enorme Kostensteigerungen drohen, sondern auch eine ständige Stromausfallgefahr, weil sich die für den zunehmenden Anteil von Zufallsstrom im Netz notwendigen Schattenkraftwerke für keinen Energieversorger mehr rechnen. Die auf 20 Jahre garantierten Milliardenzahlungen sind zum Großteil noch gar nicht einkalkuliert geschweige denn erwirtschaftet, weil der größte Zuwachs von beispielsweise Photovoltaikanlagen erst in den letzten Jahren stattfand.

Im diesem Zusammenhang sollten insbesondere die naiven Solarschafe aufhorchen, denn zwischen den Zeilen wurde erwähnt, dass die von Bundesumweltminister Altmaier ins Spiel gebrachte und von Kanzlerin Merkel bislang abgelehnte Strompreisbremse die Solardachbesitzer bald teuer zu stehen kommen könnte. Es handelt sich nämlich um die Überlegung einer “nachträglichen Förderkürzung für bestehende Solar- und Windparks”.

Ist damit vielleicht eine rückwirkende Subventionskürzung gemeint? Könnte es also sein, dass die für 20 Jahre garantiert sprudelnde Subventionsquelle plötzlich schwächeln oder gar versiegen könnte? Für jeden obrigkeitshörigen Gutmenschen selbstverständlich undenkbar, denn bestehende Gesetze werden ganz bestimmt nicht angetastet.

Nun, die Regierung hat in der Vergangenheit stets große Phantasie bewiesen, wenn es um das Suchen von Lücken in den eigenen Gesetzen ging. Notfalls kam ihnen sogar das sogenannte Bundesverfassungsgericht zu Hilfe. Es ist insofern äußerst unwahrscheinlich, dass ausgerechnet bei der Energiewende alles mit rechten Dingen und gesetzlich einwandfrei zugehen sollte.

Wenn der Unmut in der Bevölkerung über den weiter drastisch steigenden Strompreis zu groß wird und die Kassen der Regierung noch klammer werden, dann können die Solarschafe erleben, wieviel Einfallsreichtum diese Regierung und ihre Nachfolger noch haben werden. Denn eines ist klar: Die Solarschafe sind in der Minderheit, lieber wird die Politik also deren Pleite in Kauf nehmen als ihre eigenen Sessel räumen zu müssen.

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